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MÄRKTE EUROPA/Sehr fest - Reise- und Freizeitaktien an der Spitze

DJ MÄRKTE EUROPA/Sehr fest - Reise- und Freizeitaktien an der Spitze

DOW JONES--Europas Börsen behaupten am Freitagmittag ihre kräftigen Gewinne, nachdem sie mit von US-Präsident Trump genährten Hoffnungen auf ein bevorstehendes Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran sehr fest in den Freitag gestartet waren. Der DAX legt um 1,7 Prozent zu auf 24.626 Punkte, der Euro-Stoxx-50 um 1,9 Prozent auf 6.172 Zähler.

Treiber ist der anhaltende Verfall der Ölpreise, die inzwischen auf Zweimonatstiefs liegen, nachdem US-Präsident Trump weitere Angriffe auf den Iran abgesagt hat und zudem von einer unmittelbar bevorstehenden Einigung mit dem Iran sprach - allerdings nicht zum ersten Mal. Das Abkommen soll auch ein Ende der Blockade der Straße von Hormus beinhalten. Wie verlässlich die Aussagen sind, ist unklar, der Iran spricht in seinen offiziellen Medien davon, dass es noch keine Einigung gibt.

Der Brent-Ölpreis fällt aktuell um 3,5 Prozent und liegt mit nun gut 87 Dollar weit unter den Höchstpreisen seit Ausbruch des Krieges jenseits von 120 Dollar. Das dämpft Inflationssorgen und das wiederum Zinserhöhungssorgen. Entsprechend sinken am Anleihemarkt die Renditen. Im Zehnjahresbereich geht es von 3,03 auf 3,00 Prozent nach unten.

Im Technologiesegment und bei Aktien mit KI-Fantasie sorgt für Rückenwind, dass der Rekordbörsengang von SpaceX planmäßig verlaufen ist. Die Aktien wurden zum Stückpreis von 135 Dollar an den Mann gebracht, womit der Raumfahrt- und KI-Konzern rund 75 Milliarden Dollar einsammelte. Mit Spannung wartet der Markt nun auf die Eröffnungskurse im späteren Tagesverlauf.

Sorgen machen sich Fondsmanager aber über den enormen Kapitalbedarf - nicht nur für den SpaceX-Börsengang. Dazu kämen eine ähnlich große Kapitalerhöhung von Alphabet sowie die bevorstehenden Mega-Börsengänge von Anthropic und OpenAI. Dafür muss in den Portfolios Platz geschaffen werden, was andere Aktien der Technologiebranche belasten könnte.

Zu den größeren Tagessiegern gehören Reise- und Freizeitaktien. Die Aktien der Fluggesellschaften Lufthansa, Air France und IAG gewinnen bis zu 9,3 Prozent, die Touristikaktie Tui rückt um 8,7 Prozent vor. Der entsprechende Subindex steigt um rund 5 Prozent und führt die Gewinnerliste an. Im MDAX verteuern sich Fraport um 5,9 Prozent. Der Flughafenbetreiber hat Verkehrszahlen für Mai vorgelegt, Sie sind laut der DZ Bank weitgehend wie erwartet ausgefallen. Das Kursplus dürfte - wie bei den Fluglinienaktien- eher den sinkenden Ölpreisen zu verdanken sein.

Regen Zulauf verzeichnet auch Bankaktien mit einem Plus von rund 4 Prozent. Der Subindx Bau gewinnt als potenzieller Profiteur niedrigerer Zinsen 3,3 Prozent. Einzige Branchenindizes im Minus sind die der Energie- und Versorgeraktien. Sie verlieren 2,6 respektive 0,4 Prozent.

Bei den Einzelwerten geht es im DAX für Siemens Energy um weitere 3,4 Prozent nach oben. Sie waren am Vortag schon um rund 6 Prozent gestiegen, nachdem es an den Tagen zuvor aber auch zu einem kräftigen Rücksetzer gekommen war. Das Unternehmen hat nun über einen Rekordauftragsbestand von 154 Milliarden Euro berichtet. "Besonders interessant waren dabei die Zahlen zur direkten Verknüpfung mit dem Ausbau von Rechenzentren", sagt ein Händler. Daher profitiere die Aktie oft, wenn ein Unternehmen wie beispielsweise Oracle am Mittwoch, weitere Milliardeninvestitionen in den KI-Ausbau stecke. Hintergrund ist der immense Energiebedarf der neuen KI-Datencenter.

Im SDAX steigen Vorwerk um 5,8 Prozent dank eines Großauftrags. Im MDAX fallen Flatexdegiro mit einem Anstieg um 7,3 Prozent aus dem Rahmen. Barclays hat die Aktie des Finanzdienstleisters zum Kauf empfohlen.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.171,57  +1,9   114,61    6.056,96    6,6 
Stoxx-50        5.273,18  +1,5   77,80    5.195,38    7,2 
DAX          24.626,40  +1,7   416,69    24.209,71    0,6 
MDAX          32.169,53  +2,3   713,40    27.039,42    5,1 
TecDAX         3.960,69  +0,8   32,94    3.091,28    9,3 
SDAX          18.254,46  +1,3   227,34    13.062,07    6,3 
FTSE          10.431,67  +1,2   127,79    10.303,88    5,0 
CAC           8.353,87  +1,9   153,07    8.200,79    2,5 
SMI          13.704,96  +1,3   175,31    13.529,65    3,3 
ATX           6.263,54  +3,1   190,87    6.072,67    17,6 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:20 
EUR/USD          1,1575  -0,0  -0,0002     1,1577   1,1550 
EUR/JPY          185,35  +0,1   0,1800     185,17  185,3500 
EUR/CHF          0,9213  +0,1   0,0011     0,9202   0,9219 
EUR/GBP          0,8627  -0,0  -0,0002     0,8629   0,8623 
USD/JPY          160,11  +0,1   0,1900     159,92  160,4600 
GBP/USD          1,3415  +0,0   0,0003     1,3412   1,3390 
USD/CNY          6,7622  -0,2  -0,0134     6,7756   6,7757 
USD/CNH          6,7632  0,0   0,0001     6,7631   6,7786 
AUS/USD          0,7041  -0,1  -0,0007     0,7048   0,7016 
Bitcoin/USD      63.798,27  +0,7   453,99    63.344,28 62.041,83 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         84,08  -4,1   -3,63      87,71 
Brent/ICE          87,1  -3,6   -3,28      90,38 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.209,72  -0,1   -4,12    4.213,84 
Silber           67,17  -0,3   -0,18      67,35 
Platin         1.718,09  -0,1   -1,82    1.719,91 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/gos

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June 12, 2026 07:38 ET (11:38 GMT)

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Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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