Berlin (ots) -
Vor dem zehnten Jahrestag des Brexit-Referendums hat der deutsch-britische CDU-Politiker David McAllister den Brexit als Misserfolg bezeichnet. Im rbb24 Inforadio sagte der Vorsitzende des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten im Europa-Parlament: "Der Brexit ist ja ein solcher Flop gewesen, dass andere antieuropäische, europaskeptische, populistische Kräfte diese Forderung gar nicht mehr erheben". Die Brexit-Befürworter hätten ein dynamischeres Wirtschaftswachstum, weniger Bürokratie und neue globale Handelschancen versprochen, die Realität sehe ganz anders aus.
Den rechtspopulistischen Politiker Nigel Farage, der für den Brexit geworben hatte und dessen heutige Partei Reform UK in landesweiten Umfragen mittlerweile vor Labour liegt, bezeichnete David McAllister als gewieften Populisten: "Er hat schweren Schaden mit der Brexit-Kampagne für sein Land angerichtet."
Jetzt gehe es darum, die Zusammenarbeit zwischen EU und Großbritannien zu vertiefen: "Das Vereinigte Königreich wird niemals irgendein Drittland für die Europäische Union sein. Dafür sind wir viel zu eng miteinander verbunden." Die EU sei weiterhin wichtigster Handelspartner Großbritanniens, europäische Länder seien politische Partner in G7, G20 und in der UNO sowie Nato-Verbündete.
McAllister hob den "Wechsel in der Tonalität in London" unter der Regierung von Labour-Premier Keir Starmer gegenüber Brüssel hervor und verwies auf britische Vorschläge in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung, Energie, Forschung und Mobilität. McAllister nannte die Rückkehr des Vereinigten Königreichs in das Erasmus-Plus-Programm als Beispiel: "Wichtig und für alle Beteiligten das Beste wäre, dass wir jetzt bald auch eine Einigung bekommen für die Phase 2028 bis 2034, damit die Studierenden und die Hochschulen dann auch Planungssicherheit haben."
Angesprochen auf eine etwaige Rückkehr des Vereinigten Königreichs in die Europäische Union sagte McAllister: "Wir sollten die Tür immer einen Spalt offenlassen." Wenn die politische Lage in London sich eines Tages wieder beruhigt habe, dann würde die EU eine Rückkehr der Briten nach Worten des Vizepräsidenten der Europäischen Volkspartei sicher auch positiv angehen und begleiten. Es müsse aber auch klar sein: "Brexit macht man genau einmal im Leben. Der Brexit hat Zeit gekostet, Kraft gekostet, Geld gekostet, Nerven gekostet. Wenn sie ein zweites Mal kommen, dann sollten sie kommen, um dauerhaft zu bleiben."
Informationen zu David McAllister: Home | David MCALLISTER | Abgeordnete | Europäisches Parlament (https://www.europarl.europa.eu/meps/de/124806/DAVID_MCALLISTER/home)
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Vor dem zehnten Jahrestag des Brexit-Referendums hat der deutsch-britische CDU-Politiker David McAllister den Brexit als Misserfolg bezeichnet. Im rbb24 Inforadio sagte der Vorsitzende des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten im Europa-Parlament: "Der Brexit ist ja ein solcher Flop gewesen, dass andere antieuropäische, europaskeptische, populistische Kräfte diese Forderung gar nicht mehr erheben". Die Brexit-Befürworter hätten ein dynamischeres Wirtschaftswachstum, weniger Bürokratie und neue globale Handelschancen versprochen, die Realität sehe ganz anders aus.
Den rechtspopulistischen Politiker Nigel Farage, der für den Brexit geworben hatte und dessen heutige Partei Reform UK in landesweiten Umfragen mittlerweile vor Labour liegt, bezeichnete David McAllister als gewieften Populisten: "Er hat schweren Schaden mit der Brexit-Kampagne für sein Land angerichtet."
Jetzt gehe es darum, die Zusammenarbeit zwischen EU und Großbritannien zu vertiefen: "Das Vereinigte Königreich wird niemals irgendein Drittland für die Europäische Union sein. Dafür sind wir viel zu eng miteinander verbunden." Die EU sei weiterhin wichtigster Handelspartner Großbritanniens, europäische Länder seien politische Partner in G7, G20 und in der UNO sowie Nato-Verbündete.
McAllister hob den "Wechsel in der Tonalität in London" unter der Regierung von Labour-Premier Keir Starmer gegenüber Brüssel hervor und verwies auf britische Vorschläge in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung, Energie, Forschung und Mobilität. McAllister nannte die Rückkehr des Vereinigten Königreichs in das Erasmus-Plus-Programm als Beispiel: "Wichtig und für alle Beteiligten das Beste wäre, dass wir jetzt bald auch eine Einigung bekommen für die Phase 2028 bis 2034, damit die Studierenden und die Hochschulen dann auch Planungssicherheit haben."
Angesprochen auf eine etwaige Rückkehr des Vereinigten Königreichs in die Europäische Union sagte McAllister: "Wir sollten die Tür immer einen Spalt offenlassen." Wenn die politische Lage in London sich eines Tages wieder beruhigt habe, dann würde die EU eine Rückkehr der Briten nach Worten des Vizepräsidenten der Europäischen Volkspartei sicher auch positiv angehen und begleiten. Es müsse aber auch klar sein: "Brexit macht man genau einmal im Leben. Der Brexit hat Zeit gekostet, Kraft gekostet, Geld gekostet, Nerven gekostet. Wenn sie ein zweites Mal kommen, dann sollten sie kommen, um dauerhaft zu bleiben."
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