DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Umsatzwachstum des US-Einzelhandels beschleunigte sich im Vormonat
Das Umsatzwachstum des US-Einzelhandels ist im Mai stärker als erwartet gestiegen, da die Verbraucher trotz weiterhin hoher Benzinpreise weiter einkauften. Die Umsätze des Einzelhandels wuchsen im vergangenen Monat um 0,9 Prozent auf 763,7 Milliarden US-Dollar, verglichen mit einem Wachstum von 0,4 Prozent im April, wie das Handelsministerium mitteilte. Die Mai-Zahlen lagen über den Erwartungen der Analysten.
Schwebende Hausverkäufe USA steigen im Mai stärker als erwartet
Die Zahl der in den USA neu abgeschlossenen Hauskaufverträge ist im Mai stärker als erwartet gestiegen. Dies geht aus einem monatlichen Index hervor. Nachfolgend die wichtigsten Punkte aus dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der National Association of Realtors (NAR). Der Index der schwebenden Hausverkäufe, ein Frühindikator für die Hausverkäufe auf Basis der Vertragsabschlüsse, stieg im Vergleich zum Vormonat um 3,8 Prozent auf 76,8 Punkte. Von The Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten einen Anstieg von 1 Prozent prognostiziert.
Inflation in Eurozone könnte Höhepunkt erreicht haben
Die Inflation in der Eurozone dürfte kaum noch weiter steigen, schreibt Jack Allen-Reynolds von Capital Economics in einer Research Note. Die Inflation im Mai sei von den Kraftstoffpreisen getrieben worden, die kurzfristig wieder fallen dürften, so der Analyst. "Vorausgesetzt, dass die Durchfahrt von Öl und Erdgas durch die Straße [von Hormus] in den kommenden Monaten wieder aufgenommen wird, dürfte die Energieinflation nicht weiter steigen." Dies verringere auch das Risiko von Zweitrundeneffekten bei der Inflation, obwohl das Preiswachstum bei Lebensmitteln und Dienstleistungen im zweiten Halbjahr noch anziehen dürfte, so Allen-Reynolds.
Hinweis für Abonnenten FOMC-Sitzung am Mittwoch
Der Offenmarktausschuss (FOMC) tagt am Mittwoch unter einem neuen Vorsitzenden. Mit der neuen Führung könnte sich die Kommunikation der Fed ändern. Dies betrifft auch die Frage, wie oder ob sie Projektionen dazu veröffentlicht, wo die Vertreter der Fed den Leitzins (Fed-Funds-Rate) in den kommenden Jahren sehen. Bislang hat die Fed eine Reihe von Median-Prognosen sowie ein sogenanntes "Dot-Plot" veröffentlicht, das die anonymisierte Prognose jedes einzelnen Vertreters zeigt. Die Nachrichtenagenturen werden an ihrer langjährigen Praxis festhalten, über die Median-Prognosen zu berichten, falls die Fed diese weiterhin zur Verfügung stellt.
Anleger könnten wieder Zinssenkungen der BoE einpreisen
Die Märkte könnten wieder Zinssenkungen von der Bank of England einpreisen, wenn die Spannungen im Nahen Osten weiter nachlassen und die Energiepreise niedrig bleiben, schreibt Modupe Adegbembo von Jefferies in einer Research Note. Die britischen Inflationsdaten für Mai sind schwächer als erwartet ausgefallen, was die Notwendigkeit von Zinserhöhungen in den kommenden Monaten verringert. Die Anleger preisen derzeit für das Jahr 2026 Zinserhöhungen der BoE im Umfang von insgesamt 26 Basispunkten ein. Das ist etwas weniger als die 28 Basispunkte, die vor der Veröffentlichung der Daten eingepreist waren, wie aus Daten von LSEG hervorgeht.
Riksbank wird Leitzins dieses Jahr wohl nicht anheben
Die Riksbank hat eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte im zweiten Halbjahr signalisiert, aber die derzeit niedrige Inflation und der stabile Kronenkurs deuten darauf hin, dass sie die Füße stillhalten wird, schreibt Nordea-Chefanalyst Torbjorn Isaksson. Obwohl sie den Leitzins am Mittwoch bei 1,75 Prozent belassen hatte, betonte die Zentralbank, sie sei angesichts der derzeitigen Unsicherheit bereit, bei Bedarf zu handeln. Die Lage im Nahen Osten bleibe fragil, aber die jüngsten Ereignisse und der Rückgang der Ölpreise reduzierten die Inflationsrisiken, meint Nordea. "Wir halten an unserer Prognose eines unveränderten Leitzinses von 1,75 Prozent für den Rest des Jahres 2026 fest."
Ölpreis steigt um 2 Prozent - Trump bezeichnet Iran-Deal als nicht endgültig
Die Ölpreise erholen sich und legen um 2 Prozent zu, nachdem US-Präsident Trump davor gewarnt hatte, dass das vorläufige Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran, das am Freitag unterzeichnet werden soll, nicht endgültig sei und noch scheitern könne. "Es ist eine Absichtserklärung, und wenn sie mir nicht gefällt, werden wir wieder auf sie schießen und Bomben abwerfen", sagte Trump auf dem G-7-Gipfel in Frankreich. Rohöl der Sorte Brent steigt um 2 Prozent auf 80,58 US-Dollar je Barrel, während WTI-Futures um 2,3 Prozent auf 77 US-Dollar je Barrel zulegen.
Lange Fahrten von Tankern verzögern Entlastung der Ölmärkte
Die Fahrzeiten vom Persischen Golf zu wichtigen asiatischen Importeuren und die Neupositionierung von Tankern bleiben eine wesentliche Einschränkung dafür, wie schnell sich die Ölmärkte trotz einer Wiedereröffnung der Straße von Hormus wieder ausgleichen können, meinen die Energiestrategen der Rabobank. Ein voll beladener Tanker benötige in der Regel etwa 28 bis 55 Tage, um Ziele wie Indien, China, Südkorea oder Japan zu erreichen, was bedeute, dass die Lagerbestände auch bei einer Wiederaufnahme der Lieferungen weiter abgebaut würden.
DJG/DJN/apo
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June 17, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
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