Linz (www.anleihencheck.de) - Der Ungarische Forint (HUF) ist am Freitag mit einem Kurs von ca. 352,000 auf einem Vierjahreshoch gewesen, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.Seitdem der Kurs im März ein Jahrestief von knapp unter 400,000 erreicht habe, sei er um ca. 12% gefallen. Der Hauptauslöser für die Entwicklung sei die Abwahl von Viktor Orban Mitte April gewesen. In den letzten Monaten seien die Inflationsdaten sowohl in der Monats- als auch in der Jahresbetrachtung stetig unter den Erwartungen gewesen. Dies habe den Forint weiter gestärkt und Spielraum für eventuelle Zinssenkungen geschaffen. Der Leitzins, welcher lange Zeit bei 6,50% gewesen sei, und nun bei 6,25% stehe, sei prohibitiv hoch genug gewesen, um Ungarns hohe Inflation über knapp zwei Jahre hinweg schrittweise zu brechen. Die Märkte selbst würden davon ausgehen, dass es trotz der unsicheren Weltlage bei der Zinssitzung am 23. Juni eine Zinssenkung um 0,25% geben werde. Der Krieg zwischen den USA und dem Iran habe eine mögliche Zinssenkung im Mai noch verhindert. Der Faktor "hohes inflationäres Risiko durch geopolitische Instabilität" sei der Haupttreiber für eine vorsichtige Notenbankpolitik und werde es auch vorerst bleiben, weil die USA unter Trump eine sogenannte "Wild Card" darstellen würden. Für die nächsten zwölf Monate gehe man in Ungarn von mehreren Zinssenkungen aus, was sich auch in den Kapitalmarktzinsen widerspiegele. (15.06.2026/alc/a/a) ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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