DJ MÄRKTE ASIEN/Nahost-Krieg und KI-Sorgen belasten
DOW JONES--Eine Eskalation des Iran-Kriegs setzt die asiatischen Aktienmärkte am Mittwoch unter Druck. Nach dem Abschuss eines US-Hubschraubers haben die USA mit massiven Angriffen auf iranische Ziele zurückgeschlagen. Teheran griff daraufhin laut iranischen Medien US-Stützpunkte in der Golfregion und in Jordanien an. Die militärischen Auseinandersetzungen lassen Zweifel am Fortschritt eines möglichen Friedensabkommens aufkommen. Die nur moderat steigenden Ölpreise zeigen aber, dass Anleger weiterhin auf ein Abkommen zur Beendigung des Krieges hoffen.
Zudem berichten Händler auch wieder über aufkommende Zweifel an den langfristigen Renditen bei Künstlicher Intelligenz, weswegen der Technologiesektor in einigen Teilen der Region unter Druck steht. Bereits an der Wall Street hatten Technologiewerte gelitten. Die in den USA am Nachmittag (MESZ) anstehenden Verbraucherpreise vergrößern die Vorsicht gegenüber Technologietiteln. "Ein hoher Inflationswert würde die Erwartungen an 'länger hohe' US-Zinsen untermauern, (...) insbesondere da der Konflikt zwischen den USA und dem Iran keine Anzeichen für eine schnelle Lösung zeigt, urteilt MUFG-Analyst Lloyd Chan. Die Spannungen im Nahen Osten stünden weiterhin im Mittelpunkt, die Spannungen belasteten die globale Risikostimmung.
Als Barometer für Investitionen in Künstliche Intelligenz gilt der südkoreanische Kospi, der die regionalen Verluste anführt und damit die extreme Volatilität der vergangenen Tage fortsetzt. Auch am Mittwoch gibt es daher Handelsunterbrechungen. Der Index verliert 6,3 Prozent, die Halbleiter-Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix stürzen um 6,5 bzw. 7,2 Prozent ab.
In Japan sinkt der Nikkei-225 um 2,2 Prozent auf 63.976 Punkte. Anleger konzentrierten sich auf die Entwicklungen im Nahen Osten, heißt es. Im Technologiesektor brechen Softbank Group um 9,5 Prozent ein. In China gibt der Shanghai-Composite 0,6 Prozent nach - der HSI in Hongkong 1,1 Prozent. Die Verbraucher- und Erzeugerpreise in der Volksrepublik sind gestiegen im Mai, die Verbraucherpreise einen Tick weniger als gedacht, die Erzeugerpreise dafür aber etwas stärker. Die Inflation der Erzeugerpreise hat sich damit beschleunigt, da der andauernde Konflikt im Nahen Osten die Energie- und Rohstoffkosten weiter in die Höhe treibt. "Der Inflationsdruck im Verbrauchersektor ist nicht stark, da die Inlandsnachfrage schwach bleibt", sagt Ökonom Zhiwei Zhang von Pinpoint Asset Management.
=== INDEX zuletzt +/- % % YTD Handelsschluss S&P/ASX 200 (Sydney) 8.607,20 +0,0 -1,2 08:00 Nikkei-225 63.975,54 -2,2 - 08:00 Topix 500 (Tokio) 2.998,82 -1,6 +12,7 08:00 Kospi (Seoul) 7.587,45 -6,3 +80,0 08:30 Hang-Seng (Hongkong) 24.292,95 -1,1 -5,2 10:00 Shanghai-Composite 3.986,66 -0,6 +0,5 09:00 Straits-Times (Singapur) 4.970,96 -1,0 +7,0 11:00 IDX Comp. (Indonesien) 5.855,84 +1,9 -32,2 10:00 KLCI (Malaysia) 1.681,25 +0,3 +0,1 10:00 DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Di, 09:33 % YTD EUR/USD 1,1545 +0,0 1,1543 1,1539 -1,7 EUR/JPY 185,14 +0,0 185,09 184,86 +0,6 EUR/GBP 0,8627 +0,0 0,8624 0,8633 -1,0 USD/JPY 160,34 -0,0 160,36 160,17 +2,4 USD/KRW 1.523,81 +0,1 1.522,48 1.517,68 +5,8 USD/CNY 6,7743 +0,0 6,7722 6,7708 -3,1 USD/CNH 6,7771 -0,0 6,7776 6,7704 -2,9 USD/HKD 7,8369 -0,0 7,8374 7,8364 +0,7 AUD/USD 0,7017 -0,2 0,7028 0,7051 +5,2 NZD/USD 0,5813 -0,1 0,5816 0,5828 +1,0 BTC/USD 61.202,75 -1,5 62.119,02 63.141,29 -30,2 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 88,68 +0,5 0,48 88,20 Brent/ICE 92,09 +0,7 0,64 91,45 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.174,04 -2,1 -88,48 4.262,52 Silber 63,60 -2,7 -1,75 65,36 Platin 1.657,50 -4,0 -69,05 1.726,55 (Angaben ohne Gewähr) ===
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