DJ XETRA-SCHLUSS/Behauptet - Nach Ölpreisrückgang nun US-Notenbank im Fokus
DOW JONES--Gut behauptet ist der deutsche Aktienmarkt am Dienstag aus dem Handel gegangen. Die Freude über das Rahmenabkommen, das die USA und der Iran am Freitag unterzeichnen wollen, ebbte zwar ab, zumal vieles noch unklar ist. Die Ölpreise fielen mit der Aussicht auf ein Ende der Blockade der Straße von Hormus aber erneut deutlich, was Inflationssorgen milderte.
Der DAX verbesserte sich um 0,1 Prozent auf 24.910 Punkte. Laut Händlern machte sich der Einfluss des Großen Verfalltages an den Terminbörsen am Freitag merkbar. Viele Marktteilnehmer wollten aufgrund ihrer Positionierung den DAX dann nicht über der runden Marke von 25.000 Punkten sehen.
In den Fokus rückte die US-Notenbank, die am Mittwoch erstmals unter dem neuen Chef Kevin Warsh über die Zinsen entscheidet. Weil eine Zinsänderung nicht erwartet wird, gilt das Hauptinteresse den Aussagen zur Inflationsentwicklung. Trump-Kandidat Warsh agiert im gleichen Spannungsfeld wie sein Vorgänger Powell. US-Präsident Trump fordert vehement niedrigere Zinsen, dem steht aber eine viel zu hohe Inflation entgegen.
Am Aktienmarkt sorgten die sinkenden Ölpreise weiter für Auftrieb bei der Lufthansa-Aktie. Tui teigten sich nach dem kräftigen Anstieg am Vortag behauptet.
DAX-Tagessieger waren Gea mit einem Plus von 5,1 Prozent, nachdem die Aktie von der Deutschen Bank auf "Buy" hochgestuft worden war. Für die Analysten spiegelt die aktuelle Aktienbewertung die fundamental gute Lage des Unternehmens nicht wider.
Siltronic fielen um 3,8 Prozent auf 94,00 Euro. Der Waferhersteller hat das Grundkapital im Schnellverfahren, also ohne Bezugsrecht der Aktionäre, um 10 Prozent erhöht. Die neuen Aktien wurden zu 91 Euro platziert. Im Handel wurde der Abschlag zwar als groß bezeichnet, allerdings sei ein Stärkezeichen, dass die Aktien so deutlich über dem Platzierungspreis aus dem Handel gingen.
Bei den Nebenwerten ragten SFC Energy mit einem Plus von 7,8 Prozent hervor. Treiber war hier, dass der Hersteller von Brennstoffzellen die Energieversorgung von Militärfahrzeugen ausrüstet.
Weiter im Blick stand die Entwicklung um die Commerzbank und die übernahmewillige Unicredit. Von den Analysten der Bank of America hieß es, sobald die Unicredit über 50 Prozent an den Deutschen halten, könne sie deren Gewinne in ihren eigenen Bilanzen ausweisen. Daher hoben sie ihr Kursziel auf 100 nach 92 Euro an. Erst mit dem Ende der verlängerten Angebotsfrist am 3.Juli dürfte aber klar werden, welchen Anteil die Unicredit wirklich hält. Während Unicredit um 4,2 Prozent stiegen, gingen Commerzbank 0,3 Prozent höher aus dem Tag.
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June 16, 2026 12:01 ET (16:01 GMT)
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