DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien
Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:
TAGESTHEMA
Die USA haben mit Militärschlägen gegen den Iran auf den Abschuss eines US-Apache-Hubschraubers in der Nähe der Straße von Hormus reagiert. Laut dem US-Zentralkommando (Centcom) dauerten sie mehrere Stunden und waren vom US-Präsidenten angeordnet worden. Ein ranghoher US-Regierungsvertreter sprach von drei Angriffswellen, die sich gegen iranische Luftabwehr- und Radaranlagen in der Nähe der Straße von Hormus gerichtet hätten. Luftwaffen- und Marinekampfflugzeuge setzten Präzisionsmunition gegen die Ziele ein, zu denen laut Centcom auch Bodenstationen gehörten. Als Reaktion darauf erklärte das iranische Korps, es habe einen Drohnenangriff auf die fünfte US-Flotte in Bahrain gestartet, woraufhin diese ihre Bürger in den sozialen Medien aufforderten, sich "zum nächstgelegenen sicheren Ort zu begeben". Die kuwaitische Armee verbreitete in sozialen Medien, sie fange eingehendes Feuer ab.
AUSBLICK UNTERNEHMEN +
21:05 US/Oracle Corp, Jahresergebnis
AUSBLICK KONJUNKTUR
- US
14:30 Realeinkommen Mai
14:30 Verbraucherpreise Mai
PROGNOSE: +0,5% gg Vm/+4,2% gg Vj
zuvor: +0,6% gg Vm/+3,8% gg Vj
Verbraucherpreise Kernrate
PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+2,9% gg Vj
zuvor: +0,4% gg Vm/+2,8% gg Vj
16:30 Rohöllagerbestandsdaten (Woche) der staatlichen Energy
Information Administration (EIA) Vorwoche
- CA
15:45 Bank of Canada (BoC), Ergebnis der Sitzung des geldpolitischen Rats
ÜBERSICHT INDIZES
Index zuletzt +/- % E-Mini-Future S&P-500 7.366,75 -0,4 E-Mini-Future Nasdaq-100 28.938,50 -0,6 S&P/ASX 200 (Sydney) 8.643,90 +0,5 Topix-500 (Tokio) 3.840,82 -1,4 Kospi (Seoul) 7.585,68 -6,3 Shanghai-Composite 3.982,22 -0,7 Hang-Seng-Index (Hongkong) 24.334,43 -0,9
FINANZMÄRKTE
OSTASIEN (VERLAUF)
Eine Eskalation des Iran-Kriegs setzt die Aktienmärkte unter Druck. Die militärischen Auseinandersetzungen lassen Zweifel am Fortschritt eines möglichen Friedensabkommens aufkommen. Die nur moderat steigenden Ölpreise zeigen aber, dass Anleger weiterhin auf ein Abkommen hoffen. Zudem berichten Händler auch wieder über aufkommende Zweifel an den langfristigen Renditen bei KI, weswegen der Technologiesektor in einigen Teilen der Region unter Druck steht. Bereits an der Wall Street hatten Technologiewerte gelitten. Die in den USA am Nachmittag (MESZ) anstehenden Verbraucherpreise vergrößern die Vorsicht gegenüber Technologietiteln. Als Barometer für KI-Investitionen gilt der südkoreanische Kospi, der die regionalen Verluste anführt und damit die extreme Volatilität der vergangenen Tage fortsetzt. Die Halbleiter-Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix stürzen um 6,5 bzw. 7,2 Prozent ab. Auch in Japan stehen Sektorwerte zumindest teilweise unter Druck, Softbank Group brechen um 9,5 Prozent ein. In China untermauern Inflationsdaten eine mäßige Inlandsnachfrage. Die Verbraucher- und Erzeugerpreise in der Volksrepublik sind gestiegen im Mai, die Verbraucherpreise einen Tick weniger als gedacht, die Erzeugerpreise dafür aber etwas stärker.
WALL STREET
INDEX zuletzt +/- % +/- abs.
DJIA 50.872,11 +0,2 +86,10
S&P-500 7.386,65 -0,3 -19,08
NASDAQ Comp 25.678,82 -1,0 -250,84
NASDAQ 100 29.084,50 -1,1 -329,76
Umsatzdaten
Dienstag Montag
Umsatz NYSE (Aktien) 1,35 Mrd 1,21 Mrd
Gewinner 1.764 1.295
Verlierer 987 1.446
Unverändert 86 98
Leichter - Nach einem kräftigen Absacker im Handelsverlauf erholten sich die Kurse wieder kräftig von den Tagestiefs. Auslöser für den zwischenzeitlichen Knick waren Ankündigungen von US-Präsident Trump, den Iran als Vergeltung für den Abschuss eines US-Hubschraubers anzugreifen. Abwärts ging es vor allem im Technologiesektor, wo es zunächst noch nach einer Fortsetzung der Erholung ausgesehen hatte. Im Handel wurde auf wieder aufkommende Zweifel des KI-Booms verwiesen. Außerdem sei vor dem 80 Milliarden Dollar schweren Börsengang von SpaceX am Freitag Nervosität aufgekommen. Dieser ziehe Liquidität aus dem Markt und sei extrem ambitioniert bewertet. Außerdem habe die am Mittwoch anstehende Veröffentlichung von US-Verbraucherpreisen für ZUrückhaltung gesorgt. Unter den Einzelwerten sprangen Nuvalent um rund 40 Prozent auf 123,25 Dollar nach oben. Der britische Pharmakonzern GSK kauft das Biotechnologieunternehmen für 10,6 Milliarden Dollar bzw. 124 Dollar je Aktie. Eine Gewinnwarnung drückte den Kurs von Vail Resorts um 4,3 Prozent. Der Lebensmittelkonzern J.M. Smucker legte für sein viertes Geschäftsquartal überraschend gute Zahlen vor, stellte für das laufende Geschäftsjahr aber einen Umsatzrückgang in Aussicht. Die Aktie verbesserte sich um 10,4 Prozent.
USA - ANLEIHEN
Am Anleihemarkt fielen die Renditen; die Zehnjahresrendite sank um 3 Basispunkte auf 4,52 Prozent. Konjunktursorgen hätten den Anleihen etwas Zulauf verschafft, sagten Beobachter und verwiesen auf eine Umfrage, der zufolge sich die Stimmung unter Kleinunternehmen in den USA eingetrübt hat aufgrund der höheren Kraftstoffpreise.
DEVISENMARKT
Der Dollar wertete nach dem kräftigen Anstieg am Freitag angesichts fallender Marktzinsen etwas ab, der Euro stieg bis Börsenschluss auf 1,1543 Dollar. Der Dollar sei als sicherer Hafen momentan nicht gefragt, dazu dürfte die EZB am Donnerstag die Zinsen erhöhen, hieß es.
DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Di, 09:33 % YTD EUR/USD 1,1553 +0,1 1,1543 1,1539 -1,6 EUR/JPY 185,25 +0,1 185,09 184,86 +0,7 EUR/GBP 0,8627 +0,0 0,8624 0,8633 -1,0 USD/JPY 160,34 -0,0 160,36 160,17 +2,4 USD/KRW 1.523,80 +0,1 1.522,48 1.517,68 +5,8 USD/CNY 6,7737 +0,0 6,7722 6,7708 -3,1 USD/CNH 6,7757 -0,0 6,7776 6,7704 -2,9 USD/HKD 7,8364 -0,0 7,8374 7,8364 +0,7 AUD/USD 0,7018 -0,1 0,7028 0,7051 +5,2 NZD/USD 0,5814 -0,0 0,5816 0,5828 +1,0 BTC/USD 61.319,70 -1,3 62.119,02 63.141,29 -30,1
ROHSTOFFE
Der Goldpreis fiel um 1,6 Prozent auf 4.257 Dollar je Feinunze und setzte damit seine jüngste Korrektur fort. Im Handel schließt man nun einen Test der 4.000er-Marke nicht mehr aus.
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.205,85 -1,3 -56,67 4.262,52 Silber 64,61 -1,1 -0,75 65,36 Platin 1.674,70 -3,0 -51,85 1.726,55 (Angaben ohne Gewähr)
ÖL
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 88,11 -0,1 -0,09 88,20 Brent/ICE 91,47 +0,0 0,02 91,45
Der Preis der Ölsorte Brent fiel bis Börsenschluss um 2,6 Prozent auf 91,78 Dollar das Fass. Im Iran-Krieg setzten die Anleger grundsätzlich weiter auf Entspannung, nachdem sowohl der Iran als auch Israel ihre wechselseitigen Angriffe eingestellt hatten. Daran änderten auch neue Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran nichts nach dem Abschuss eines Apache-Hubschraubers.
Im asiatisch dominierten Geschäft am Mittwoch steigen die Preise nur leicht, nachdem sich die USA und der Iran wieder Scharmützel geliefert haben.
MELDUNGEN SEIT MITTWOCH 20.00 UHR
INFLATION CHINA
Die Inflation der Erzeugerpreise hat sich im Mai beschleunigt, da der andauernde Konflikt im Nahen Osten die Energie- und Rohstoffkosten weiter in die Höhe trieb. Der Erzeugerpreisindex stieg um 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr und beschleunigte sich damit nach einem Anstieg von 2,8 Prozent im April. Der Wert übertraf den prognostizierten Anstieg von 3,7 Prozent.
Chinas Verbraucherpreise stiegen im Jahresvergleich um 1,2 Prozent und blieben damit gegenüber April unverändert. Damit wurden die Erwartungen unterboten.
ANTHROPIC
veröffentlicht ein Modell der nächsten Generation - die sogenannte "Mythos-Klasse" - für die breite Öffentlichkeit. Dieses ist mit Sicherheitsbarrieren ausgestattet, die die Nutzung sicherheitsrelevanter Bereiche wie Cybersicherheit und biologischer Forschung blockieren sollen. Das Sprachmodell mit dem Namen Claude Fable 5 wird es Nutzern ermöglichen, Anfragen an "Mythos" zu richten, die das Unternehmen bislang als zu gefährlich für eine breite Veröffentlichung eingestuft hatte. Wenn Nutzer Fable zu sensiblen Themen wie Biowaffen oder der Ausnutzung von Softwarefehlern befragt, wird das System sie auf die ältere Version des Claude-Chatbots, Opus 4.8, verweisen.
BLACKSTONE
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
June 10, 2026 02:02 ET (06:02 GMT)
DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien -2-
Der weltgrößte Private-Equity-Investor Blackstone treibt trotz der wirtschaftlichen Schwäche seine Investitionsoffensive in Europa voran. Der US-Konzern hatte angekündigt, in den nächsten zehn Jahren 500 Milliarden Euro auf dem Kontinent zu investieren. "Wir fühlen uns wohl damit, auch wenn Europa insgesamt langsamer wächst", sagte Jonathan Gray, Chief Operating Officer bei Blackstone, dem Handelsblatt. "Wir würden gerne noch mehr in Deutschland investieren." Das Land sei besonders dank seines Industrie-Know-hows spannend für Investoren. (Handelsblatt)
GM
steigt tiefer in das Energiespeichergeschäft ein und plant die Entwicklung und den Einsatz von Natrium-Ionen-Batterien für Anwendungen im Netzmaßstab. Der Autohersteller teilte mit, dass der Plan in Partnerschaft mit Peak Energy, einem privat geführten Batterieunternehmen, umgesetzt werde. Ziel sei es, das durch Rechenzentren für Künstliche Intelligenz belastete Stromnetz zu entlasten.
SIGMA HEALTHCARE
führt Gespräche über eine mögliche Übernahme der britischen Drogeriekette Boots. Das australische Unternehmen erklärte, die Gespräche befänden sich noch in einem frühen Stadium. Man sei bestrebt, über den Heimatmarkt hinaus zu wachsen.
STARBUCKS
Die US-Kaffeekette prüft laut Bloomberg verschiedene Optionen für ihre Tochtergesellschaft in Japan, darunter auch einen Anteilsverkauf. Der könnte mit 2,5 bis etwa 3 Milliarden US-Dollar bewertet werden. Auch ein Börsengang des Geschäfts stelle eine Option dar.
VISA / MASTERCARD
Ein US-Bundesrichter hat eine Einigung zwischen Visa und Mastercard sowie einer Gruppe von Händlern zunächst gebilligt und damit den Weg für mögliche große Veränderungen bei Kreditkartenprämien geebnet. Die Vereinbarung würde einen 20-jährigen Rechtsstreit zwischen den Kartennetzbetreibern und einer Gruppe von Händlern beenden, die die abgerechneten Transaktionsgebühren für zu hoch erklärt hatten. Die im November erzielte Einigung würde den Händlern mehr Flexibilität geben, bestimmte Kreditkarten abzulehnen, und vorschreiben, dass die Transaktionsgebühren über mehrere Jahre hinweg gesenkt werden.
HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/cln/mpt/gos/flf
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June 10, 2026 02:02 ET (06:02 GMT)
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