DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
CHINA/EU - China hat in diesem Monat zwei wichtige diplomatische Treffen mit der EU abrupt abgesagt, da die Spannungen zwischen den beiden Handelsmächten wegen der rasant steigenden chinesischen Exporte in die Staatengemeinschaft zunehmen. Chinesische Beamte sagten die beiden Dialoge in Peking ab - eine Diskussion auf Ministerebene über digitale Themen und eine weitere unter Beteiligung des stellvertretenden Generalsekretärs des diplomatischen Dienstes der EU, Olof Skoog, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten. "Zwei für diesen Monat geplante Dialoge wurden von chinesischer Seite kurzfristig abgesagt", sagte eine Person, die Kenntnis von den Treffen hatte. Es sei kein Grund genannt worden, hieß es. Solche Taktiken werden jedoch häufig von beiden Seiten angewandt, um Unzufriedenheit mit der Politik des jeweils anderen zu signalisieren. Die EU hatte sich im vergangenen Jahr aufgrund anhaltender Handelsstreitigkeiten geweigert, im Vorfeld eines Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs im Juli ein wichtiges Wirtschaftstreffen mit Peking abzuhalten. (Financial Times)
TANKRABATT - Der Deutschlandchef von Vattenfall, Robert Zurawski, kritisiert die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung gegen die Auswirkungen des Irankonflikts als fehlgesteuert. Im Gespräch mit dem Handelsblatt sagte er: "Ein Tankrabatt kommt nur denen zugute, die Verbrenner fahren." Statt die Energiesteuer auf Benzin und Diesel zu reduzieren, wäre es zielführender gewesen, die Stromsteuer zu senken und damit beispielsweise den Umstieg auf Elektroautos zu fördern, so Zurawski. Der Tankrabatt gilt seit Anfang Mai und soll Medienberichten zufolge Ende Juni auslaufen. Er koste Deutschland insgesamt rund 1,6 Milliarden Euro, rechnet Zurawski vor. Sein Unternehmen, sagt er, hätte für dasselbe Geld "10.000 Schnellladesäulen mit 20.000 Ladepunkten bauen" können. (Handelsblatt)
BVR - Die Genossenschaftsbanken dringen auf den Rückbau der Regulierung in Brüssel und auf einen partnerschaftlichen Dialog der Bundesregierung mit dem Bankensektor. "Wer Deutschland modernisieren will, der braucht starke Finanzpartner an seiner Seite", sagte Marija Kolak, Präsidentin des Genossenschaftsbankenverbands BVR, bei der 81. Bankwirtschaftlichen Tagung in Berlin. Die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Finanzmarktes müsse in den Fokus rücken, nachdem Regulierung der Banken die vergangenen 20 Jahre geprägt habe. (Börsen-Zeitung)
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June 12, 2026 00:49 ET (04:49 GMT)
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