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MÄRKTE ASIEN/Nikkei auf Rekordniveau - China-Börsen hinken hinterher

DJ MÄRKTE ASIEN/Nikkei auf Rekordniveau - China-Börsen hinken hinterher

DOW JONES--Die wichtigsten Börsen in Südostasien haben sich am Mittwoch mit Aufschlägen präsentierten. Der Nikkei-225 markierte dank fester Technologiewerte und starker Daten Rekordhochs. Das eigentliche Tagesthema rollt auf Anleger erst nach Börsenschluss in Asien zu. Denn im Fokus stand klar die anstehende Entscheidung der US-Notenbank. Zwar ging der Markt davon aus, dass die Zentralbank die Zinssätze unverändert belassen werde. Aber spannend versprach der geldpolitische Ausblick zu werden, zumal der von US-Präsident Donald Trump nominierte Kevin Warsh erstmals als Notenbankgouverneur in Erscheinung tritt. "Das Risiko muss darin bestehen, dass er einen ausgewogeneren Ton anschlägt, als die Positionierung vermuten lässt", erläuterte Westpac-Analyst Richard Franulovich mit Blick auf Warsh.

Der Nikkei-225 drehte im Verlauf ins Plus und stieg auf Allzeithoch, von dem er dann aber wieder zurückkam. Der japanische Leitindex kletterte um 0,7 Prozent auf 69.902 Punkte - getragen von Chip- und Industriewerten. Händler sprachen von Optimismus hinsichtlich einer andauernden, von künstlicher Intelligenz getriebenen Nachfrage in diesen Sektoren. Handelsdaten zeigten, dass KI-bezogene Elektronik- und Halbleiterverkäufe im Mai ein starkes Exportwachstum befeuert hatten. Die Exporte kletterten um 17 Prozent, Volkswirte hatten sogar 17,7 Prozent veranschlagt. Die Importe legten um 12,5 Prozent binnen Jahresfrist zu. Dank der starken Exportentwicklung fiel das Handelsbilanzdefizit deutlich niedriger aus als erwartet. Industrietitel wurden zudem von starken Maschinenbauaufträgen gestützt. Gegen den Trend verloren Softbank Group 3,1 Prozent. OpenAI, an dem das Unternehmen maßgeblich beteiligt ist, kämpft laut Berichten mit steigenden Kosten.

Während der südkoreanische Kospi um 1,6 Prozent zulegte und damit erneut in der Region vorn lag, hinkten die chinesischen Börsen der Entwicklung abermals hinterher. Der Shanghai-Composite gewann 0,4 Prozent, der HSI in Hongkong büßte im späten Handel 0,8 Prozent ein. Händler verwiesen erneut auf die schwachen Konjunkturdaten des Vortages. Die Hoffnung auf weitere staatliche Stimuli zur Ankurbelung des schwachen Konsums sei derzeit nicht sehr ausgeprägt, hieß es. Trotz des Gegenwinds im Inland glauben Ökonomen, dass Peking seine abwartende Haltung kurzfristig kaum aufgeben wird, was vor allem daran liege, dass das Exportwachstum robust bleibe.

Die chinesischen Behörden haben allerdings auf der Währungsseite weitere Maßnahmen auf den Weg gebracht, um die globale Nutzung des Renminbi (Yuan) zu fördern. Dies ist ihr jüngster Versuch, eine widerstandsfähigere Finanzinfrastruktur aufzubauen, um die eigene Wirtschaft vor externen Schocks zu schützen. Pan Gongsheng, der Chef der chinesischen Zentralbank, kündigte eine neue Repo-Fazilität an. Diese Fazilität werde es ausländischen Akteuren ermöglichen, von der chinesischen Zentralbank Yuan-Liquidität gegen Anleihen als Sicherheiten zu erhalten.

In Australien zog der S&P/ASX-200 um 0,5 Prozent an. Zwar hatte die Reserve Bank of Australia die Zinssätze wie erwartet am Vortag bestätigt. Die Notenbank könne die natürliche Rückführung der Inflation aber nicht durch Zinsänderungen beschleunigen, warnten die Ökonomen von Jarden. Der Großteil der über dem Ziel liegenden Inflation sei kein Symptom einer überhitzten Binnenwirtschaft, vielmehr hänge dies mit den Kraftstoffkosten zusammen und stehe nicht unter der Kontrolle der Zentralbank.

=== 
INDEX            zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    8.966,30  +0,5    +2,9      08:00 
Topix 500 (Tokio)     3.140,82  +0,5   +18,1      08:00 
Nikkei-225        69.902,25  +0,7    -       08:00 
Kospi (Seoul)       8.864,24  +1,6   +110,3      08:30 
Hang-Seng (Hongkong)   24.309,14  -0,8    -5,1      10:00 
Shanghai-Composite     4.108,08  +0,4    +3,6      09:00 
Straits-Times (Singapur)  5.181,11  +1,3   +11,5      11:00 
IDX Comp. (Indonesien)   6.203,44  -0,8   -28,3      10:00 
KLCI (Malaysia)      1.709,99  +1,1    +1,8      10:00 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %   00:00    Di, 09:40 % YTD 
EUR/USD           1,1605  -0,0   1,1607     1,1592  -1,2 
EUR/JPY           185,95  -0,2   186,24     185,86  +1,1 
EUR/GBP           0,8650  +0,1   0,8643     0,8643  -0,8 
USD/JPY           160,21  -0,2   160,45     160,30  +2,3 
USD/KRW          1.511,21  +0,2  1.508,98    1.509,34  +4,9 
USD/CNY           6,7573  +0,0   6,7562     6,7584  -3,4 
USD/CNH           6,7570  +0,0   6,7561     6,7589  -3,1 
USD/HKD           7,8337  0,0   7,8337     7,8326  +0,7 
AUD/USD           0,7062  -0,1   0,7066     0,7058  +5,9 
NZD/USD           0,5819  -0,2   0,5830     0,5816  +1,1 
BTC/USD          65.471,88  -0,5 65.780,63    66.293,28 -25,3 
 
ROHÖL            zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex           75,31  -1,0   -0,74      76,05 
Brent/ICE           78,44  -0,7   -0,52      78,96 
 
Metalle           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.328,29  -0,0   -1,84    4.330,13 
Silber            70,11  -0,1   -0,06      70,17 
Platin           1.786,70  -1,0   -17,44    1.804,14 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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June 17, 2026 03:58 ET (07:58 GMT)

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