DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Iran-Abkommen nimmt Zinserhöhung der BoE vom Tisch
Wenn das Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran Bestand hat, dürfte die Bank of England eine Zinserhöhung in diesem Sommer vermeiden können, schreibt James Smith von ING in einer Research Note. Da die Energiepreise nun fallen, dürfte die Inflation unter 4 Prozent bleiben - eine wichtige rote Linie für die Zentralbank. "Die Märkte preisen nun nur noch eine 25-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im Juli und nur eine einzige Zinserhöhung in diesem Jahr ein, nach einem Höchststand von drei", so Smith. Zudem bleibe das Risiko von Zweitrundeneffekten bei der Inflation begrenzt, fügt er hinzu.
Golf-Staaten stehen trotz Friedensabkommens vor langer Erholung
Trotz eines Friedensabkommens zwischen den USA und dem Iran stehe die Wirtschaftsleistung in der Golfregion immer noch vor dem schlimmsten Abschwung seit den frühen 1980er Jahren, schreibt Jason Tuvey von Capital Economics in einer Research Note. Das BIP der Golfstaaten werde 2026 voraussichtlich um etwa 5 bis 6 Prozent sinken, wobei Kuwait, Katar und Bahrain am stärksten betroffen seien, meint Tuvey. Eine Rückkehr zu normalen Energieflüssen könne sich bis 2027 hinziehen, so der Analyst. Die wirtschaftliche Diversifizierung in der Region werde nun schwieriger, während die geopolitischen Beziehungen vor einer Neuordnung stehen könnten, meint Tuvey.
US-Industrieproduktion im Mai leicht gestiegen
Die US-Industrieproduktion ist im Mai leicht gestiegen, wie die US-Notenbank Federal Reserve mitteilte. Die Produktion stieg im vergangenen Monat um 0,1 Prozent, nachdem sie im April um 0,9 Prozent zugelegt hatte. Von The Wall Street Journal befragte Analysten hatten mit einem Zuwachs von 0,3 Prozent gerechnet. Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe stagnierte im Mai nach einem Anstieg von 0,7 Prozent im April. Die Produktion der Versorger sank um 0,4 Prozent. Der Index für den Bergbau stieg im Mai um 1,3 Prozent.
Wachstum der Industrie im Staat New York verlangsamt sich im Juni
Die Industrieaktivität im Staat New York ist im Juni weniger stark als erwartet gewachsen. Dies geht aus der jüngsten monatlichen Ausgabe des Empire State Manufacturing Survey hervor. Die Federal Reserve Bank of New York teilte am Montag mit, ihr landesweiter Index für die Geschäftslage im verarbeitenden Gewerbe sei im Juni langsamer gewachsen. Der Indexwert fiel auf 5,7 von 19,6 im Mai. Von The Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten im Konsens einen Wert von 13,9 erwartet. Der Index für die Auftragseingänge fiel auf 3,5, was auf einen leichten Anstieg der Aufträge hindeutet.
DJG/DJN/apo/kla
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June 15, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
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