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MÄRKTE EUROPA/Etwas leichter - Israelisch-iranischer Schlagabtausch drückt

DJ MÄRKTE EUROPA/Etwas leichter - Israelisch-iranischer Schlagabtausch drückt

DOW JONES--Der europäische Aktienmarkt ist mit Verlusten in die neue Woche gestartet. Belastend wirkte die wieder eskalierende Lage im Nahen Osten. Zwischen dem Iran und Israel kam es zu einem militärischen Schlagabtausch. Nach Intervention von US-Präsident Donald Trump ruhen in der Zwischenzeit zwar wieder die Waffen. Die jüngste Entwicklung hat aber einmal mehr vor Augen geführt, wie instabil die Lage in der Region ist. Der Preis der Ölsorte Brent stieg um 2 Prozent auf 94,94 Dollar das Fass.

Der DAX büßte 0,6 Prozent auf 24.616 Punkte ein, im Tagestief stand der Index bei 24.427. Der Euro-Stoxx-50 schloss dagegen kaum verändert, hier machte sich die Erholung im Techsektor bemerkbar. Nach dem Ausverkauf am Freitag konnten sich Chip-Aktien erholen. An den Devisenmärkten zog der Euro leicht an auf 1,1545 Dollar. Die Anleihemärkte zeigten sich bis Börsenschluss wenig verändert.

Zum Kursplus bei Chipwerten trug die Erholung an der Nasdaq zu Wochenbeginn bei. Nvidia-CEO Jensen Huang sieht die jüngste Schwäche als Kaufgelegenheit. KI werde zu einer grundlegenden globalen Infrastruktur, die mit dem Internet vergleichbar sei. Er betonte, die Branche stehe erst ganz am Anfang. Auslöser der Korrektur war der Schock über den starken US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag und die darauf steigenden US-Zinsen samt Kurseinbruch der Tech-Aktien. Infineon gewannen 1,2 Prozent, Suss Microtec 2,2 Prozent, ASML 3,6 Prozent, STMicroelectronics 4 Prozent und Aixtron 3,3 Prozent.

Mit Abgaben von 4,2 Prozent führten BASF die Verliererliste im DAX an. BASF-Vorstandschef Markus Kamieth hat Analysten in ihrer Erwartung an das zweite Geschäftsquartal nach den ersten beiden Monaten des Quartals bestätigt. Allerdings stehe der Juni noch aus. Auch stellte Kamieth klar, dass sich der kurzfristige starke Nachfrageanstieg als Folge des Irankrieges im März normalisiert habe. Auch andere Chemietitel wurden verkauft: Evonik verloren 1 Prozent, DSM 2,2 Prozent und Brenntag 3,5 Prozent.

Keinen guten Tag hatte der Luftfahrt-Bereich: Der Branchenverband Iata hat eine Gewinnwarnung für die Fluglinien ausgesprochen. Wegen der Krise im Nahen Osten und der Folge einer Preisexplosion bei Kerosin rechnet er in der Branche 2026 mit Gewinnen von 23 Milliarden Euro verglichen mit 45 Milliarden im Jahr zuvor. Lufthansa verloren 1,9 Prozent, für Fraport ging es 1,5 Prozent nach unten. Air France gaben 2 Prozent nach und IAG 1,5 Prozent.

Die drei großen französischen Telekommunikationsbetreiber Orange, Bouygues Telecom und der Free-iliad Group haben sich auf die Übernahme des Großteils des französischen Geschäfts von Altice, SFR, für 20,35 Milliarden Euro geeinigt. "Die Anzahl der Konkurrenten reduziert sich von vier auf drei - damit dürften die Preisschlachten im Mobilfunkbereich ein Ende finden", sagte ein Händler. Entsprechend stiegen Orange um 2,1 Prozent.

In Italien stand der Bankensektor im Fokus. Dort kommt es zu einem Übernahmewettkampf um die Banca Monte dei Paschi, die Aktien sprangen um fast 13 Prozent empor. Nachdem zunächst die Banco BPM (+0,8%) den Vorschlag einer Fusion unterbreitet hatte, grätscht nun die Intesa Sanpaolo dazwischen und bietet in einem Mix aus eigenen Aktien und Cash umgerechnet aktuell knapp 31 Milliarden Euro. Intesa fielen um 1,4 Prozent.

Kräftige Auswirkungen hatten auch Umstufungen durch Banken. So hat die UBS bei Voestalpine (-3,1%) die Kaufempfehlung zurückgezogen und Exane BNP die Titel von CTS Eventim sogar auf "Underperform" gesenkt (-5,3%). Bei Remy Cointreau ging es 2,3 Prozent höher, hier stützte eine Hochstufung der UBS auf "Neutral".

=== 
Index        Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     6.062        0,0          +4,7 
Stoxx-50        5.181       -0,2          +5,5 
Stoxx-600        622       -0,2          +5,2 
DAX          24.616       -0,6          +1,1 
FTSE-100 London    10.368       +0,1          +4,4 
CAC-40 Paris      8.218       -0,2          +0,8 
AEX Amsterdam     1.041       +0,4          +9,4 
ATHEX-20 Athen     5.969       -0,1         +11,6 
BEL-20 Brüssel     5.580       -0,5          +9,9 
BUX Budapest     133.671       +0,0         +20,4 
OMXH-25 Helsinki    6.472       -0,2         +13,5 
OMXC-20 Kopenhagen   1.516       -1,8          -5,7 
PSI 20 Lissabon    8.932       -0,0          +8,1 
IBEX-35 Madrid    18.345       -0,7          +6,0 
FTSE-MIB Mailand   49.893       +0,6         +11,0 
OBX Oslo        1.949       -0,6         +22,0 
PX Prag        2.527       -0,1          -5,9 
OMXS-30 Stockholm   3.116       -0,3          +8,1 
WIG-20 Warschau   135.281       +0,4         +14,9 
ATX Wien        6.084       -1,3         +14,2 
SMI Zürich      13.388       -0,5          +0,9 
* gerundet 
 
DEVISEN         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:10 
EUR/USD          1,1545  +0,2  0,0026     1,1519   1,1549 
EUR/JPY          184,83  +0,1  0,1300      184,7  185,1300 
EUR/CHF          0,9201  +0,3  0,0028     0,9173   0,9176 
EUR/GBP          0,8649  +0,1  0,0012     0,8637   0,8631 
USD/JPY          160,09  -0,1  -0,2000     160,29  160,2800 
GBP/USD          1,3345  +0,0  0,0006     1,3339   1,3379 
USD/CNY          6,7832  +0,3  0,0177     6,7655   6,7655 
USD/CNH          6,7839  -0,1  -0,0071     6,7910   6,7848 
AUS/USD          0,7054  +0,1  0,0009     0,7045   0,7074 
Bitcoin/USD      63.884,75  +3,3 2.015,33    61.869,42 60.733,07 
 
ROHOEL          zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         91,45  +1,0   0,91      90,54 
Brent/ICE         94,65  +1,7   1,56      93,09 
 
Metalle         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.342,55  +0,3   13,75    4.328,80 
Silber           68,67  +1,3   0,86      67,81 
Platin         1.750,76  -1,5  -26,04    1.776,80 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/cln

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June 08, 2026 12:16 ET (16:16 GMT)

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Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

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