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MÄRKTE USA/Schwächer nach neuen Trump-Drohungen gegen Iran

DJ MÄRKTE USA/Schwächer nach neuen Trump-Drohungen gegen Iran

DOW JONES--Die US-Börsen tendieren am Mittwoch im Verlauf schwächer, nachdem US-Präsident Donald Trump neue Drohungen gegen den Iran ausgesprochen hat. Die Mai-Daten zu den Verbraucherpreisen lagen im Rahmen der Erwartungen, stützten die Aktienkurse aber nur vorübergehend. Der Dow-Jones-Index verliert gegen Mittag (Ortszeit New York) 1,2 Prozent auf 50.271 Punkte. Der S&P-500 gibt um 1,0 Prozent nach und der Nasdaq-Composite um 1,3 Prozent. Vor allem Aktien mit KI-Bezug stehen unter Druck, nachdem neue Zweifel an der Nachhaltigkeit des KI-Booms aufgekommen sind. Auch werde vor dem Mega-Börsengang von SpaceX am Freitag Liquidität aus dem Markt gezogen, heißt es aus dem Handel.

Die Verbraucherpreise stiegen im vergangenen Monat in der Gesamtrate wie von Volkswirten im Konsens erwartet um 0,5 (April: 0,6) Prozent zum Vormonat. Auf Jahressicht betrug der Preisanstieg 4,2 (April: 3,8) Prozent. Auch dies deckte sich mit der Konsenserwartung. In der Kernrate wich der Anstieg mit 0,2 (April: 0,4) Prozent geringfügig von der Konsensschätzung ab, die bei 0,3 Prozent gelegen hatte. Im Vergleich zum Vorjahr betrug die Kernteuerung wie erwartet 2,9 (April: 2,8) Prozent. Ursächlich für den beschleunigten Preisauftrieb ist vor allem der infolge des Nahost-Konflikts kräftig gestiegene Ölpreis.

Die US-Notenbank wird in der kommenden Woche ihre erste Zinssitzung unter der Leitung von Warsh abhalten. Am Markt wird erwartet, dass die Fed dieses Mal die Zinsen noch unverändert lässt. Der Anstieg der Inflation in den vergangenen Monaten in Verbindung mit einer soliden Beschäftigungslage in den USA lässt jedoch immer mehr Marktteilnehmer zu der Überzeugung gelangen, dass die Federal Reserve bis zum Jahresende die Zinsen erhöhen muss, um den Preisauftrieb einzudämmen.

Der Anstieg der Verbraucherpreise sei vor allem der Preisaufwärtsentwicklung an den Zapfsäulen geschuldet, kommentiert Dirk Chlench, Senior Economist bei der LBBW. "Da die Tankstellenpreise im bisherigen Verlauf des Monats Juni nachgegeben haben, sollte damit bereits der Hochpunkt bei der jährlichen Inflationsrate erreicht sein. Dies könnte die US-Notenbank veranlassen, trotz der jüngst starken Entwicklung am US-Arbeitsmarkt bis auf Weiteres von Leitzinserhöhungen abzusehen", meint Chlench.

Der Ölpreis erhält einen Schub durch die Aussage des US-Präsidenten Donald Trump, dass der Iran sich mit Friedensverhandlungen zu viel Zeit gelassen habe und nun den Preis dafür zahle. Er behielt sich die Verschärfung der Angriffe auf den Iran vor. Zuvor hatte die US-Armee mit Vergeltungsschlägen auf den Abschuss eines US-Hubschraubers durch den Iran reagiert. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent steigt um 3 Prozent auf 94,17 Dollar, notiert damit aber immer noch unter als kritisch erachteten Marken.

Am Anleihemarkt zeigen sich die Renditen wenig verändert, nachdem die Inflation immerhin nicht höher als erwartet ausgefallen ist. Die Zehnjahresrendite steht bei 4,53 Prozent. Der Dollar tendiert behauptet. Der Goldpreis gibt deutlicher um gut 3 Prozent nach. Das Edelmetall werde von der Erwartung steigender Zinsen belastet, erklärt ein Marktbeobachter. Denn diese würden die Attraktivität des zinslos gehaltenen Goldes mindern.

Unter den Einzelwerten drückt eine geplante Kapitalerhöhung die Aktie von Super Micro Computer um 16,4 Prozent. Das Unternehmen will 7 Milliarden Dollar einnehmen, um Aufträge für KI-Server im Volumen von 39 Milliarden Dollar abarbeiten zu können.

Nach Börsenschluss wird Oracle Zahlen für das Geschäftsjahr 2025/26 vorlegen. Die Aktie gibt um 0,6 Prozent nach und hält sich damit besser als der Technologiesektor. Auf dem Kurs dürften Befürchtungen lasten, dass KI-Anwendungen das Geschäftsmodell des Software-Unternehmens gefährden könnten. Die Aktie von Cracker Barrel Old Country Store springt derweil um fast 27 Prozent nach oben. Die Restaurantkette hat nach einem starken dritten Geschäftsquartal die Jahresziele erhöht.

Aktien von Speditionsunternehmen geraten unter Druck, nachdem Amazon ein neues Angebot vorgestellt hat. Das Unternehmen will seine Teilladungstransporte in den USA ausweiten. Old Dominion Freight Line verbilligen sich daraufhin um 5,4, J.B. Hunt um 2 und Knight-Swift um 1,2 Prozent. Fedex und UPS fallen um 2,9 und 3,4 Prozent.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          50.271,44  -1,2  -600,67    50.872,11 
S&P-500         7.316,31  -1,0   -70,34    7.386,65 
NASDAQ Comp      25.345,38  -1,3  -333,44    25.678,82 
NASDAQ 100       28.695,89  -1,3  -388,61    29.084,50 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,13 +0,00    4,18      4,11 
5 Jahre           4,26 +0,00    4,29      4,23 
10 Jahre          4,53 +0,00    4,55      4,51 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:20 
EUR/USD          1,1555  +0,1   0,0012     1,1543   1,1560 
EUR/JPY          185,39  +0,2   0,3000     185,09  185,2300 
EUR/CHF          0,9219  +0,1   0,0005     0,9214   0,9208 
EUR/GBP          0,8626  +0,0   0,0002     0,8624   0,8629 
USD/JPY          160,44  +0,1   0,0800     160,36  160,2300 
GBP/USD          1,339  +0,1   0,0014     1,3376   1,3393 
USD/CNY          6,7745  +0,0   0,0023     6,7722   6,7709 
USD/CNH          6,7784  +0,0   0,0008     6,7776   6,7735 
AUS/USD          0,702  -0,1  -0,0008     0,7028   0,7041 
Bitcoin/USD      62.299,38  +0,3   180,36    62.119,02 61.548,52 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         90,91  +3,1    2,71      88,2 
Brent/ICE         94,17  +3,0    2,72      91,45 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.129,49  -3,1  -133,03    4.262,52 
Silber           64,96  -0,6   -0,40      65,36 
Platin         1.699,05  -1,6   -27,50    1.726,55 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/mpt

(END) Dow Jones Newswires

June 10, 2026 12:36 ET (16:36 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

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