DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
BoE sollte bei Zinserhöhungen zögerlicher sein als EZB
Die größere Zurückhaltung der Bank of England (BoE) bei Zinserhöhungen im Vergleich zu den Zentralbanken in Europa scheint gerechtfertigt, schreiben die Analysten von Berenberg in einer Research Note. Großbritannien habe einen schwächeren Arbeitsmarkt als die Eurozone, während der Dienstleistungssektor die Inflation nicht mehr so stark antreibe, so die Analysten. Unterdessen seien die Zinssätze vor dem Energieschock restriktiver gewesen, und die fiskalischen Bedingungen blieben angespannter, so die Analysten. Nach einem starken Jahresauftakt stehe das Land nun vor einem Abschwung, da der Krieg im Iran die Konjunktur belaste, fügen sie hinzu.
BoE könnte Zinsen im Juli anheben - Abwehr von Inflations-Zweitrundeneffekten
Die Bank of England (BoE) könne die Zinsen im Juli um einen Viertelprozentpunkt anheben, um die Risiken von Zweitrundeneffekten bei der Inflation zu verhindern, schreiben die Research-Analysten von Nomura in einer Research Note. Dennoch werde die BoE im Jahr 2027 wahrscheinlich wieder zu Zinssenkungen übergehen, da die Inflationsrisiken nachließen, heißt es weiter. Die Anleger preisen eine 34-prozentige Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die BoE im Juli ein, wie aus Daten von LSEG hervorgeht.
Verbraucherstimmung hellt sich im Juni leicht auf, bleibt aber gedämpft
Die Verbraucherstimmung hat sich zu Beginn des Monats Juni verbessert. Laut der monatlichen Umfrage der University of Michigan haben nachgebende Benzinpreise die wirtschaftliche Laune der Amerikaner gehoben. Der Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan erholte sich von seinem im Mai erreichten Allzeittief und stieg in der ersten Lesung für Juni auf 48,9 Punkte, nach 44,8 einen Monat zuvor. Von The Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten einen Wert von 46 erwartet. Ein endgültiger Wert für Juni, der auf weiteren Interviews basiert, wird noch in diesem Monat veröffentlicht.
Richterin blockiert Trumps Entschädigungsfonds für "politische Opfer"
Eine US-Bundesrichterin hat am Freitag die Trump-Regierung daran gehindert, einen 1,8 Milliarden US-Dollar schweren Entschädigungsfonds für angebliche Opfer der US-Justiz einzurichten. Leonie Brinkema von Bundesbezirksgericht für den östlichen Distrikt von Virginia erlies eine einstweilige Verfügung, die den Fonds vorerst blockiert. Mit den Zusicherungen der Regierung, dass die Pläne für einen solchen Fonds aufgegeben wurden, gab sie sich indes nicht zufrieden - auch wenn der amtierende Justizminister Todd Blanche dem US-Kongress Anfang des Monats mitgeteilt hatte, dass die Regierung den Fonds nicht weiter verfolge.
Revolutionsgarden müssen Trumps Iran-Deal noch zustimmen
Die Sicherheits- und Militärkreise des Irans um die Islamischen Revolutionsgarden haben dem vorläufigen Abkommen von US-Präsident Donald Trump zur Beendigung des Krieges noch nicht zugestimmt, wie Vermittler am Freitag sagten. Ziel der Verhandlungen ist eine Minimalvereinbarung, die die Kämpfe beenden, die Straße von Hormus öffnen und die Grundlage für spätere Gespräche über komplexere Fragen bieten würde. Die Vermittler, die sich seit dem Inkrafttreten eines wackeligen Waffenstillstands um Gespräche bemühen, sehen Fortschritte bei der Überbrückung der Differenzen, auch beim Thema Atom. Iranische Spitzenpolitiker seien mit an Bord. Allerdings werde der Entwurf immer noch von den Hardlinern unter den Sicherheitsbeamten des Iran geprüft.
+++ Konjunkturdaten +++
Brasilien Verbraucherpreise Mai +0,58% (Apr: +0,67%)
Brasilien Verbraucherpreise 12-Monats-Rate Mai +4,72% (Apr: +4,39%)
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June 12, 2026 13:18 ET (17:18 GMT)
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