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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

TAGESTHEMA

Die USA haben am Mittwoch eine neue Angriffswelle gegen den Iran unternommen. Das Pentagon bezeichnete die Angriffe als einen Akt der Zwangsdiplomatie, der darauf abziele, den Iran zu Zugeständnissen am Verhandlungstisch zu bewegen. "Wenn wir mit Bomben verhandeln müssen, dann verhandeln wir mit Bomben. Und wir sind sehr gut darin", sagte Kriegsminister Hegseth. US-Streitkräfte griffen Dutzende Ziele an, darunter Luftabwehr- und Radaranlagen in der Nähe der Straße von Hormus, sagte ein ranghoher US-Beamter. Iranische Staatsmedien berichteten von Explosionen im ganzen Land, darunter in der Großstadt Karadsch nordwestlich von Teheran und in Gebieten entlang der Straße von Hormus. Staatsmedien meldeten, die iranische Luftabwehr habe sich mit US-Kampfjets auseinandergesetzt. Der Iran erklärte, er habe die US-Fünfte Flotte in Bahrain mit einer Drohne angegriffen.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

19:00 US/Honeywell International Inc, Investorentag

22:05 US/Adobe Inc, Ergebnis 2Q

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
  14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) 
     PROGNOSE: 220.000 
     zuvor:  225.000 
 
  14:30 Erzeugerpreise Mai 
     PROGNOSE: +0,7% gg Vm 
     zuvor:  +1,4% gg Vm 
     Kernrate (ohne Nahrungsmittel und Energie) 
     PROGNOSE: +0,5% gg Vm 
     zuvor:  +1,0% gg Vm 
 

ÜBERSICHT INDIZES

zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.308,25  +0,4 
E-Mini-Future Nasdaq-100  28.746,50  +0,7 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.647,50 -0,1 
Topix-500 (Tokio)      3.826,97  -0,5 
Kospi (Seoul)        7.749,90  +0,3 
Shanghai-Composite      3.985,99  -0,2 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 24.196,63  -0,9 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Leichter - Bis auf Hongkong halten sich die Verluste deutlich in Grenzen, verglichen mit Einbußen von bis zu 2 Prozent an der Wall Street. Belastend wirken laut Marktteilnehmern der anhaltende Ausverkauf bei Technologieaktien und die verstärkten militärischen Angriffe zwischen den USA und dem Iran. Weil ohne eine Friedensvereinbarung die wichtige Ölpassage, die Straße von Hormus, weiter kaum passierbar bleiben dürfte, ziehen in der Folge ziehen die Ölpreise auch wieder an, was wiederum Inflationsbefürchtungen hervorruft. Am Vortag waren neue Inflationszahlen aus den USA zwar weitgehend wie erwartet ausgefallen, sie zeigten damit aber auch das erwartet weiter zu hohe Niveau im Vergleich zum Inflationsziel der US-Notenbank. Zu einer massiven Erholung vom Tagestief in Seoul trägt das Schwergewichts SK Hynix bei. Der Halbleiterhersteller will laut Berichten seine Wafer-Kapazität verdreifachen. Der Kurs liegt mittlerweile knapp 2 Prozent im Plus. In der Breite belasten bei Chipaktien weiter die wieder stärker gespielten Zweifel an der langfristigen Profitabilität der hohen Investitionen in KI-Technologie. Jüngste Nahrung erhalten diese Sorgen durch einen Bericht des Wall Street Journal, wonach das KI-Schwergewicht OpenAI angesichts wachsender Konkurrenz durch den Rivalen Anthropic deutliche Preissenkungen erwägen soll.

WALL STREET

INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     49.918,78  -1,9  -953,33    50.872,11 
S&P-500    7.266,99  -1,6  -119,66    7.386,65 
NASDAQ Comp 25.169,50  -2,0  -509,32    25.678,82 
NASDAQ 100  28.508,03  -2,0  -576,47    29.084,50 
 
           Mittwoch  Dienstag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,27 Mrd  1,35 Mrd 
Gewinner       1.086   1.764 
Verlierer      1.673    987 
unverändert       75     86 
 

Sehr schwach - Die Ankündigung weiterer Angriffe auf den Iran durch die USA und weitere Gewinnmitnahmen im Technologiesektor sorgten für Verluste auf breiter Front. Laut Präsident Trump hat sich der Iran für die Aushandlung eines Friedensabkommens zu viel Zeit gelassen und müsse nun "den Preis dafür bezahlen". Aktien mit KI-Bezug standen weiter unter Druck angesichts anhaltender Zweifel an der Nachhaltigkeit des KI-Booms. Auch werde vor dem Mega-Börsengang von SpaceX am Freitag Liquidität aus dem Markt gezogen, hieß es aus dem Handel. Die mit Spannung erwarteten Verbraucherpreise fielen im Mai wie erwartet aus und entfalteten somit keinen stärkeren Impuls. Unter den Einzelwerten drückte eine geplante Kapitalerhöhung die Aktie von Super Micro Computer um 28 Prozent. Das Unternehmen will 7 Milliarden Dollar einnehmen, um Aufträge für KI-Server im Volumen von 39 Milliarden Dollar abarbeiten zu können. Cracker Barrel Old Country Store sprangen um 22,5 Prozent nach oben. Die Restaurantkette hatte nach einem starken dritten Geschäftsquartal die Jahresziele erhöht. Aktien von Speditionsunternehmen gerieten unter Druck, nachdem Amazon angekündigt hatte, das Transportgeschäft in den USA auszuweiten. Old Dominion Freight Line verbilligten sich um 5,1 Prozent, J.B. Hunt um 2,2 und Knight-Swift um 1,4 Prozent. Fedex und UPS fielen um 3,8 und 4,3 Prozent.

USA - ANLEIHEN

Rendite  +/- Tageshoch Tagestief 
2 Jahre   4,14   +0,01    4,18    4,11 
5 Jahre   4,27   +0,02    4,29    4,23 
10 Jahre  4,55   +0,02    4,55    4,51 
 

Am Anleihemarkt zogen die Renditen leicht an, was im Handel weniger auf die neuen US-Inflationszahlen, sondern die steigenden Ölpreise zurückgeführt wurde. Die Zehnjahresrendite stieg um 2 Basispunkte auf 4,55 Prozent.

DEVISENMARKT

zuletzt +/- %     00:00    Mi, 09:37 % YTD 
EUR/USD     1,1549  +0,1     1,1535     1,1553  -1,7 
EUR/JPY     185,38  +0,1     185,20     185,29  +0,8 
EUR/GBP     0,8629  +0,0     0,8626     0,8627  -1,0 
USD/JPY     160,50  -0,0     160,53     160,36  +2,5 
USD/KRW    1.527,00  +0,3    1.522,31    1.527,52  +6,0 
USD/CNY     6,7748  0,0     6,7745     6,7759  -3,1 
USD/CNH     6,7767  -0,1     6,7821     6,7778  -2,9 
USD/HKD     7,8357  -0,0     7,8366     7,8356  +0,7 
AUD/USD     0,7009  +0,1     0,7002     0,7018  +5,1 
NZD/USD     0,5794  -0,0     0,5796     0,5812  +0,7 
BTC/USD   62.601,75  +1,4   61.749,58    61.684,72 -28,6 
 

Der Dollar zog im US-Handel leicht an mit anziehenden Renditen. Akzente für das Wäghrungspaar Euro/Dollar könnte nun die geldpolitische Entscheidung der EZB am Donnerstag setzen, hieß es. Allgemein wird fest erwartet, dass die Währungshüter die Leitzinsen um 25 Basispunkte anheben werden.

ROHSTOFFE

METALLE

zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
Gold    4.104,81  +0,8     31,35    4.073,46 
Silber     64,30  +1,0      0,61      63,69 
Platin   1.674,25  +0,6      9,77    1.664,48 
 

Der Goldpreis gab stark um 4,5 Prozent nach. Das Edelmetall habe unter der Erwartung steigender Zinsen gelitten, hieß es mit Blick auf die wie erwartet deutlich über dem Inflationsziel der US-Notenbank ausgefallene US-Verbraucherpreisinflation, hieß es. Dies würde die Attraktivität des zinslos gehaltenen Goldes mindern.

ÖL

zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex    90,54  +0,6      0,51      90,03 
Brent/ICE    93,72  +0,7      0,62      93,10 
 

Die Ölpreise zogen nach den Trump-Drohungen weiterer Angriffe auf den Iran an, weil damit Hoffnungen auf einen baldigen Frieden und damit eine Öffnung der Straße von Hormus gedämpft wurden. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent stieg im US-Handel um 2,0 Prozent auf 93,32 Dollar. Im asiatischen Geschäft am Donnerstag geht es weiter nach oben, nachdem es in der Nacht zu erneuten gegenseitigen Angriffen der USA und des Iran kam.

MELDUNGEN SEIT MITTWOCH 20.00 UHR

GENERAL MOTORS

Nach zehntägigem Streik in einem Achsenwerk in Michigan gibt es mit den gewerkschaftlich organisierten Arbeitern dort eine vorläufige Einigung über einen neuen Tarifvertrag. Die Vereinbarung bedarf noch der Zustimmung der rund 970 Stundenlohnarbeiter in dem Werk, was allerdings nicht sicher ist.

OPENAI / ANTHROPIC

will dem Wettbewerber Anthropic offenbar mit drastischen Preissenkungen die Kunden abspenstig machen. Das KI-Unternehmen prüft nach Angaben von Insidern erhebliche Kürzungen bei den Preisen für Tokens - der Maßeinheit, mit der KI-Firmen ihre Produkte abrechnen. Damit würde man Preissenkungen vorwegnehmen, die OpenAI auch von Anthropic erwarte, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Erste geschäftliche Nutzer beschweren sich über die hohen Preise für die Nutzung der KI. OpenAI-CEO Sam Altman sagte kürzlich auf einer Veranstaltung, die Kosten seien zu einem "riesigen Problem" geworden. "Ich denke, wir haben viele Möglichkeiten, den Menschen mehr Wert für weniger Geld zu bieten", fügte er hinzu.

ORACLE

hat im vierten Quartal einen höheren Gewinn ausgewiesen. Stark steigende Umsätze aus dem Cloud-Infrastrukturgeschäft konnten einen Rückgang im Softwarebereich mehr als ausgleichen. Oracle meldete einen Anstieg seiner Cloud-Umsätze um 47 Prozent auf 9,9 Milliarden Dollar. Das Wachstum spiegele die anhaltend starke Nachfrage nach KI-Rechenlasten wider, sagte Co-Chief Executive Officer Clay Magouyrk. Dennoch erwartet Oracle für das laufende Geschäftsjahr einen Rückgang der Bruttomargen. Grund dafür ist der hohe Finanzierungsbedarf für den Aufbau seiner Rechenzentren. Oracle erwartet für das Geschäftsjahr 2027 Netto-Investitionsausgaben von rund 70 Milliarden Dollar. Das Unternehmen geht zudem davon aus, weniger Kapital zur Finanzierung des Rechenzentrumsausbaus aufnehmen zu müssen. Oracle meldete für das vierte Quartal einen Gewinn von 4,3 (Vorjahr: 3,4) Milliarden Dollar oder bereinigt je Aktie von 2,11 Dollar. Analysten hatten 1,96 Dollar erwartet. Der Umsatz stieg um 21 Prozent auf 19,18 Milliarden Dollar und übertraf damit die Analystenprognosen von 19,1 Milliarden. Das Unternehmen bekräftigte seine Prognose von 90 Milliarden Dollar Umsatz im Geschäftsjahr 2027 und hob die Prognose für den bereinigten Gewinn auf 8,05 Dollar je Aktie an. Analysten erwarteten bislang 88,78 Milliarden bzw. 8,02 Dollar.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/mpt/gos

(END) Dow Jones Newswires

June 11, 2026 01:52 ET (05:52 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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