LIMBURG (dpa-AFX) - Finanzmarktexperten bewerten die konjunkturelle Entwicklung im Euroraum erneut etwas weniger negativ. Der von Sentix erhobene Konjunkturindikator legte im Juni um 3,0 Punkte auf minus 13,4 Punkte zu, wie das Analyse-Institut am Montag in Limburg mitteilte. Volkswirte hatten mit einer Erholung auf minus 14,0 Punkte gerechnet.
Bereits im Mai hatte sich der Indikator etwas erholt. Im März und April hatten die Auswirkungen des Iran-Kriegs und der sprunghafte Anstieg der Rohölpreise den Indikator stark unter Druck gesetzt. Die Sorgen um eine deutliche konjunkturelle Abschwächung haben laut Sentix global allerdings spürbar nachgelassen.
"Von diesem positiven internationalen Umfeld profitiert auch Euroland, wenngleich die Erholung hier weniger dynamisch verläuft als in den führenden Wirtschaftsregionen", heißt es in der Mitteilung. "Deutschland bleibt dabei weiterhin das schwächste Glied in der Kette: Die anhaltend verhaltene Wirtschaftsentwicklung belastet nicht nur die heimische Konjunktur, sondern wirkt zugleich als Bremse für die Erholung des gesamten Euroraums." In Deutschland verbesserte sich der Indikator von minus 30,9 Punkte auf minus 28,5 Punkte./jsl/la/stk
