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MÄRKTE USA/Wall Street vor wenig verändertem Start - Fed im Blick

DJ MÄRKTE USA/Wall Street vor wenig verändertem Start - Fed im Blick

DOW JONES--Nach der Rally des Vortags scheint die Luft an der Wall Street nach der Erleichterung über das anstehende Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran etwas raus zu sein. Dies liegt auch daran, dass es widersprüchliche Aussagen zur künftigen Rolle des Iran bei der Kontrolle über die Straße von Hormus gibt. Der Aktien-Terminmarkt lässt auf einen gut behaupteten Handelsbeginn am Kassamarkt schließen. Anleger widmen ihre Aufmerksamkeit zudem verstärkt der US-Notenbank, die ihre Beratungen am Dienstag beginnt und am Mittwoch ihre Entscheidungen bekannt geben wird. Im Vorfeld herrscht keine große Bereitschaft, Positionen am Aktienmarkt zu ändern.

Die Fed dürfte das aktuelle Zinsniveau bestätigen, Anleger blicken daher mit wachsender Spannung dem geldpolitischen Ausblick entgegen. Dies gilt umso mehr, weil die aktuelle Sitzung die erste des neuen Fed-Präsidenten Kevin Warsh darstellt. US-Präsident Donald Trump hat diesen eingesetzt, um rasch Zinssenkungen durchzusetzen. Daraus dürfte zwar so schnell nichts werden, aber eine Zinserhöhung im laufenden Jahr wird nicht mehr vollständig eingepreist - ein wichtiger Grund für die jüngste Erholung der Börsen. "Die Aussicht auf niedrigere Energiepreise hat auch die Inflationssorgen gemildert und zu nachgebenden Anleiherenditen beigetragen", merkt Analyst Crispus Nyaga von Empire FX an.

Die Anleiherenditen geben erneut nach, die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen um 3 Basispunkte auf 4,44 Prozent. Dazu tragen auch weiter fallende Ölpreise bei. Denn die Inflation war zuletzt ganz entscheidend vom Ölpreisschock befeuert worden. Nun verbilligt sich Rohöl der Sorte Brent um weitere knapp 3 Prozent, US-Leichtöl der Sorte WTI wird je Barrel unter der Marke von 80 Dollar gehandelt. Neben der Hoffnung auf eine rasche Wiederöffnung der Straße von Hormus sprechen die MUFG-Analysten aber auch von Anzeichen einer schwächeren Nachfrage.

Der US-Dollar bewegt sich vor dem Fed-Entscheid kaum. Gold profitiert unverändert von sinkenden Anleiherenditen, die Feinunze verteuert sich um 0,8 Prozent. Wegen der nahen Zinsentscheidung der Fed zur Wochenmitte dürften die anstehenden Import- und Exportpreise für Mai und auch die Immobiliendaten kaum Beachtung finden. Beide Datensätze werden noch vor der Startglocke veröffentlicht.

Unter den Einzelaktien sorgen weiterhin SpaceX für Furore. Der Konzern übernimmt den KI-gestützten Programmieragenten Cursor für 60 Milliarden US-Dollar. Damit hat das Raketen- und Raumfahrtunternehmen des Tesla-Gründers Elon Musk bereits kurz nach seinem spektakulären Börsengang einen enormen Deal abgeschlossen. Nach dem erfolgreichen Börsendebüt und der anschließenden Rally über zwei Tage steigt der Kurs vorbörslich um weitere 6,7 Prozent, womit der Kurs rund 53 Prozent über Ausgabepreis gehandelt wird. Das Raumfahrt- und KI-Unternehmen könnte somit Amazon am dritten Handelstag bei der Marktkapitalisierung überholen. Anleger seien offenbar nicht auf schnelles Geld bei SpaceX aus und bereit, die Aktie langfristig zu halten, urteilt Analyst Richard Hunter von Interactive Investor. "Die ersten Anzeichen deuten klar darauf hin, dass dies eine Aktie ist, die Anleger in ihre Wachstumsportfolios aufnehmen."

Im Halbleitersektor geht es für Qualcomm (+5,4%) und Micron Technology (+3,5%) weiter aufwärts. Auch andere Titel mit Bezug zur Künstlichen Intelligenz setzen ihre jüngste Rally fort: Sandisk klettern um 2,1 Prozent, Super Micro Computer um 0,7 Prozent. Dave & Buster's brechen dagegen um 17,8 Prozent ein. Der Betreiber von Erlebnisgastonomie verschreckt mit einem niedrigerem Gewinn und gesunkenen Umsätzen in der ersten Periode.

=== 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,05 -0,01    4,07      4,04 
5 Jahre           4,16 -0,02    4,20      4,16 
10 Jahre          4,44 -0,03    4,48      4,44 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:28 Uhr 
EUR/USD          1,1598  +0,1   0,0008     1,1590     1,1603 
EUR/JPY          185,97  +0,1   0,1600     185,81    185,8200 
EUR/CHF          0,922  +0,2   0,0014     0,9206     0,9203 
EUR/GBP          0,8646  +0,1   0,0006      0,864     0,8634 
USD/JPY          160,33  +0,0   0,0100     160,32    160,1500 
GBP/USD          1,3411  -0,0  -0,0001     1,3412     1,3435 
USD/CNY          6,7562  -0,0  -0,0008     6,7570     6,7570 
USD/CNH          6,7565  -0,0  -0,0017     6,7582     6,7583 
AUS/USD          0,7068  -0,0  -0,0003     0,7071     0,7083 
Bitcoin/USD      66.366,71  -0,2  -114,83    66.481,54   66.647,97 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         78,33  -3,0   -2,42      80,75 
Brent/ICE         80,87  -2,8   -2,30      83,17 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.339,07  +0,8   33,24    4.305,84 
Silber           70,47  +0,6    0,46      70,02 
Platin         1.806,25  +2,2   39,00    1.767,25 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/mod

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June 16, 2026 08:14 ET (12:14 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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