DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
ENERGIEVERSORGUNG - Der Wiener Energiekonzern OMV warnt vor Engpässen bei der Energieversorgung infolge des Iran-Kriegs. "In Europa müssen wir mehr in unsere langfristige Energiesicherheit investieren und dürfen uns nicht laufend in eine wachsende Abhängigkeit von außen begeben", sagte der OMV-Vorstandsvorsitzende Alfred Stern der Süddeutschen Zeitung. Auf die Frage, ob er Versorgungssicherheit bei Kerosin, Gas und Öl für dieses Jahr garantieren könne, sagte Stern: "Dafür kann ich keine Garantie geben, dafür gibt es zu viele Unsicherheiten. Ich kann nur garantieren, dass es unsere erste Priorität ist, unsere Kunden weiterhin zuverlässig zu versorgen." Prognosen seien in der derzeitigen Situation unvernünftig. Die Energieunternehmen müssten "agil bleiben" und sich auf alles einstellen. "Wir haben uns in den vergangenen 30 Jahren daran gewöhnen dürfen, dass immer genügend da war, nicht nur bei Gas, auch bei Öl und anderem. Wir haben vergessen, dass Versorgungssicherheit Geld kostet, viel Geld." (Süddeutsche Zeitung)
REFORMGIPFEL - Arbeitgeber und Gewerkschaften sind am vergangenen Mittwoch mit diametral verschiedenen Positionen zum Reformgipfel im Bundeskanzleramt gegangen. Das zeigen interne Dokumente, die Arbeitgeber und Gewerkschaften dem Kanzleramt vor Beginn des Treffens übermittelten und die dem Handelsblatt vorliegen. So sehen die Gewerkschaften vor allem drei Gründe für die Wirtschaftsschwäche Deutschlands: Hohe Energie- und Rohstoffkosten, zu geringe öffentliche Investitionen und starke Konkurrenz aus China. Laut den Arbeitgebern kämpfe Deutschland dagegen "mit strukturellen Schwächen, die unabhängig von den außenwirtschaftlichen Schocks bestehen", heißt es im 23-seitigen Papier der Arbeitgeberverbände. "Deutschland erlebt seit mehreren Jahren eine anhaltende Erosion von Produktion und insbesondere industrieller Beschäftigung." Die Gründe dafür seien zu hohe Arbeitskosten, zu schwache private Investitionen, zu hohe Bürokratiekosten und Fachkräftemangel. (Handelsblatt)
FINANZREFORM - Die Bundesregierung und die Länder stehen vor einer Einigung auf eine grundlegende Finanzreform. Man sei bei den Verhandlungen über eine neue Verteilung von finanziellen Lasten vorangekommen, erfuhr das Handelsblatt von mehreren mit den Gesprächen vertrauten Personen. Es zeichne sich ein Kompromiss ab, der beim Treffen von Kanzler Friedrich Merz (CDU) und den Ministerpräsidenten Ende Juni beschlossen werden könnte, hieß es. (Handelsblatt)
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June 15, 2026 00:48 ET (04:48 GMT)
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