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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

TAGESTHEMA

Die USA haben mit Militärschlägen gegen den Iran auf den Abschuss eines US-Apache-Hubschraubers in der Nähe der Straße von Hormus reagiert. Laut dem US-Zentralkommando (Centcom) dauerten sie mehrere Stunden und waren vom US-Präsidenten angeordnet worden. Ein ranghoher US-Regierungsvertreter sprach von drei Angriffswellen, die sich gegen iranische Luftabwehr- und Radaranlagen in der Nähe der Straße von Hormus gerichtet hätten. Luftwaffen- und Marinekampfflugzeuge setzten Präzisionsmunition gegen die Ziele ein, zu denen laut Centcom auch Bodenstationen gehörten. Als Reaktion darauf erklärte das iranische Korps, es habe einen Drohnenangriff auf die US-Fünfte Flotte in Bahrain gestartet, woraufhin diese ihre Bürger in den sozialen Medien aufforderten, sich "zum nächstgelegenen sicheren Ort zu begeben". Die kuwaitische Armee verbreitete in sozialen Medien, sie fange eingehendes Feuer ab.

AUSBLICK UNTERNEHMEN

07:00 DE/Heidelberger Druckmaschinen AG, Jahresergebnis (11:00 BI-PK)

09:00 SE/Volvo AB, Kapitalmarkttag

09:30 DE/Evonik Industries AG, Innovationspressekonferenz

10:00 DE/Renk Group AG, HV

10:00 DE/Medios AG, HV

10:00 DE/Patrizia SE, HV

11:00 DE/RAG-Stiftung, Jahres-PK

21:05 US/Oracle Corp, Jahresergebnis

DIVIDENDENABSCHLAG

(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)

Unternehmen       Dividende 
Eurokai         1,70 EUR (reguläre Dividende) 
Eurokai         0,50 EUR (Sonderdividende) 
Jenoptik         0,40 EUR 
Krones          2,80 EUR 
 

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
  14:30 Verbraucherpreise Mai 
     PROGNOSE: +0,5% gg Vm/+4,2% gg Vj 
     zuvor:   +0,6% gg Vm/+3,8% gg Vj 
     Verbraucherpreise Kernrate 
     PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+2,9% gg Vj 
     zuvor:   +0,4% gg Vm/+2,8% gg Vj 
 

ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES

Aktuell: 
              zuletzt +/- % 
DAX Futures        24.473,00  +0,1 
E-Mini-Future S&P-500   7.363,50  -0,4 
E-Mini-Future Nasdaq-100 28.908,75  -0,7 
Topix (Tokio)       3.840,02  -1,4 
Hang-Seng (Hongk.)    24.244,19  -1,3 
Shanghai-Comp.       3.974,43  -0,9 
 
 
Dienstag: 
DAX        24.433,06 -0,7 
DAX-Future    24.534,00 -0,6 
XDAX       24.512,54 +0,3 
MDAX       31.642,54 -1,5 
TecDAX       4.005,67 -1,5 
SDAX       18.024,89 -2,0 
Euro-Stoxx-50   6.049,74 -0,2 
Stoxx-50      5.156,13 -0,5 
Dow-Jones     50.872,11 +0,2 
S&P-500      7.386,65 -0,3 
Nasdaq Composite 25.678,82 -1,0 
 

FINANZMÄRKTE

EUROPA

Ausblick: Für den Start deutet sich eine knapp behauptete Tendenz an. Die Vorgabe der Wall Street ist durchwachsen. Zwar gaben die Indizes - insbesondere die technologislastigen - nach, allerdings gingen sie auch deutlich über den Tagestiefs aus dem Handel, wobei die Erholung erst nach dem Ende des Handels in Europa einsetzte. Für die Delle hatten von US-Präsident Trump angekündigte Vergeltungsangriffe auf den Iran gesorgt nach einem vorangegangenen Abschuss eines US-Hubschraubers. Verstärkt wurden die Abgaben durch einen Schwächeanfall bei Technologieaktien mit KI-Fantasie, wo es anfangs noch nach einer Fortsetzung der Erholung ausgesehen hatte. Derweil haben die USA in der Nacht tatsächlich mit Militärschlägen gegen den Iran reagiert, worauf wiederum der Iran einen Drohnenangriff auf die US-Fünfte Flotte in Bahrain unternahm. Die erneute Eskalation wird am Markt aber offenbar einmal mehr eher als "Gewalt-Intermezzo" abgetan. Zumindest reagieren die Ölpreise als eine Art Angstbarometer darauf kaum. Für Zurückhaltung an den Börsen könnte zunächst aber sorgen, dass am Nachmittag aus den USA Verbraucherpreise gemeldet werden. Je nachdem wie diese ausfallen, könnten sie stärkere Impulse auf die Inflationserwartungen und damit auch die Zinserwartungen entfalten.

Rückblick: Knapp behauptet - Gestützt durch einen deutlich fallenden Ölpreis ging es phasenweise etwas kräftiger nach oben. Am Nachmittag aufkommender Druck von der Wall Street vor dem Hintergrund von avisierten neuen Kampfhandlungen im Iran sorgte dann aber für einen Stimmungswechsel. Neben Energietiteln (-2,6%) wurden Halbleiteraktien verkauft. Für Infineon ging es um 3,3 Prozent nach unten, für Aixtron um 2,4, für ASML um 0,4 Prozent. Siemens Energy knickten um5,9 Prozent ein, die Aktie wird als "KI-Ausstatter" gehandelt. GSK gaben um 0,5 Prozent nach. Der Pharmariese hatte trotz eines 10,6 Milliarden Dollar schweren Gebots für das US-Biotechnologieunternehmen Nuvalent seinen Ausblick bestätigt. Airbus gaben nach dem Aus des deutsch-französischen Kampfjetprojekt FCAS um 0,7 Prozent nach. Nach Einschätzung von Analysten hatte sich dies ohnehin abgezeichnet und habe kaum negative wirtschaftliche Folgen. Dassault Aviation büßten 1,0 Prozent ein. In Mailand gewannen Banca Monte dei Paschi di Siena 2,6 Prozent. Die Bank will den Fusionsvorschlag der Banco BPM und das am Vortag aufgeschlagene Kaufangebot von Intesa Sanpaolo nun prüfen. Intesa Sanpaolo legten um 0,9 Prozent zu und BPM um 1,5 Prozent. VodafoneThree soll ein Gebot für das Privatkundengeschäft von TalkTalk abgegeben haben. Wie die "FT" mit Verweis auf Kreise berichtete, würde VodafoneThree damit in den Übernahmekampf um TalkTalk einsteigen. Vodafone gaben um 1,8 Prozent nach, BT Group verloren 3,4 Prozent. Nach der Hochstufung durch die Deutsche Bank auf "Buy" gewannen in der Schweiz Givaudan 7,5 Prozent. Im Sog legten im DAX Symrise um 7,2 Prozent zu.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Leichter - Gesucht waren defensive Titel: Beiersdorf gewannen 2,5 Prozent oder Henkel 2,9 Prozent. Mit einem Minus von 8,5 Prozent führten Salzgitter die Verliererliste im MDAX an. Spezielle Gründe für die Kursschwäche waren im Handel nicht bekannt. Stattdessen wurde auf die allgemeine Sektorschwäche verwiesen. Thyssenkrupp verloren 4,2 Prozent. K+S fielen um 3,2 Prozent zurück. Der Düngemittelhersteller begibt eine Anleihe im Nennwert von 300 Millionen Euro. Sie kann unter bestimmten Konditionen in bis zu 17,91 Millionen Aktien gewandelt werden, was entsprechend gewinnverwässernd wirkt.

XETRA-NACHBÖRSE

Nachbörslich ging es auf breiter Front mit den Kursen etwas nach oben, weil es an der Wall Street zu einer kräftigen Erholung von den Tagestiefs kam.

USA - AKTIEN

Leichter - Nach einem kräftigen Absacker im Handelsverlauf erholten sich die Kurse wieder kräftig von den Tagestiefs. Auslöser für den zwischenzeitlichen Knick waren Ankündigungen von US-Präsident Trump, den Iran als Vergeltung für den Abschuss eines US-Hubschraubers anzugreifen. Abwärts ging es vor allem im Technologiesektor, wo es zunächst noch nach einer Fortsetzung der Erholung ausgesehen hatte. Im Handel wurde auf wieder aufkommende Zweifel des KI-Booms verwiesen. Außerdem sei vor dem 80 Milliarden Dollar schweren Börsengang von SpaceX am Freitag Nervosität aufgekommen. Dieser ziehe Liquidität aus dem Markt und sei extrem ambitioniert bewertet. Außerdem habe die am Mittwoch anstehende Veröffentlichung von US-Verbraucherpreisen für ZUrückhaltung gesorgt. Unter den Einzelwerten sprangen Nuvalent um rund 40 Prozent auf 123,25 Dollar nach oben. Der britische Pharmakonzern GSK kauft das Biotechnologieunternehmen für 10,6 Milliarden Dollar bzw. 124 Dollar je Aktie. Eine Gewinnwarnung drückte den Kurs von Vail Resorts um 4,3 Prozent. Der Lebensmittelkonzern J.M. Smucker legte für sein viertes Geschäftsquartal überraschend gute Zahlen vor, stellte für das laufende Geschäftsjahr aber einen Umsatzrückgang in Aussicht. Die Aktie verbesserte sich um 10,4 Prozent.

USA - ANLEIHEN

Am Anleihemarkt fielen die Renditen; die Zehnjahresrendite sank um 3 Basispunkte auf 4,52 Prozent. Konjunktursorgen hätten den Anleihen etwas Zulauf verschafft, sagten Beobachter und verwiesen auf eine Umfrage, der zufolge sich die Stimmung unter Kleinunternehmen in den USA eingetrübt hat aufgrund der höheren Kraftstoffpreise.

DEVISENMARKT

Der Dollar wertete nach dem kräftigen Anstieg am Freitag angesichts fallender Marktzinsen etwas ab, der Euro stieg bis Börsenschluss auf 1,1543 Dollar. Der Dollar sei als sicherer Hafen momentan nicht gefragt, dazu dürfte die EZB am Donnerstag die Zinsen erhöhen, hieß es.

zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag   Di, 17:20 
EUR/USD     1,1554  +0,1  0,0011     1,1543     1,1560 
EUR/JPY     185,28  +0,1  0,1900    185,0900    185,2300 
EUR/CHF     0,9219  +0,1  0,0005     0,9214     0,9208 
EUR/GBP     0,8626  +0,0  0,0002     0,8624     0,8629 
USD/JPY     160,34  -0,0  -0,0200    160,3600    160,2300 
GBP/USD     1,3388  +0,1  0,0012     1,3376     1,3393 
USD/CNY     6,7729  +0,0  0,0007     6,7722     6,7709 
USD/CNH     6,7751  -0,0  -0,0025     6,7776     6,7735 
AUS/USD     0,7019  -0,1  -0,0009     0,7028     0,7041 
Bitcoin/USD 61.236,87  -1,4  -882,15    62.119,02   61.548,52 
 
 

ROHSTOFFE

zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold    4.195,02  -1,6  -67,50    4.262,52 
Silber     64,13  -1,9   -1,22      65,36 
Platin   1.668,55  -3,4  -58,00    1.726,55 
 

Der Goldpreis fiel im US-Handel um 1,6 Prozent auf 4.257 Dollar je Feinunze und setzte damit seine jüngste Korrektur fort. Im Handel schließt man nun einen Test der 4.000er-Marke nicht mehr aus.

ÖL

zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex   87,88  -0,4   -0,32      88,2 
Brent/ICE   91,50  +0,1   0,05      91,45 
 

Der Preis der Ölsorte Brent fiel bis Börsenschluss um 2,6 Prozent auf 91,78 Dollar das Fass. Im Iran-Krieg setzten die Anleger grundsätzlich weiter auf Entspannung, nachdem sowohl der Iran als auch Israel ihre wechselseitigen Angriffe eingestellt hatten. Daran änderten auch neue Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran nichts nach dem Abschuss eines Apache-Hubschraubers. Im asiatisch dominierten Geschäft am Mittwoch steigen die Preise nur leicht, nachdem sich die USA und der Iran wieder Scharmützel lieferten.

MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR

CHINA - Inflation

Die Inflation der Erzeugerpreise in China hat sich im Mai beschleunigt, weil der Konflikt im Nahen Osten die Energie- und Rohstoffkosten weiter in die Höhe trieb. Der Erzeugerpreisindex stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Prozent, nach einem Anstieg von 2,8 Prozent im April. Ökonomen hatten 3,7 Prozent geschätzt. Im Monatsvergleich stiegen die Erzeugerpreise im Mai um 0,5 Prozent. Damit verlangsamte sich der Anstieg gegenüber dem Plus von 1,7 Prozent im April. Der Verbraucherpreisindex stieg im Jahresvergleich um 1,2 Prozent und damit genauso stark wie im April. Der Wert lag leicht unter der Prognose von 1,3 Prozent. Die Kernrate der Verbraucherpreise stieg im Mai um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, verglichen mit einem Zuwachs von 1,2 Prozent im April, so das Statistikamt.

COMMERZBANK / UNICREDIT

Unicredit hat die Beteiligung an der Commerzbank auf 37,7 Prozent erhöht und Vorwürfe der Commerzbank zurückgewiesen, mit falschen Zahlen zu operieren. "Die direkte Beteiligung von UniCredit beläuft sich zusammen mit den gültigen Annahmen auf rund 37,7 Prozent beziehungsweise auf rund 40,9 Prozent, wenn Instrumente mit einer Option auf physische Abwicklung eingerechnet werden. Beide Zahlen übersteigen die Schwelle von 30 Prozent, die sich Unicredit mit ihrem Angebot zum Ziel gesetzt hatte", heißt es in einer Mitteilung der italienischen Bank. Sie will von nun an täglich mitteilen, wie viele Aktien ihr angedient worden sind.

KRONES

hat die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 sowie die bis 2028 angestrebten Mittelfristziele bestätigt und will für 2025 eine höhere Dividende zahlen. Die Mittelfristziele sehen einen Umsatz von rund 7 Milliarden Euro, eine EBITDA-Marge von 11 bis 13 Prozent und eine Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) von mehr als 20 Prozent vor. Für 2025 zahlt Krones eine Dividende von 2,80 (2024: 2,60) Euro. Im Geschäftsjahr 2025 steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um 7,0 Prozent auf 5,66 Milliarden Euro. Die EBITDA- Marge und der ROCE wurden laut Mitteilung "deutlich" gesteigert.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/mpt/gos

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June 10, 2026 01:43 ET (05:43 GMT)

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Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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