Berlin (ots) -
Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) unterstützt die diesjährige Aktionswoche Alkohol der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Die bundesweite Präventionskampagne findet vom 13. bis 21. Juni 2026 statt und steht unter dem Motto "Entdecke, wie viel mehr in dir steckt - mit weniger oder ganz ohne Alkohol".
Die Aktionswoche lädt die Bevölkerung dazu ein, den eigenen Umgang mit Alkohol kritisch zu hinterfragen. Vorträge, Infostände, Diskussionsrunden, Lesungen, Konzerte, Ausstellungen sowie Online-Angebote informieren bundesweit darüber, welche gesundheitlichen Vorteile es hat, weniger oder keinen Alkohol zu trinken, welche Risiken Alkoholkonsum birgt und wo betroffene Menschen mit Alkoholproblemen, Angehörige und Menschen aus dem sozialen Umfeld Unterstützung finden können.
"Alkohol gehört in Deutschland für viele Menschen zum Alltag - seine Risiken werden dabei häufig unterschätzt", sagt BPtK-Präsidentin Dr. Andrea Benecke. "Der Begriff des risikoarmen Konsums hat lange den falschen Eindruck vermittelt, es gebe eine sichere Menge Alkohol. Heute ist klar: Alkohol erhöht gesundheitliche Risiken ab dem ersten Glas. Deshalb brauchen wir Prävention, die den Verzicht auf Alkoholkonsum leichter macht."
Alkoholkonsum erhöht das Risiko für zahlreiche körperliche Erkrankungen und kann psychische Erkrankungen begünstigen, verstärken oder deren Behandlung erschweren. Auch Familien, Kinder und Jugendliche sind von alkoholbezogenen Problemen häufig mitbetroffen. In Deutschland hatten im Jahr 2024 insgesamt 3,9 Millionen Erwachsene zwischen 18 und 64 Jahren eine alkoholbezogene Störung.
"Kinder und Jugendliche brauchen besonderen Schutz vor den Folgen einer alkoholfreundlichen Umgebung", sagt BPtK-Vorstandsmitglied Wolfgang Schreck. "Wer früh erlebt, dass Alkohol selbstverständlich zu Freizeit und Entspannung gehört, übernimmt diese Normalität leichter. Deshalb müssen Werbung, Verfügbarkeit und Anlässe für den Konsum von Alkohol stärker begrenzt werden. Erwachsene haben hier eine klare Vorbildfunktion."
Die BPtK spricht sich dafür aus, Alkoholprävention in Deutschland verbindlicher und wirksamer auszugestalten. Dazu gehören neben Aufklärung und Beratung insbesondere verhältnispräventive Maßnahmen: eine Einschränkung der Verfügbarkeit von Alkohol, umfassende Beschränkungen von Alkoholmarketing, eine wirksamere Preis- und Steuerpolitik, ein besserer Zugang zu Früherkennung, Kurzintervention und Behandlung sowie wirksamere Regeln gegen Alkohol im Straßenverkehr.
Ende März 2026 hat die DHS ein Positionspapier der Allianz Alkoholprävention veröffentlicht, das die BPtK neben einer Vielzahl an weiteren Akteur*innen aus dem Bereich Gesundheitsprävention mitgezeichnet hat. Das Papier benennt die wichtigsten politischen Stellschrauben für eine wirksame Alkoholprävention und macht deutlich: Aufklärung ist wichtig, reicht aber allein nicht aus. Notwendig ist ein Gesamtkonzept, das Gesundheitsschutz, Jugendschutz, Prävention, Früherkennung und Behandlung zusammenführt.
Links:
- Website Aktionswoche Alkohol 2026: https://www.aktionswoche-alkohol.de/aktionswoche/
- Gemeinsames Positionspapier der Allianz Alkoholprävention: https://ots.de/n9ISyk
Pressekontakt:
Ulrike Florian
Pressesprecherin
Telefon: 030 278 785 - 21
E-Mail: presse@bptk.de
Original-Content von: Bundespsychotherapeutenkammer, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/174442/6293050
Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) unterstützt die diesjährige Aktionswoche Alkohol der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Die bundesweite Präventionskampagne findet vom 13. bis 21. Juni 2026 statt und steht unter dem Motto "Entdecke, wie viel mehr in dir steckt - mit weniger oder ganz ohne Alkohol".
Die Aktionswoche lädt die Bevölkerung dazu ein, den eigenen Umgang mit Alkohol kritisch zu hinterfragen. Vorträge, Infostände, Diskussionsrunden, Lesungen, Konzerte, Ausstellungen sowie Online-Angebote informieren bundesweit darüber, welche gesundheitlichen Vorteile es hat, weniger oder keinen Alkohol zu trinken, welche Risiken Alkoholkonsum birgt und wo betroffene Menschen mit Alkoholproblemen, Angehörige und Menschen aus dem sozialen Umfeld Unterstützung finden können.
"Alkohol gehört in Deutschland für viele Menschen zum Alltag - seine Risiken werden dabei häufig unterschätzt", sagt BPtK-Präsidentin Dr. Andrea Benecke. "Der Begriff des risikoarmen Konsums hat lange den falschen Eindruck vermittelt, es gebe eine sichere Menge Alkohol. Heute ist klar: Alkohol erhöht gesundheitliche Risiken ab dem ersten Glas. Deshalb brauchen wir Prävention, die den Verzicht auf Alkoholkonsum leichter macht."
Alkoholkonsum erhöht das Risiko für zahlreiche körperliche Erkrankungen und kann psychische Erkrankungen begünstigen, verstärken oder deren Behandlung erschweren. Auch Familien, Kinder und Jugendliche sind von alkoholbezogenen Problemen häufig mitbetroffen. In Deutschland hatten im Jahr 2024 insgesamt 3,9 Millionen Erwachsene zwischen 18 und 64 Jahren eine alkoholbezogene Störung.
"Kinder und Jugendliche brauchen besonderen Schutz vor den Folgen einer alkoholfreundlichen Umgebung", sagt BPtK-Vorstandsmitglied Wolfgang Schreck. "Wer früh erlebt, dass Alkohol selbstverständlich zu Freizeit und Entspannung gehört, übernimmt diese Normalität leichter. Deshalb müssen Werbung, Verfügbarkeit und Anlässe für den Konsum von Alkohol stärker begrenzt werden. Erwachsene haben hier eine klare Vorbildfunktion."
Die BPtK spricht sich dafür aus, Alkoholprävention in Deutschland verbindlicher und wirksamer auszugestalten. Dazu gehören neben Aufklärung und Beratung insbesondere verhältnispräventive Maßnahmen: eine Einschränkung der Verfügbarkeit von Alkohol, umfassende Beschränkungen von Alkoholmarketing, eine wirksamere Preis- und Steuerpolitik, ein besserer Zugang zu Früherkennung, Kurzintervention und Behandlung sowie wirksamere Regeln gegen Alkohol im Straßenverkehr.
Ende März 2026 hat die DHS ein Positionspapier der Allianz Alkoholprävention veröffentlicht, das die BPtK neben einer Vielzahl an weiteren Akteur*innen aus dem Bereich Gesundheitsprävention mitgezeichnet hat. Das Papier benennt die wichtigsten politischen Stellschrauben für eine wirksame Alkoholprävention und macht deutlich: Aufklärung ist wichtig, reicht aber allein nicht aus. Notwendig ist ein Gesamtkonzept, das Gesundheitsschutz, Jugendschutz, Prävention, Früherkennung und Behandlung zusammenführt.
Links:
- Website Aktionswoche Alkohol 2026: https://www.aktionswoche-alkohol.de/aktionswoche/
- Gemeinsames Positionspapier der Allianz Alkoholprävention: https://ots.de/n9ISyk
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Ulrike Florian
Pressesprecherin
Telefon: 030 278 785 - 21
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