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MÄRKTE USA/Leichter - Dow von Schwergewichten gestützt - SpaceX-Party geht weiter

DJ MÄRKTE USA/Leichter - Dow von Schwergewichten gestützt - SpaceX-Party geht weiter

DOW JONES--Nach der Erleichterungsrally am Dienstag über das anstehende Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran geht es am Dienstag an der Wall Street uneinheitlich zu. Dies liegt zum einen daran, dass viel Unklarheit über den Inhalt der Vereinbarung herrscht, beispielsweise die künftige Rolle des Iran bei der Kontrolle über die Straße von Hormus, zum anderen rückt der Zinsentscheid der US-Notenbank am Mittwoch stärker in den Fokus. Im Vorfeld macht sich dann oft Zurückhaltung breit.

Zur Mittagszeit in New York liegt der eng gefasste Dow-Jones-Index 1,0 Prozent im Plus und setzt seine Rekordjagd fort. Er hängt damit die breiteren Indizes klar ab. Gestützt wird er besonders von kräftigen Gewinnen der Schwergewichte JP Morgan, Caterpillar, Home Depot oder Goldman Sachs. Der breite S&P-500 liegt dagegen knapp im Minus, die technologielastigen und als zinsreagibler geltenden Nasdaq-Indizes fallen nach den sehr starken Vortagesgewinnen um bis zu 1,1 Prozent zurück.

Die Fed dürfte das aktuelle Zinsniveau bestätigen, der Fokus des Marktes liegt auf dem geldpolitischen Ausblick. Dies gilt umso mehr, weil erstmals Kevin Warsh dem zinsgebenden Gremium vorsitzt. US-Präsident Donald Trump hatte Warsh in das Amt gehievt mit der Hoffnung, rasch Zinssenkungen zu sehen. Daraus dürfte aber so schnell nichts werden angesichts der beharrlich zu hohen Inflation. Immerhin wird aber eine Zinserhöhung im laufenden Jahr trotz des Energiepreisschocks nicht vollständig eingepreist.

Die Anleiherenditen geben erneut nach, die Rendite zehnjähriger Papiere sinkt um 4 Basispunkte auf 4,43 Prozent. Dazu tragen in erster die weiter fallenden Ölpreise bei, nachdem die Inflation zuletzt entscheidend vom Ölpreisschock befeuert wurde. Brent-Öl kostet aktuell rund 79 Dollar, das sind noch etwa 10 Dollar mehr als vor Ausbruch des Krieges, aber über 40 Dollar weniger als im Hoch der vergangenen Wochen.

Der Dollar gibt mit den Marktzinsen nach, der Euro wird mit 1,1615 Dollar gehandelt. Das Gold profitiert weiter von sinkenden Anleiherenditen, die Feinunze verteuert sich um 37 Dollar auf 4.343.

Wegen der nahen Zinsentscheidung der Fed werden neue Import- und Exportpreise und auch Immobiliendaten eher nur zur Kenntnis genommen, auch wenn die Gesamt-Importpreise deutlich höher ausfielen als erwartet. In der Kernrate ohne Öl betrug der Preisanstieg zum Vormonat 0,8 Prozent, verglichen mit revidiert 0,5 Prozent im April.

Am Aktienmarkt sorgt weiter SpaceX für Schlagzeilen. Die Aktie macht an ihrem dritten Handelstag den dritten kräftigen Kurssprung. Aktuell geht es um 12,2 Prozent nach oben, nachdem sie an den beiden ersten Handelstagen jeweils um 20 Prozent nach oben geschossen war. Nach dem atemberaubenden Start dürften hier auch viele Anleger noch versuchen, auf den Zug aufzuspringen. SpaceX gab derweil bekannt, den KI-gestützten Programmieragenten Cursor für 60 Milliarden Dollar zu übernehmen. Cursor-Investoren erhalten gemäß Vereinbarung das Recht, SpaceX-Aktien auf Basis dieser Bewertung zu beziehen. Mit dem erneuten Kurssprung hat SpaceX Amazon in der Marktkapitalisierung überholt und steigt zum viertgrößten Unternehmen der Welt auf, hinter Nvidia, Apple und Microsoft.

Im Halbleitersektor kommt es zu Gewinnmitnahmen auf breiter Front. AMD und Intel verlieren je rund 5 Prozent, Nvidia fallen um 1,8 Prozent. Auch beim Speicherhersteller Sandisk werden Gewinne eingestrichen, die Aktie verbilligt sich um 3,4 Prozent. Western Digital ziehen dagegen weiter an, um rund 7 Prozent.

Dave & Buster's sacken um 4,8 Prozent ab. Der Betreiber von Erlebnisgastronomie hat mit einem niedrigerem Gewinn und gesunkenen Umsätzen in der ersten Periode enttäuschend abgeschnitten.

Robinhood Markets verlieren 1,6 Prozent. Der Finanzdienstleister hat mitgeteilt, etwa 10 Prozent seiner Belegschaft zu entlassen, um Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern.

Yum Brands ziehen um gut 2 Prozent an mit der Nachricht, Pizza Hut für 2,7 Milliarden Dollar an den Investor LongRange Capital und an Yum China Holdings zu verkaufen. Olin rutschen um 7,4 Prozent ab, für Huntsman geht es sogar um 17,7 Prozent abwärts. Die beiden Chemieunternehmen schließen sich in einem reinen Aktientausch zusammen, wodurch ein Chemiekonzern mit einem gemeinsamen Jahresumsatz von etwa 12,5 Milliarden Dollar entsteht.

INDEX         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA        52.174,62  +1,0  +503,59    51.671,03 
S&P-500       7.546,33  -0,1   -7,96    7.554,29 
NASDAQ Comp     26.584,28  -0,4   -99,66    26.683,94 
NASDAQ 100     30.222,36  -1,1  -321,55    30.543,92 
 
 
US-Treasuries     Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre         4,04 -0,02    4,07      4,03 
5 Jahre         4,15 -0,04    4,20      4,14 
10 Jahre         4,43 -0,04    4,48      4,42 
 
 
DEVISEN        zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:28 Uhr 
EUR/USD        1,1618  +0,2   0,0028     1,1590     1,1603 
EUR/JPY         186,3  +0,3   0,4900     185,81    185,8200 
EUR/CHF        0,9203  -0,0  -0,0003     0,9206     0,9203 
EUR/GBP        0,8645  +0,1   0,0005      0,864     0,8634 
USD/JPY        160,33  +0,0   0,0100     160,32    160,1500 
GBP/USD        1,3435  +0,2   0,0023     1,3412     1,3435 
USD/CNY        6,7562  -0,0  -0,0008     6,7570     6,7570 
USD/CNH        6,7543  -0,1  -0,0039     6,7582     6,7583 
AUS/USD        0,7078  +0,1   0,0007     0,7071     0,7083 
Bitcoin/USD     65.720,74  -1,1  -760,80    66.481,54   66.647,97 
 
 
ROHOEL        zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex        76,08  -5,8   -4,67      80,75 
Brent/ICE        79,02  -5,0   -4,15      83,17 
 
 
Metalle        zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold         4.343,05  +0,9   37,22    4.305,84 
Silber         70,19  +0,2    0,18      70,02 
Platin        1.811,51  +2,5   44,26    1.767,25 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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June 16, 2026 13:10 ET (17:10 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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