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MÄRKTE USA/Freundlich - Trump-Drohungen gegen Iran belasten kaum

DJ MÄRKTE USA/Freundlich - Trump-Drohungen gegen Iran belasten kaum

DOW JONES--Im Verlauf des Donnerstagshandels bauen die US-Börsen ihre Gewinne etwas aus. Damit machen die Aktienkurse aber nur einen Teil ihrer Verluste vom Vortag wett. Neue Drohungen des US-Präsidenten Donald Trump in Richtung des Irans verhindern eine deutlichere Erholung. Der Dow-Jones-Index gewinnt gegen Mittag (Ortszeit New York) 0,9 Prozent auf 50.353 Punkte. Der S&P-500 steigt um 0,6 Prozent und der Nasdaq-Composite um 0,9 Prozent. Gesucht sind die zuletzt abverkauften Aktien mit KI-Fantasie. Nvidia, AMD, Micron oder Marvell rücken zwischen 0,5 und rund 6 Prozent vor. Bei Intel (+5,4) stützt die Hochstufung auf "Buy" von "Underperform" durch die Bank of America.

Der Ölpreis zeigt sich wenig beeindruckt davon, dass US-Präsident Donald Trump neue Militärschläge gegen den Iran angekündigt hat. Auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social postete der Präsident, die USA würden den Iran "HEUTE ABEND SEHR HART TREFFEN". Er fügte hinzu, dass die USA die "vollständige Kontrolle" über die iranischen Öl- und Gasmärkte übernehmen würden. Der Preis für ein Barrel Brentöl notiert aktuell 0,3 Prozent höher bei 93,42 Dollar. Die weltweiten Ölvorräte hätten zwar abgenommen, doch konzentriere sich der Markt offenbar noch immer auf die sinkende Nachfrage und das allmählich hinzukommende Angebot, kommentiert Dennis Kissler von BOK Financials.

Auch der Anleihemarkt reagiert gelassen. Die Zehnjahresrendite sinkt um 1 Basispunkt auf 4,53 Prozent. Der Dollar tendiert etwas fester. Der Euro gibt im Gegenzug leicht nach. Auf den Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) hatte er zunächst nicht reagiert. Diese hat wie weithin erwartet den Leitzins um 25 Basispunkte erhöht.

Unter den Konjunkturdaten des Tages sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Vorwoche stärker gestiegen als von Volkswirten prognostiziert, verharrten aber immer noch auf recht niedrigem Niveau. Die Erzeugerpreise stiegen im Mai in der Gesamtrate stärker als von Ökonomen erwartet, in der Kernrate blieb der Anstieg dagegen leicht unter der Konsensschätzung. Die bereits am Mittwoch veröffentlichten Verbraucherpreise waren im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, was den Markt zunächst darin bestärkte, dass die US-Notenbank in der kommenden Woche die Zinsen noch nicht erhöhen dürfte. Zinserhöhungen im weiteren Jahresverlauf gelten mittlerweile aber als wahrscheinlicher als noch vor einigen Wochen angesichts der hartnäckig hohen Inflation bei einer gleichzeitig guten Beschäftigungslage.

Unternehmensseitig hat Oracle Bedenken hinsichtlich der Rentierlichkeit der massiven KI-Investitionen neue Nahrung gegeben. Oracle plant, im Fiskaljahr 2027 bis zu 40 Milliarden Dollar aufzunehmen, neben Anleihen auch noch durch Ausgabe neuer Aktien. Die Zahlen zum vierten Geschäftsquartal des Softwarekonzerns hatten zwar die Erwartungen von Analysten übertroffen, doch geht Oracle davon aus, dass die Kosten für den Ausbau von Datenzentren im laufenden Geschäftsjahr die Marge drücken werden. Die Aktie sackt um fast 12 Prozent ab.

Die Augen der Anleger sind ferner auf SpaceX gerichtet. Das Unternehmen wird voraussichtlich am heutigen Donnerstag den Ausgabekurs für den am Freitag geplanten Börsengang bekanntgeben. SpaceX strebt einen Preis von 135 Dollar je Aktie an. Sollte es so kommen, würden rund 75 Milliarden in die Kasse des Raumfahrt- und KI-Konzerns gespült und SpaceX insgesamt auf eine Bewertung von etwa 1,7 Billionen Dollar kommen. Die entspräche einer extrem hohen Bewertung mit dem 93-fachen des Jahresumsatzes.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          50.352,61  +0,9  +433,83    49.918,78 
S&P-500         7.310,96  +0,6   +43,97    7.266,99 
NASDAQ Comp      25.388,86  +0,9  +219,36    25.169,50 
NASDAQ 100       28.910,31  +1,4  +402,29    28.508,03 
 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,14 +0,02    4,16      4,12 
5 Jahre           4,26 -0,00    4,29      4,24 
10 Jahre          4,53 -0,01    4,57      4,51 
 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:20 
EUR/USD          1,1509  -0,2  -0,0026     1,1535   1,1550 
EUR/JPY          184,75  -0,2  -0,4500      185,2  185,3500 
EUR/CHF          0,9217  -0,1  -0,0007     0,9224   0,9219 
EUR/GBP          0,8632  +0,1   0,0006     0,8626   0,8623 
USD/JPY          160,52  -0,0  -0,0100     160,53  160,4600 
GBP/USD          1,333  -0,3  -0,0036     1,3366   1,3390 
USD/CNY          6,7756  +0,0   0,0011     6,7745   6,7757 
USD/CNH          6,7797  -0,0  -0,0024     6,7821   6,7786 
AUS/USD          0,6992  -0,1  -0,0010     0,7002   0,7016 
Bitcoin/USD      62.753,01  +1,6  1.003,43    61.749,58 62.041,83 
 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         91,04  +1,1    1,01      90,03 
Brent/ICE         93,42  +0,3    0,32      93,10 
 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.096,89  +0,6   23,43    4.073,46 
Silber           64,29  +0,9    0,60      63,69 
Platin         1.678,45  +0,8   13,97    1.664,48 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/mpt

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June 11, 2026 12:32 ET (16:32 GMT)

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Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
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