Leipzig (ots) -
Wer Anspruch auf den Leipzig-Pass hat, musste bislang häufig mehrere Behördengänge in Kauf nehmen. Passbild mitbringen, Formulare ausfüllen, Unterlagen vorlegen, warten. Dabei lagen die entscheidenden Informationen vieler Betroffener der Verwaltung bereits vor. Genau an diesem Punkt setzte die Stadt Leipzig an - mit dem Ziel, eine wichtige soziale Leistung einfacher zugänglich zu machen und Verwaltungsprozesse grundlegend neu zu denken.
Für diesen innovativen Ansatz sind das Sozialamt, das Amt Bürgerservice, das Amt für Jugend und Familie sowie das Amt für Digitalisierung und Organisation der Stadt Leipzig mit dem "Roland - Deutscher Verwaltungspreis Projektmanagement" in der Kategorie Lokal ausgezeichnet worden. Die GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V. würdigt damit ein behördenübergreifendes Projektteam, das gezeigt hat, wie moderne Verwaltung durch professionelles Projektmanagement bürgernäher, effizienter und sozial wirksamer gestaltet werden kann. Die Preisverleihung fand am 9. Juni 2026 im Rahmen des 12. Zukunftskongresses Staat & Verwaltung in Berlin statt.
Mit dem Projekt "Digitalisierung Leipzig-Pass" hat die Stadt Leipzig einen grundlegenden Wandel in der kommunalen Leistungsbereitstellung umgesetzt. Der Leipzig-Pass ermöglicht Bürgerinnen und Bürgern mit geringem Einkommen die Nutzung zahlreicher Vergünstigungen, etwa im öffentlichen Nahverkehr sowie bei Kultur-, Bildungs- und Freizeitangeboten. Bislang musste der Pass gesondert beantragt werden. Das Verfahren war mit zusätzlichem Aufwand für die Anspruchsberechtigten und für die Verwaltung verbunden.
Künftig wird der Leipzig-Pass nicht mehr erst auf Antrag ausgestellt, sondern kann automatisiert und ereignisbasiert erstellt werden, sobald die entsprechenden Anspruchsvoraussetzungen vorliegen. Damit wird der Zugang zu einer wichtigen sozialen Leistung deutlich erleichtert. Menschen, die bereits eine berechtigende Grundleistung erhalten, müssen nicht erneut einen zusätzlichen Verwaltungsprozess anstoßen. Die Verwaltung kommt damit stärker in eine aktive Rolle: Sie stellt Leistungen nicht nur bereit, sondern sorgt dafür, dass sie die Menschen einfacher erreichen.
Das Projekt umfasste weit mehr als die Einführung einer neuen Software. Die Stadt Leipzig modernisierte den Leipzig-Pass technisch, organisatorisch und gestalterisch. Interne Abläufe wurden neu strukturiert, Schnittstellen zwischen beteiligten Fachverfahren geschaffen und Arbeitsprozesse standardisiert. Beteiligt waren unter anderem das Sozialamt, das Amt Bürgerservice, das Amt für Jugend und Familie sowie das Amt für Digitalisierung und Organisation. Hinzu kamen externe Partner und Dienstleister, darunter das Jobcenter Leipzig sowie verschiedene IT-Dienstleister.
Ausschlaggebend für die Auszeichnung waren insbesondere die konsequente Bürgerorientierung, die nachhaltige Verbesserung interner Verwaltungsabläufe sowie die gelungene Verbindung von Digitalisierung, sozialer Teilhabe und professioneller Projektsteuerung. Dr. Julia Kroh, Mitglied der Jury und Leitung Quartiersentwicklung und kommunale Infrastruktur bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein, würdigte in ihrer Laudatio, dass hier nicht lediglich ein analoges Verfahren digitalisiert wurde, sondern ein Verwaltungsprozess grundsätzlich neu gedacht worden ist. Das Projekt zeigt, wie Digitalisierung dann einen echten Mehrwert schafft, wenn sie an einem klaren Nutzen für Bürgerinnen, Bürger und Mitarbeitende ausgerichtet ist.
Auch aus Sicht des Projektmanagements überzeugte das Vorhaben durch eine strukturierte, bereichsübergreifende Zusammenarbeit. Die Projektbeteiligten mussten fachliche, technische, rechtliche, organisatorische und politische Anforderungen zusammenführen. Dabei wurden verschiedene Interessen innerhalb und außerhalb der Verwaltung eingebunden, Risiken bewertet, Entscheidungswege strukturiert und Ziele fortlaufend angepasst. Gerade dieser Umgang mit Komplexität machte das Projekt aus Sicht der GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement zu einem beispielhaften Beitrag für moderne Verwaltungsarbeit.
Anika Nowak-Wetterau, Projektmanagerin im Amt für Digitalisierung und Organisation der Stadt Leipzig, nahm den Preis stellvertretend für das Projektteam entgegen. Sie betonte vor allem die gemeinsame Leistung der vielen Beteiligten: "Dieser Erfolg ist vor allem durch die großartige Zusammenarbeit von vielen engagierten Kolleginnen und Kollegen möglich geworden. Mit viel Mut und vor allem großer Leidenschaft für unsere Bürgerinnen und Bürger sind wir in dieses Projekt gestartet. Entscheidend war, dass wir alle ein gemeinsames Ziel vor Augen hatten: die Menschen in unserer Stadt zu entlasten und Verwaltungsleistungen einfacher zugänglich zu machen. Leipzig, das ist für dich."
Prof. Dr. Peter Thuy, Präsident der GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V., hob die Bedeutung des Projekts für eine bürgerorientierte Verwaltung hervor: "Die Digitalisierung des Leipzig-Passes zeigt eindrucksvoll, dass professionelles Projektmanagement weit mehr ist als die Planung von Terminen, Ressourcen und Arbeitspaketen. Es hilft Verwaltungen dabei, Leistungen aus der Perspektive der Menschen neu zu denken und konkrete Verbesserungen im Alltag zu ermöglichen. Besonders überzeugend ist an diesem Projekt, dass Digitalisierung nicht als Selbstzweck verstanden wurde, sondern als Instrument für mehr Teilhabe, weniger Bürokratie und eine moderne, proaktive Verwaltung."
Der "Roland - Deutscher Verwaltungspreis Projektmanagement" wurde 2026 erstmals in seiner neu ausgerichteten Form vergeben. Mit dem Preis zeichnet die GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V. herausragende Projekte in der öffentlichen Verwaltung aus, die durch professionelles Projektmanagement innovative, nachhaltige und gesellschaftlich relevante Lösungen schaffen. Im Mittelpunkt stehen nicht allein die Ergebnisse der Projekte, sondern die Qualität der Projektarbeit: klare Ziele, strukturierte Zusammenarbeit, wirksames Stakeholdermanagement, nachhaltiger Nutzen und sichtbare Projektmanagement-Kompetenz. Das Projektteam aus Leipzig setzte sich gegen Bewerber aus dem gesamten Bundesgebiet durch.
Der Preis wird in den Kategorien Lokal, Regional und National vergeben. Die Jury machte bei der Preisverleihung die besonders starke Konkurrenz in diesem Jahr deutlich. So seien auch andere Projekte in hohem Maße preiswürdig gewesen, die Stadtverwaltung Leipzig habe jedoch nicht zuletzt durch ihre außergewöhnliche Reife im Bereich "Projektmanagement" überzeugt. In der Kategorie Lokal werden Projekte ausgezeichnet, die auf kommunaler Ebene wirken und unmittelbare Bedeutung für das Lebensumfeld der Bürgerinnen und Bürger haben. Das Projekt "Digitalisierung Leipzig-Pass" steht dabei beispielhaft für eine Verwaltung, die soziale Teilhabe erleichtert, interne Prozesse modernisiert und öffentliche Leistungen konsequent vom Nutzen für die Menschen her denkt.
Pressekontakt:
Sebastian Wieschowski
GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e. V.
E-Mail: s.wieschowski@gpm-ipma.de
Internet: https://www.gpm-ipma.de
Blog: https:// www.gpm-blog.de
Original-Content von: GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e. V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/118675/6291421
Wer Anspruch auf den Leipzig-Pass hat, musste bislang häufig mehrere Behördengänge in Kauf nehmen. Passbild mitbringen, Formulare ausfüllen, Unterlagen vorlegen, warten. Dabei lagen die entscheidenden Informationen vieler Betroffener der Verwaltung bereits vor. Genau an diesem Punkt setzte die Stadt Leipzig an - mit dem Ziel, eine wichtige soziale Leistung einfacher zugänglich zu machen und Verwaltungsprozesse grundlegend neu zu denken.
Für diesen innovativen Ansatz sind das Sozialamt, das Amt Bürgerservice, das Amt für Jugend und Familie sowie das Amt für Digitalisierung und Organisation der Stadt Leipzig mit dem "Roland - Deutscher Verwaltungspreis Projektmanagement" in der Kategorie Lokal ausgezeichnet worden. Die GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V. würdigt damit ein behördenübergreifendes Projektteam, das gezeigt hat, wie moderne Verwaltung durch professionelles Projektmanagement bürgernäher, effizienter und sozial wirksamer gestaltet werden kann. Die Preisverleihung fand am 9. Juni 2026 im Rahmen des 12. Zukunftskongresses Staat & Verwaltung in Berlin statt.
Mit dem Projekt "Digitalisierung Leipzig-Pass" hat die Stadt Leipzig einen grundlegenden Wandel in der kommunalen Leistungsbereitstellung umgesetzt. Der Leipzig-Pass ermöglicht Bürgerinnen und Bürgern mit geringem Einkommen die Nutzung zahlreicher Vergünstigungen, etwa im öffentlichen Nahverkehr sowie bei Kultur-, Bildungs- und Freizeitangeboten. Bislang musste der Pass gesondert beantragt werden. Das Verfahren war mit zusätzlichem Aufwand für die Anspruchsberechtigten und für die Verwaltung verbunden.
Künftig wird der Leipzig-Pass nicht mehr erst auf Antrag ausgestellt, sondern kann automatisiert und ereignisbasiert erstellt werden, sobald die entsprechenden Anspruchsvoraussetzungen vorliegen. Damit wird der Zugang zu einer wichtigen sozialen Leistung deutlich erleichtert. Menschen, die bereits eine berechtigende Grundleistung erhalten, müssen nicht erneut einen zusätzlichen Verwaltungsprozess anstoßen. Die Verwaltung kommt damit stärker in eine aktive Rolle: Sie stellt Leistungen nicht nur bereit, sondern sorgt dafür, dass sie die Menschen einfacher erreichen.
Das Projekt umfasste weit mehr als die Einführung einer neuen Software. Die Stadt Leipzig modernisierte den Leipzig-Pass technisch, organisatorisch und gestalterisch. Interne Abläufe wurden neu strukturiert, Schnittstellen zwischen beteiligten Fachverfahren geschaffen und Arbeitsprozesse standardisiert. Beteiligt waren unter anderem das Sozialamt, das Amt Bürgerservice, das Amt für Jugend und Familie sowie das Amt für Digitalisierung und Organisation. Hinzu kamen externe Partner und Dienstleister, darunter das Jobcenter Leipzig sowie verschiedene IT-Dienstleister.
Ausschlaggebend für die Auszeichnung waren insbesondere die konsequente Bürgerorientierung, die nachhaltige Verbesserung interner Verwaltungsabläufe sowie die gelungene Verbindung von Digitalisierung, sozialer Teilhabe und professioneller Projektsteuerung. Dr. Julia Kroh, Mitglied der Jury und Leitung Quartiersentwicklung und kommunale Infrastruktur bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein, würdigte in ihrer Laudatio, dass hier nicht lediglich ein analoges Verfahren digitalisiert wurde, sondern ein Verwaltungsprozess grundsätzlich neu gedacht worden ist. Das Projekt zeigt, wie Digitalisierung dann einen echten Mehrwert schafft, wenn sie an einem klaren Nutzen für Bürgerinnen, Bürger und Mitarbeitende ausgerichtet ist.
Auch aus Sicht des Projektmanagements überzeugte das Vorhaben durch eine strukturierte, bereichsübergreifende Zusammenarbeit. Die Projektbeteiligten mussten fachliche, technische, rechtliche, organisatorische und politische Anforderungen zusammenführen. Dabei wurden verschiedene Interessen innerhalb und außerhalb der Verwaltung eingebunden, Risiken bewertet, Entscheidungswege strukturiert und Ziele fortlaufend angepasst. Gerade dieser Umgang mit Komplexität machte das Projekt aus Sicht der GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement zu einem beispielhaften Beitrag für moderne Verwaltungsarbeit.
Anika Nowak-Wetterau, Projektmanagerin im Amt für Digitalisierung und Organisation der Stadt Leipzig, nahm den Preis stellvertretend für das Projektteam entgegen. Sie betonte vor allem die gemeinsame Leistung der vielen Beteiligten: "Dieser Erfolg ist vor allem durch die großartige Zusammenarbeit von vielen engagierten Kolleginnen und Kollegen möglich geworden. Mit viel Mut und vor allem großer Leidenschaft für unsere Bürgerinnen und Bürger sind wir in dieses Projekt gestartet. Entscheidend war, dass wir alle ein gemeinsames Ziel vor Augen hatten: die Menschen in unserer Stadt zu entlasten und Verwaltungsleistungen einfacher zugänglich zu machen. Leipzig, das ist für dich."
Prof. Dr. Peter Thuy, Präsident der GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V., hob die Bedeutung des Projekts für eine bürgerorientierte Verwaltung hervor: "Die Digitalisierung des Leipzig-Passes zeigt eindrucksvoll, dass professionelles Projektmanagement weit mehr ist als die Planung von Terminen, Ressourcen und Arbeitspaketen. Es hilft Verwaltungen dabei, Leistungen aus der Perspektive der Menschen neu zu denken und konkrete Verbesserungen im Alltag zu ermöglichen. Besonders überzeugend ist an diesem Projekt, dass Digitalisierung nicht als Selbstzweck verstanden wurde, sondern als Instrument für mehr Teilhabe, weniger Bürokratie und eine moderne, proaktive Verwaltung."
Der "Roland - Deutscher Verwaltungspreis Projektmanagement" wurde 2026 erstmals in seiner neu ausgerichteten Form vergeben. Mit dem Preis zeichnet die GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V. herausragende Projekte in der öffentlichen Verwaltung aus, die durch professionelles Projektmanagement innovative, nachhaltige und gesellschaftlich relevante Lösungen schaffen. Im Mittelpunkt stehen nicht allein die Ergebnisse der Projekte, sondern die Qualität der Projektarbeit: klare Ziele, strukturierte Zusammenarbeit, wirksames Stakeholdermanagement, nachhaltiger Nutzen und sichtbare Projektmanagement-Kompetenz. Das Projektteam aus Leipzig setzte sich gegen Bewerber aus dem gesamten Bundesgebiet durch.
Der Preis wird in den Kategorien Lokal, Regional und National vergeben. Die Jury machte bei der Preisverleihung die besonders starke Konkurrenz in diesem Jahr deutlich. So seien auch andere Projekte in hohem Maße preiswürdig gewesen, die Stadtverwaltung Leipzig habe jedoch nicht zuletzt durch ihre außergewöhnliche Reife im Bereich "Projektmanagement" überzeugt. In der Kategorie Lokal werden Projekte ausgezeichnet, die auf kommunaler Ebene wirken und unmittelbare Bedeutung für das Lebensumfeld der Bürgerinnen und Bürger haben. Das Projekt "Digitalisierung Leipzig-Pass" steht dabei beispielhaft für eine Verwaltung, die soziale Teilhabe erleichtert, interne Prozesse modernisiert und öffentliche Leistungen konsequent vom Nutzen für die Menschen her denkt.
Pressekontakt:
Sebastian Wieschowski
GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e. V.
E-Mail: s.wieschowski@gpm-ipma.de
Internet: https://www.gpm-ipma.de
Blog: https:// www.gpm-blog.de
Original-Content von: GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e. V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/118675/6291421
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