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EUROPAEISCHE ZENTRALBANK Chart 1 Jahr
HSBC
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Wochenrückblick - EZB-Sitzung und Mega IPO


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Zusammen mit Ihnen wollen wir einen Blick auf die aktuelle Wochenhistorie werfen. Was war wichtig? Was bewegte den Markt? Wir haben die wichtigsten Ereignisse übersichtlich für Sie zusammengefasst.

Die großen Indizes zeigten sich in dieser Woche insgesamt stabil. Im Fokus standen die Sitzung der Europäischen Zentralbank, revidierte Wirtschaftsdaten aus Japan, US-Inflationsdaten sowie der bislang größte Börsengang der Geschichte.

Globaler Aktienmarkt - DAX und US-Indizes weitestgehend ruhig

Der DAX startete mit 24.447 Punkten in die Woche und rutschte am Mittwoch auf sein Wochentief bei 24.043 Punkten. Von dort aus setzte zunächst nur eine moderate Erholung ein. Erst nach Börsenschluss am Donnerstag sorgten positive Nachrichten zu den Friedensverhandlungen im Nahen Osten für spürbaren Rückenwind. Am Freitagmorgen kam es zu einem deutlichen Sprung nach oben, der DAX eröffnete bei 24.549 Punkten und damit mehr als 300 Punkte über dem Schlussniveau des Vortags.
In den USA zeigte sich ein ähnliches Bild: Der S&P 500 begann die Woche bei 7.440 Punkten, markierte am Dienstag bei 7.237 Punkten sein Wochentief und erholte sich bis zur Eröffnung am Freitag auf 7.410 Punkte.
Der Nasdaq-100 Index entwickelte sich ähnlich. Der Indizes startete die Woche bei 29.482 Punkten, hatte sein Wochentief ebenfalls am Dienstag bei rund 28.169 Punkte und eröffnete am Freitag wieder bei 29.380 Punkten.
Der Dow Jones Industrial Average eröffnete die Woche bei 50.997 Punkten, gab zwischenzeitlich bis auf 49.916 Punkte nach, legte jedoch am Donnerstagabend nach den positiven Nachrichten innerhalb einer Stunde knapp 700 Punkte zu und startete am Freitag bei 51.148 Punkten. Insgesamt blieb die Wochenbilanz damit vergleichsweise ruhig.

Produkte auf DAX



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Produkte auf Nasdaq-100 Index



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Wichtige Entwicklungen auf politischer Ebene

Zu Beginn der Woche richtete sich der Blick nach Asien: Chinas Staatschef Xi besuchte erstmals seit sieben Jahren Nordkorea. Nach Angaben des chinesischen Außenministeriums soll die Beziehung weiterentwickelt und auf eine neue Stufe gehoben werden. Xi betonte im Vorfeld die "unerschütterliche Freundschaft" und sprach von "neuen Entwicklungschancen" für beide Nachbarländer.
Parallel dazu sorgten im Verlauf der Woche Entwicklungen im Nahen Osten für Aufmerksamkeit. US-Präsident Trump kündigte am Donnerstagnachmittag (deutscher Zeit) massive Angriffe auf den Iran an, sagte diese jedoch kurz darauf wieder ab und verwies auf Bewegung in den Friedensgesprächen. Zudem wurde im Kontext der Ankündigungen auch die Übernahme für Irans Ölindustrie wichtige Insel Charg sowie weitere Punkte der Öl-Infrastruktur zu übernehmen genannt, um eine "vollständige Kontrolle" über Irans Öl- und Gasmärkte zu erlangen.
Am Ölmarkt waren die politischen Entwicklungen spürbar. Die Preise für ein Barrel der Sorten WTI und Brent gaben im Wochenverlauf leicht nach. Der WTI-Crude-Future (Lieferung Juli) startete zu Wochenbeginn bei rund 93 USD und verlor vor allem am Donnerstag deutlich, nachdem Präsident Trump seine Aussagen revidierte und von fortschrittlichen Friedensverhandlungen sprach: Innerhalb einer Stunde fiel der Preis um knapp 4 USD. Bis Freitagmittag notierte WTI bei etwa 84,30 USD. Ein ähnliches Bild zeigte sich bei der Nordseesorte Brent (Lieferung August). Brent eröffnete die Woche bei 95,50 USD, gab am Donnerstag ebenfalls spürbar nach (rund 3%) und wurde bis Freitagmittag bei circa 86 USD pro Barrel gehandelt.

Produkte auf WTI Crude Future



Produkte auf Brent Crude Future



Zentrale konjunkturelle Ereignisse

Zu Wochenbeginn kamen aus Japan revidierte Konjunkturdaten. Die Wirtschaft wuchs im Zeitraum von Januar bis März gegenüber dem Vorquartal langsamer als zunächst angenommen. Belastend wirkten dabei vor allem schwache Anlageinvestitionen. Die vom Kabinettsamt veröffentlichten Zahlen zeigen, dass die Wirtschaft im ersten Quartal mit einer annualisierten Rate von 1,8% expandierte, nach einer ersten Schätzung von 2,1%.
Im Euroraum stand die Geldpolitik im Mittelpunkt. Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöhte am Donnerstagnachmittag erstmals seit drei Jahren die Leitzinsen. Der Einlagensatz, der für viele Spar- und Kreditzinsen als Orientierung dient, steigt um 0,25 Prozentpunkte auf 2,25 Prozent. Hintergrund ist der gestiegene Inflationsdruck: Die Teuerungsrate im Euroraum legte von 1,7 Prozent im Januar auf 3,2 Prozent im Mai zu und liegt damit deutlich über dem EZB-Ziel von zwei Prozent. Als Auslöser wurde die Energiekrise im Zusammenhang mit der geopolitischen Situation im Nahen Osten genannt. Gleichzeitig passte die EZB ihre Erwartungen an und rechnet in den kommenden Jahren mit höherer Inflation als zuletzt angenommen, während sie beim Wachstum weniger Dynamik sieht.
Auch in den USA rückte die Inflation in den Fokus: Im Mai stieg die Teuerung laut Arbeitsministerium in Washington um 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und erreichte damit ein Dreijahreshoch. Der Preisanstieg wurde vor allem durch Treibstoffe getrieben.

Produkte auf EUR/USD



Bedeutende Unternehmensnachrichten

Das wohl wichtigste Unternehmensereignis der Woche rückte am Freitag in den Mittelpunkt. SpaceX geht an die US-Technologiebörse Nasdaq. Damit dürfte in den kommenden Wochen verstärkt Aufmerksamkeit auf die US-Weltraumfirma von Elon Musk und die weitere Platzierung am Markt fallen.
In Europa sorgte der Modebereich für Schlagzeilen. Die britische Frasers Group will den Modehersteller Hugo Boss aus Metzingen vollständig übernehmen. Frasers hielt bislang rund ein Viertel der Boss-Aktien und bietet nun 38 Euro je Aktie, was einem Aufschlag von 4,3 % auf den Schlusskurs vom Mittwoch entspricht. An der Börse wurde der Vorstoß dennoch deutlich gespielt: Die Hugo-Boss-Aktie legte am Donnerstag kräftig zu und sprang zeitweise um fast zehn Prozent auf über 40 Euro - damit auch über den Angebotspreis.
Im US-Tech-Sektor stand Super Micro Computer unter Druck. Das Unternehmen will insgesamt 7 Mrd. USD frisches Kapital aufnehmen, um die stark gestiegene Nachfrage nach KI-Servern bedienen zu können. Anleger reagierten vor allem wegen möglicher Verwässerung bestehender Anteile nervös; die Aktie fiel nachbörslich zeitweise um bis zu neun Prozent. Als Hintergrund nannte Super Micro KI-Serveraufträge im Umfang von rund 39 Mrd. USD von mehr als 20 Kunden, die hohe Vorfinanzierungen für Komponenten erfordern.
Bei Oracle fielen starke Ergebnisse für das vierte Quartal auf: Nach US-GAAP stieg der Gewinn je Aktie um rund 21 % auf etwa 1,45 USD, der Umsatz legte um ungefähr 21 % auf circa 19,2 Mrd. USD zu. Treiber blieb das Cloud-Geschäft mit Erlösen von rund 9,9 Mrd. USD (etwa +46 %). Gleichzeitig rückten die hohen Investitionen stärker in den Fokus: Vor allem Ausgaben für Rechenzentren belasteten den freien Cashflow, der im Quartal bei rund minus 1,9 Mrd. USD lag. Die Marktreaktion fiel verhalten bis negativ aus: Nach einem Schlusskurs von rund 201 USD gab die Aktie nachbörslich um mehr als 10 % nach.

Produkte auf SpaceX

Produkte auf Hugo Boss

Produkte auf Super Micro Computer Inc.

Produkte auf Oracle Corp.



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Quelle: HSBC


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