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MÄRKTE USA/Schwächer - Dow aber im Plus - Brent-Ölpreis unter 80 USD

DJ MÄRKTE USA/Schwächer - Dow aber im Plus - Brent-Ölpreis unter 80 USD

DOW JONES--Nach der Erleichterungsrally am Montag über das anstehende Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran, ist es am Dienstag an der Wall Street uneinheitlich zugegangen. Die nicht bekannten Details der Vereinbarung, beispielsweise über die künftige Rolle des Iran bei der Kontrolle über die Straße von Hormus oder die Einbindung Israels in das Friedensabkommen sorgten für Unsicherheit, und auch, dass schon mehrfach angeblich zum Greifen nahe Abkommen dann doch nicht zustande kamen. Zugleich setzten auf der anderen Seite die Ölpreise aber ihre Talfahrt fort. Zu hören war außerdem von Zurückhaltung vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank am Mittwoch.

Der 30 Aktien umfassende Dow-Jones-Index stieg um 0,6 Prozent und setzte damit seine Rekordjagd fort. Gestützt wurde er von kräftigen Gewinnen schwer gewichteter Aktien wie JP Morgan, Caterpillar, Home Depot oder Goldman Sachs. Der breite S&P-500 gab dagegen um 0,6 Prozent nach, die technologielastigen Nasdaq-Indizes fielen nach den sehr starken Vortagesgewinnen um bis zu 1,9. Dass der Nasdaq-Composite nur um 1,2 Prozent einbüßte erklärten Händler damit, dass die SpaceX-Aktie in dem alle an der Nasdaq gehandelten Aktien umfassenden Index bereits enthalten ist, während der Nasdaq-100 SpaceX frühestens im Juli aufnehmen wird.

Nach ersten Zählungen gab es an der Nyse 1.435 (Montag: 1.581) Kursgewinner und 1.339 (1.214) Kursverlierer. Unverändert schlossen 70 (35) Titel.

Die Fed dürfte das aktuelle Zinsniveau bestätigen, so dass der Fokus des Marktes dem geldpolitischen Ausblick gilt, umso mehr, weil erstmals Kevin Warsh dem Gremium vorsitzt. US-Präsident Donald Trump hatte Warsh für das Amt vorgeschlagen mit der Hoffnung, rasch Zinssenkungen zu sehen. Daraus dürfte aber so schnell nichts werden angesichts der beharrlich zu hohen Inflation.

Die Anleiherenditen gaben erneut nach, im Zehnjahresbereich um 3 Basispunkte auf 4,44 Prozent. Dazu trugen in erster die weiter fallenden Ölpreise bei, nachdem die Inflation zuletzt entscheidend vom Ölpreisschock befeuert wurde.

Brent-Öl kostete zuletzt mit knapp 80 Dollar gut 4 Prozent weniger. Händler erklärten die erneut scharfen Verluste mit Optimismus, dass sich das Ölangebot aus dem Nahen Osten mit der Wiedereröffnung der Straße von Hormus schnell erholen wird. Mit der Materie vertraute Informanten sagten außerdem, dass im Rahmen des Abkommens zur Beendigung des Kriegs die USA dem Iran bereits unmittelbar nach der Unterzeichnung den Verkauf von Öl und Treibstoffen ermöglichen und dafür Sanktionen bei Finanzierung, Transport und Versicherungen lockern wollten.

Der Dollar gab mit den Marktzinsen nach, der Euro wurde mit 1,1607 Dollar gehandelt. Das Gold profitierte weiter von den sinkenden Anleiherenditen, die Feinunze verteuerte sich um 26 Dollar auf 4.333.

Am Aktienmarkt sorgte weiter SpaceX für Schlagzeilen. Die Aktie machte an ihrem dritten Handelstag zunächst den dritten kräftigen Kurssprung um über 10 Prozent, im Schlussgeschäft verringerte sich das Plus dann aber kräftig auf noch 4,8 Prozent. An den beiden ersten Handelstagen war sie jeweils um 20 Prozent nach oben geschossen. Nach dem atemberaubenden Start dürften hier auch viele Anleger versuchen, noch auf den den Zug aufzuspringen. Mit dem erneuten Kurssprung überholte SpaceX zumindest zwischenzeitlich Amazon in der Marktkapitalisierung und stieg zum viertgrößten Unternehmen der Welt auf, hinter Nvidia, Apple und Microsoft. SpaceX gab derweil bekannt, den KI-gestützten Programmieragenten Cursor für 60 Milliarden Dollar zu übernehmen.

Im Technologiesektor ging es uneinheitlich zu. Während Chipaktien unter Gewinnmitnahmen litten, verteuerten sich Western Digital um 4,2 und Seagate Technology um 1,2 Prozent. Rackspace Technology machten einen Satz um 5,0 Prozent. Treiber war die Nachricht einer Vereinbarung über den Einsatz von Chips von AMD in Rackspace-Rechenzentren. AMD büßten 7,3 Intel 8,5, Marvell Technology 9,8 Broadcom 1,2 und Lumentum 8,6 Prozent ein. Qualcomm verloren 3,1 Prozent nach Berichten über Gespräche zur Übernahme des KI-Start-ups Tenstorrent.

Moderna machten einen Satz um 6,3 Prozent. Rückenwind lieferten positive Einschätzungen von Analysten zu einem neuartigen Grippeimpfstoff auf Basis der mRNA-Technologie. Dagegen verloren die Aktien der beiden Chemiekonzerne Huntsman und Olin nach der Ankündigung einer Fusion auf Aktienbasis 17,1 bzw. 5,9 Prozent.

Dave & Buster's sackten um 6,3 Prozent ab. Der Betreiber von Erlebnisgastronomie schnitt mit einem niedrigerem Gewinn und gesunkenen Umsätzen in der ersten Periode enttäuschend ab. Robinhood Markets verloren 1,4 Prozent. Der Finanzdienstleister hatte mitgeteilt, etwa 10 Prozent seiner Belegschaft zu entlassen, um Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern.

Yum Brands kamen um knapp 2 Prozent voran an mit der Nachricht, Pizza Hut für 2,7 Milliarden Dollar zu verkaufen.

INDEX       zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      52.002,94  +0,6  +331,91    51.671,03 
S&P-500     7.511,56  -0,6   -42,73    7.554,29 
NASDAQ Comp   26.376,34  -1,2  -307,60    26.683,94 
NASDAQ 100   29.968,13  -1,9  -575,79    30.543,92 
 
 
US-Treasuries   Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       4,06 -0,01    4,07      4,03 
5 Jahre       4,16 -0,03    4,20      4,14 
10 Jahre       4,44 -0,03    4,48      4,42 
 
 
DEVISEN      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:28 Uhr 
EUR/USD      1,1607  +0,2   0,0017     1,1590     1,1603 
EUR/JPY      186,26  +0,2   0,4500     185,81    185,8200 
EUR/CHF      0,9205  -0,0  -0,0001     0,9206     0,9203 
EUR/GBP      0,8645  +0,1   0,0005      0,864     0,8634 
USD/JPY      160,46  +0,1   0,1400     160,32    160,1500 
GBP/USD      1,3422  +0,1   0,0010     1,3412     1,3435 
USD/CNY      6,7562  -0,0  -0,0008     6,7570     6,7570 
USD/CNH      6,7575  -0,0  -0,0007     6,7582     6,7583 
AUS/USD      0,7065  -0,1  -0,0006     0,7071     0,7083 
Bitcoin/USD   65.583,92  -1,4  -897,62    66.481,54   66.647,97 
 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex      76,91  -4,8   -3,84      80,75 
Brent/ICE      79,73  -4,1   -3,44      83,17 
 
 
Metalle      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold       4.331,41  +0,6   25,58    4.305,84 
Silber       69,99  -0,0   -0,03      70,02 
Platin      1.807,45  +2,3   40,20    1.767,25 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos

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June 16, 2026 16:12 ET (20:12 GMT)

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Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
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