DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Lane: EZB könnte bei Inflationssorgen Leitzins erneut anheben
Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte ihren Leitzins erneut anheben, trotz der "erfreulichen" Nachricht über ein potenzielles Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran, wie ihr Chefvolkswirt Philip Lane am Dienstag sagte. Die EZB hatte ihren Leitzins in der vergangenen Woche von 2 Prozent auf 2,25 Prozent erhöht und war damit die erste große Zentralbank, die seit Beginn des Nahost-Konflikts Ende Februar ihre Zinsen angehoben hat. Diese Entscheidung fiel, bevor der Iran und die USA am Sonntag mitteilten, dass sie sich auf ein vorläufiges Friedensabkommen geeinigt haben.
Commerzbank erwartet Brent bis Jahresende weiterhin bei 85 USD
Die Commerzbank erwartet, dass die Ölpreise bis zum Jahresende hoch bleiben werden, und prognostiziert für die Rohölsorte Brent einen Preis von rund 85 US-Dollar pro Barrel. "Wir gehen davon aus, dass weitere Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über ein neues Atomabkommen wahrscheinlich äußerst holprig verlaufen werden", meint Thu Lan Nguyen, Leiterin des Rohstoff-Researchs. "Wir bleiben vorsichtig bei der Prognose eines Ölpreisrückgangs deutlich unter das Vorkriegsniveau." Selbst wenn die Straße von Hormus vollständig und nachhaltig wieder geöffnet würde, würde es noch geraume Zeit dauern, bis sich der Schiffsverkehr und die Energieexporte aus der Golfregion normalisieren.
EU-Parlament genehmigt Handelsabkommen mit den USA
Das Europäische Parlament hat dem Handelsabkommen mit den USA zugestimmt. Dies geschah vor Ablauf einer von US-Präsident Donald Trump gesetzten Frist, nach deren Ablauf die Zölle auf Autos erhöht worden wären. Der Schritt eröffnet ein neues Kapitel in den Beziehungen zwischen den beiden Volkswirtschaften. Zuvor gab es eine Achterbahnfahrt für den transatlantischen Handel. Die im vergangenen Jahr eingeführten sogenannten Liberation-Day-Zölle haben die Abgaben auf Warenimporte aus der Europäischen Union erheblich erhöht.
Anstieg der Importpreise blieb im Mai kräftig
Die Preise für US-Energieimporte sind im vergangenen Monat langsamer gestiegen, da sich die Weltwirtschaft an die Auswirkungen des Iran-Konflikts angepasst hat. Der Anstieg der Importpreise insgesamt blieb jedoch hoch, wie das Arbeitsministerium am Dienstag mitteilte. Die Preise für importierte Kraftstoffe kletterten im Mai um 12,5 Prozent, nach einem Anstieg von 18,6 Prozent im April. Bei den Importen ohne Erdöl stiegen die Preise im vergangenen Monat um 0,8 Prozent, verglichen mit einem Anstieg von 0,6 Prozent im April.
US-Baubeginne im Mai stark gefallen
Die Baubeginne in den USA sind im Mai angesichts einer rückläufigen Bautätigkeit stark und deutlicher als erwartet gefallen. Nachfolgend die wichtigsten Punkte aus dem am Dienstag veröffentlichten Bericht des US-Handelsministeriums: Die Baubeginne, ein Indikator für den Neubau von Wohnimmobilien, fielen im Mai um 15,4 Prozent auf 1,177 Millionen. Von The Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten einen Wert von 1,43 Millionen und einen Rückgang der Baubeginne um 2,4 Prozent im Monatsvergleich erwartet. Im Mai sanken die Baubeginne um 8,7 Prozent gegenüber dem gleichen Monat des Jahres 2025. Die Baugenehmigungen, ein weiterer Indikator für die Entwicklung im Wohnungsbau, sanken im Mai um 0,7 Prozent auf 1,413 Millionen. Von The Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten für Mai einen Wert von 1,42 Millionen erwartet.
+++ Konjunkturdaten +++
US/Redbook: Einzelhandelsumsatz erste 2 Wochen Juni +9,2% gg Vorjahr
Brasilien Einzelhandelsumsatz Apr -1,5% gg Vm; +1,0% gg Vj
DJG/DJN/apo/sha
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June 16, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
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