DJ Aktien Schweiz von defensiven Schwergewichten ausgebremst
DOW JONES--Der schweizerische Aktienmarkt hat am Montag mit den kräftigen Aufschlägen an den europäischen Börsen nicht mitgehalten. Für positive Stimmung an den Börsen sorgte die Grundsatzeinigung der USA und des Irans auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs. Die Unterzeichnung ist für Freitag geplant. Die Schlagzeilen befeuerten die Risikoneigung, darunter litten die drei defensiven Schwergewichte an der eidgenössischen Börse. Nestle verloren 0,9 Prozent, Roche und Novartis 1,2 bzw. 1,5 Prozent. Eine Mehrheit der Werte schloss dagegen mit Aufschlägen.
"Wir erwarten in den nächsten zwei Monaten eine Achterbahnfahrt aus guten und schlechten Nachrichten", urteilte die Commerzbank zu den Nahost-Nachrichten. Denn wichtige Details sollen erst später zwischen den Kriegsparteien ausverhandelt werden. Der SMI gewann 0,1 Prozent auf 13.718 Punkte. Unter den 20 SMI-Werten standen sich 14 Kursgewinner und sechs -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 27,09 (zuvor: 25,12) Millionen Aktien. Zurich Insurance legten nach einer positiven Einschätzung der Berenberg-Analysten um 1,5 Prozent zu. Partners Group kletterten um 2,4 Prozent. Der Finanzkonzern hatte Spekulationen über zusätzliche Liquiditätsbeschränkungen seiner Evergreen-Fonds dementiert.
Kühne+Nagel gaben 3,8 Prozent ab, Händler verwiesen auf möglicherweise fallende Frachtraten wegen der Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Holcim waren im Verbund europäischer Sektorwerte gefragt, der Kurs rückte um 3,2 Prozent vor. Nach Einschätzung aus dem Handel profitiert der Sektor weniger von möglichen Aufträgen zum Wiederaufbau in der Region Nahost, sondern vielmehr von der Aussicht auf nachhaltig niedrigere Energiekosten, die für den Sektor von großer Bedeutung sind. Zudem stützten gesunkene Marktzinsen und die Aussicht auf nachlassenden Zinserhöhungsdruck der Notenbanken.
Nach einem angehobenen Ausblick durch Redcare Pharmacy in Deutschland stiegen Docmorris im Fahrwasser um 1,2 Prozent. Der starke Börsengang des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX am vergangenen Freitag und weitere Kursaufschläge am Montag lieferten Rückenwind für heimische Technologiewerte: AMS Osram, VAT, Comet und Inficon verteuerten sich um bis zu 7,1 Prozent. Bystronic stürzten dagegen nach einer zum Teil gesenkten Prognose um 14,5 Prozent ab. Avolta (+3,1%) hatte die teilweise Refinanzierung ihrer im Jahr 2027 fälligen Anleihe über 750 Millionen Euro erfolgreich abgeschlossen.
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June 15, 2026 11:46 ET (15:46 GMT)
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