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MÄRKTE EUROPA/Börsen stabilisiert trotz Nahost und Chip-Einbruch

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen stabilisiert trotz Nahost und Chip-Einbruch

DOW JONES--Relativ stabil zeigen sich Europas Börsen am Montagmittag. Angesichts der Nachrichtenlage hatten Händler nicht damit gerechnet. Die schlechten Nachrichten des Tages seien aber gleich am Morgen eingepreist worden, weiterer Verkaufsdruck sei nicht mehr gekommen. Die volatilen Futures auf den DAX zeigen sich über 300 Punkte oder rund 1,3 Prozent erholt vom Tagestief.

Belastet hatte der Schock über den starken US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag und die darauf steigenden US-Zinsen samt Kurseinbruch der Tech-Aktien. Dazu kam noch der Schlagabtausch in Nahost. Hier gehen Anleger aber von keiner weiteren Eskalation aus. Der DAX verliert 0,3 Prozent auf 24.698 Punkte, der Euro-Stoxx-50 steht kaum verändert bei 6.065 Zählern.

Der "Payroll-Schock" aus den USA greife direkt die extrem hohen Aktienbewertungen an, heißt es im Handel, nachdem die Zahl der neu geschaffenen Stellen in den USA im Rahmen des US-Arbeitsmarktbericht für Mai doppelt so hoch wie erwartet ausgefallen war und Zinssenkungshoffnungen zunichte gemacht hatte. Zugleich ist die Erwartung einer US-Zinserhöhung per September auf über 38 Prozent gestiegen - verglichen mit 19,5 Prozent eine Woche zuvor.

Darauf war der Nasdaq-Index am Freitag um über 4 Prozent eingebrochen. Der wichtige SOX-Index der US-Chipaktien sackte sogar um über 10 Prozent ab. Die europäischen Technologiewerte schütteln diese Vorlagen ab: Infineon notieren mittlerweile 0,9 Prozent im Plus, BE Semiconductor sogar um 1,3 Prozent. ASML und STMicro handeln mit leichten Aufschlägen.

Als Belastungsfaktor wird auch der Börsengang von SpaceX gesehen. Marktteilnehmer hatten auch ohne den "Payroll-Schock" schon mit Abgabedruck auf Technologiewerte gerechnet, weil in den Portfolios der Fonds Platz geschaffen und Liquidität generiert werden muss, um SpaceX-Aktien zu zeichnen. Der Börsengang soll fast 80 Milliarden Dollar bringen.

Deutlich im Minus zeigt sich aber der Luftfahrt-Bereich: Der Branchenverband Iata hat eine Gewinnwarnung für die Fluglinien ausgesprochen. Wegen der Krise im Nahen Osten und der Folge einer Preisexplosion bei Kerosin rechnet er in der Branche 2026 mit Gewinnen von 23 Milliarden Euro verglichen mit 45 Milliarden im Jahr zuvor. IAG und Lufthansa verlieren bis 1,8 Prozent, Air France sogar 2,4 Prozent.

In Frankreich steht der Telekom-Sektor und das Übernahmeangebot eines Konsortiums für SFR im Fokus. "Die Anzahl der Konkurrenten reduziert sich von vier auf drei - damit dürften die Preisschlachten im Mobilfunkbereich ein Ende finden", sagt ein Händler. Entsprechend steigen Orange um 1,8 Prozent.

In Italien steht der Bankensektor im Fokus. Dort kommt es zu einem Übernahmewettkampf um die Banca Monte dei Paschi, die Aktien springen um fast 12 Prozent empor. Nachdem zunächst die Banco BPM (-1,3%) den Vorschlag einer Fusion unterbreitet hatte, grätscht nun die Intesa Sanpaolo dazwischen und bietet in einem Mix aus eigenen Aktien und Cash umgerechnet aktuell knapp 31 Milliarden Euro. Intesa fallen 2,7 Prozent.

Kräftige Auswirkungen haben auch die Umstufungen durch Banken. So hat die UBS bei Voestalpine (-2,3%) die Kaufempfehlung zurückgezogen und Exane BNP die Titel von CTS Eventim sogar auf "Underperform" gesenkt (-3,5%). Bei Remy Cointreau geht es 3,5 Prozent höher, hier stützt die Hochstufung der UBS auf "Neutral".

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.064,74  +0,0    2,67    6.062,07    4,7 
Stoxx-50        5.191,84  +0,1    2,55    5.189,29    5,6 
DAX          24.698,02  -0,3   -61,03    24.759,05    0,8 
MDAX          32.348,54  -0,4  -118,06    27.039,42    5,7 
TecDAX         4.074,97  +0,0    0,83    3.091,28    12,5 
SDAX          18.389,10  -0,2   -44,72    13.062,07    7,1 
FTSE          10.396,02  +0,3   27,97    10.368,05    4,7 
CAC           8.216,29  -0,0   -1,95    8.218,24    0,8 
SMI          13.358,37  -0,2   -29,86    13.388,23    0,7 
ATX           6.005,87  -1,3   -78,30    6.084,17    12,8 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:10 
EUR/USD          1,1535  +0,1   0,0016     1,1519   1,1549 
EUR/JPY          184,54  -0,1  -0,1600      184,7  185,1300 
EUR/CHF          0,9185  +0,1   0,0012     0,9173   0,9176 
EUR/GBP          0,8634  -0,0  -0,0003     0,8637   0,8631 
USD/JPY          159,97  -0,2  -0,3200     160,29  160,2800 
GBP/USD          1,3358  +0,1   0,0019     1,3339   1,3379 
USD/CNY          6,7829  +0,3   0,0174     6,7655   6,7655 
USD/CNH          6,7862  -0,1  -0,0048     6,7910   6,7848 
AUS/USD          0,7071  +0,4   0,0026     0,7045   0,7074 
Bitcoin/USD      63.570,56  +2,8  1.701,14    61.869,42 60.733,07 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         92,32  +2,0    1,78      90,54 
Brent/ICE         94,99  +2,0    1,90      93,09 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.327,14  -0,0   -1,66    4.328,80 
Silber           68,07  +0,4    0,26      67,81 
Platin         1.776,18  -0,0   -0,62    1.776,80 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

DJG/mod/cln

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June 08, 2026 07:29 ET (11:29 GMT)

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Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
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