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MÄRKTE USA/Verhalten positive Börsenstimmung vor Fed-Entscheid erwartet

DJ MÄRKTE USA/Verhalten positive Börsenstimmung vor Fed-Entscheid erwartet

DOW JONES--Die Wall Street könnte nach dem Rücksetzer des Vortags am Mittwoch wieder zulegen. Der Aktienterminmarkt deutet auf einen etwas festeren Handelsbeginn am Kassamarkt hin. Händler verweisen auf das Durchsickern weiterer Details zum US-Iran-Friedensabkommen. Diese stärkten die Hoffnung, dass die beiden Kriegsparteien eine Einigung zur Beendigung des Iran-Krieges finden werden. Laut Wall Street Journal wollen die USA dem Iran im Rahmen des Abkommens erlauben, unmittelbar mit dem Verkauf von Öl und Treibstoff zu beginnen. Laut anderen Berichten könnte dem Iran Zugriff auf eingefrorene Vermögenswerte zugebilligt werden. Im Gegenzug soll das Mullah-Regime die Blockade der Straße von Hormus beenden und sich verpflichten, dauerhaft auf die Entwicklung von Atomwaffen zu verzichten.

Doch wird die positive Stimmung etwas gedämpft vom wichtigsten marktbewegenden Ereignis des Tages. Denn während des späten Handels (20.00 Uhr MESZ) wird die US-Notenbank ihre Zinsentscheidung bekannt geben. Zwar sind sich Marktakteure nahezu sicher, dass die Zentralbank ihr Zinsniveau bestätigen wird, aber die erste Pressekonferenz mit dem neuen Notenbankgouverneur Kevin Warsh verspricht Spannung. Ein bewusstes Herunterspielen oder gar das Ausbleiben eigener geldpolitischer Projektionen könnte zum neuen Stil der Fed unter Warsh gehören. "Anleger müssen sich nun an den neuen Kommunikationsstil des Fed-Vorsitzenden gewöhnen, was eine Anpassungsphase für die Märkte bedeutet. Jede durch Warshs Kommentare am Mittwoch verursachte Volatilität am Aktienmarkt sehen wir als Kaufgelegenheit, da die Fundamentaldaten des Marktes weiterhin intakt sind", sagt Marktstratege James Demmert von Main Street Research.

Die eigentlich viel beachteten US-Einzelhandelsumsätze als Gradmesser für den nationalen Konsum, die noch vor Handelsbeginn veröffentlicht werden, dürften angesichts der nahenden Fed-Entscheidung aktuell wenig Beachtung finden.

Die Renditen am Anleihemarkt legen im Vorfeld der Zinsentscheidung der US-Notenbank leicht zu, die zehnjähriger US-Staatsanleihen um 2 Ticks auf 4,45 Prozent. Mit den Renditen rückt auch der Dollar leicht vor - der Dollar-Index gewinnt 0,2 Prozent. Händler sind sich aber sicher, dass die Tagestendenz erst während der Pressekonferenz mit Warsh entschieden wird.

Ausverkauf bei Öl pausiert wohl nur

Die Rohölpreise stabilisieren sich nach dem jüngsten Ausverkauf im Zuge des Rahmenabkommens zur Beendigung des Nahost-Krieges. Doch Analyst Neil Crosby von Sparta Commodities sieht weiteres Abwärtspotenzial, sollten die USA und der Iran am Freitag ein Abkommen zur Beendigung des Krieges unterzeichnen - auch wenn sich der Erdölmarkt bereits im überverkauften Bereich bewege. "Brent dürfte um weitere 5 bis 10 US-Dollar pro Barrel fallen", so der Experte. Die Internationale Energieagentur (IEA) sieht einen stark sinkenden Ölverbrauch, bevor sich die Ströme durch die Straße von Hormus allmählich normalisierten. Dies schaffe die Voraussetzungen für einen Angebotsanstieg, der das Nachfragewachstum weit übertreffen könnte, falls das Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran halte.

Der Goldpreis bewegt sich indes kaum, weist aber laut DWS erhebliches Aufwärtspotenzial auf. Erwartete Zinssenkungen in den USA, ein wahrscheinlich schwächerer Dollar und eine anhaltend starke Nachfrage der Zentralbanken sollten den Goldpreisanstieg auf Sicht von zwölf Monaten stützen. DWS prognostiziert bis Juni 2027 einen Goldpreis von 5.400 Dollar je Unze - aktuell werden am Spotmarkt 4.325 Dollar verlangt.

SpaceX bleiben nach dem fulminanten Börsengang Dauerbrenner an der Börse - der Kurs steigt vorbörslich um weitere 1,3 Prozent. Der stark gestiegene Aktienkurs sei ein Signal dafür, dass sich die Technologiewerte in einer Blase befinden könnten, warnt Analystin Ipek Ozkardeskaya von Swissquote. SpaceX schloss den Dienstag als das fünftwertvollste Unternehmen der Welt ab.

Nach dem 2026 zweitschlechtesten Tag des PHLX-Halbleiterindex am Vortag erholen sich einige Sektortitel etwas: Intel um 2,8 Prozent, Broadcom um 1,7 Prozent, Micron Technology um 2,6 Prozent und AMD um 2,5 Prozent. La-Z-Boy schießen um 16,4 Prozent nach oben, der für seine Polstermöbel bekannte Konzern verbuchte höhere Gewinne im dank gestiegener Umsätze im Privatkundengeschäft. Micropolis AI Robotics ziehen gar um 18,3 Prozent an - dank einer Vereinbarung mit der Regierung von Abu Dhabi über ein KI-gestütztes, autonomes städtisches Reinigungssystem.

=== 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,07 +0,02    4,07      4,04 
5 Jahre           4,17 +0,02    4,17      4,15 
10 Jahre          4,45 +0,02    4,45      4,43 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 22:13 
EUR/USD          1,1585  -0,2  -0,0022     1,1607   1,1606 
EUR/JPY          185,75  -0,3  -0,4900     186,24  186,2600 
EUR/CHF          0,9189  -0,2  -0,0018     0,9207   0,9207 
EUR/GBP          0,8644  +0,0   0,0001     0,8643   0,8645 
USD/JPY          160,31  -0,1  -0,1400     160,45  160,4600 
GBP/USD          1,3399  -0,2  -0,0027     1,3426   1,3422 
USD/CNY          6,7585  +0,0   0,0023     6,7562   6,7562 
USD/CNH          6,7606  +0,1   0,0045     6,7561   6,7573 
AUS/USD          0,7058  -0,1  -0,0008     0,7066   0,7063 
Bitcoin/USD      64.703,80  -1,6 -1.076,83    65.780,63 65.677,97 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         76,74  +0,9    0,69      76,05 
Brent/ICE         79,41  +0,6    0,45      78,96 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.325,19  -0,1   -4,94    4.330,13 
Silber           69,74  -0,6   -0,43      70,17 
Platin         1.786,58  -1,0   -17,56    1.804,14 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/uxd

(END) Dow Jones Newswires

June 17, 2026 08:29 ET (12:29 GMT)

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