Der DAX konnte heute trotz vieler Störfaktoren sein Kursniveau oberhalb von 24 000 Punkten verteidigen. Die Anleger in Frankfurt blieben aber vor dem anstehenden Mega-IPO von SpaceX weitestgehend im Wartemodus und fokussierten sich auf die altbekannten Modethemen Künstliche Intelligenz und Halbleiter. Im DAX äußerte sich das in einer stärkeren Nachfrage nach den Aktien von Infineon und Siemens Energy. Auch das Energiethema wurde über die Aktien von RWE und Eon gespielt.
Die Europäische Zentralbank geht fortan von einer leicht höheren Preissteigerung aus und prognostiziert für 2026 eine Inflationsrate von drei statt der bisherigen 2,6 Prozent. Im Zuge dessen hat die EZB den Einlagenzinssatz vorsorglich um 25 Basispunkte auf 2,25 Prozent angehoben. Dieser Schritt war weitestgehend erwartet worden. Für etwas Ernüchterung sorgten allerdings die reduzierten Wachstumsprognosen bis in das Jahr 2028 hinein.
Zusätzlich liefen makroökonomische Daten aus den USA über die Nachrichtenticker. Die US-Arbeitsmarktdaten zeigen mit 229 000 Neuanträgen auf Arbeitslosenunterstützung einen schwächeren Trend. Bei der Preisentwicklung kann sich der positive Trend vom Vortag durch die US-Verbraucherpreise nicht bestätigen. Die Erzeugerpreise lagen sowohl auf Monats- als auch auf Jahressicht über den Erwartungen und sprechen damit für sinkende Margen bei den Unternehmen.
Nun gilt an den Finanzmärkten: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel und die Blickrichtung wendet sich in Richtung Federal Reserve und Bank of England. Von diesen Institutionen werden zusätzliche interessante Aussagen mit Überraschungspotenzial erwartet. Nicht zu vergessen sind zudem der große Verfallstermin an den Terminmärkten am Freitag kommender Woche und die bevorstehenden Mega-IPOs von SpaceX, OpenAI und Anthropic. Vor allem diese Termine dürften starke Herausforderungen und Bruchtests für den laufenden Bullenmarkt werden.
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