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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

FEIERTAGSHINWEIS

FREITAG, 19. Juni: An den Börsen in Finnland, Schweden, Hongkong und China wird wegen Feiertagen nicht gehandelt. Ebenso pausiert das Geschäft an den US-Finanzmärkten anlässlich des Feiertags Juneteenth.

TAGESTHEMA I

Die US-Notenbank hat wie allgemein erwartet ihre Zinspause verlängert, der Leitzins liegt weiter in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Die Entscheidung fiel einstimmig. Das verkürzte geldpolitische Statement enthielt keine sogenannte Forward Guidance mehr. Der "Dot Plot", die Zinsprojektionen, signalisiert, dass der nächste Schritt eine Zinserhöhung sein könnte. Es war die erste Sitzung unter der Leitung des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh. Der Beschluss markierte den Auftakt einer neuen Ära. Warsh strebt einen fundamentalen geldpolitischen Kurswechsel an. Er plädiert für eine streng regelgebundene Geldpolitik und eine deutliche Reduzierung der Fed-Bilanz, um den mittelfristigen Inflationsdruck zu bekämpfen. Neun von 19 Ratsmitgliedern - von denen nicht alle stimmberechtigt sind - gehen laut dem "Dot Plot" davon aus, dass bis zum Jahresende mindestens eine Zinserhöhung gerechtfertigt ist. Im März hatte noch niemand diese Prognose abgegeben. Acht Mitglieder sind der Meinung, die Fed könne die Zinsen bis ins nächste Jahr hinein unverändert lassen, ein Vertreter rechnet in diesem Jahr mit einer Zinssenkung, gegenüber zwölf im März. Warsh sagte, er habe keine Prognose für den "Dot Plot" abgegeben. Auf die Frage, ob die Notenbanker bei Sitzung über eine Zinssenkung gesprochen hätten, fiel Warshs Antwort eindeutig aus: "Es lag ein Vorschlag auf dem Tisch, über andere Vorschläge wurde nicht diskutiert." Die Inflation liege deutlich über dem Ziel der Fed, sagte Warsh.

Auf die Frage nach den Auswirkungen von KI antwortete Warsh, die neue Technologie habe das Potenzial, die bedeutendste Veränderung in der Wirtschaft seit Beginn seines Erwachsenenlebens auszulösen, die sowohl Chancen als auch Risiken mit sich bringe. "Wenn wir unsere Arbeit gut machen, können wir starkes Wachstum, niedrige Preise und eine starke Beschäftigungslage miteinander in Einklang bringen", sagte Warsh.

TAGESTHEMA II

Die USA und der Iran haben zwei Tage vor dem ursprünglich für Freitag geplanten Termin eine Absichtserklärung zur Beendigung des Krieges unterzeichnet. US-Präsident Donald Trump unterzeichnete das Abkommen im Schloss von Versailles, während eines Abendessens mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nach dem G7-Gipfel. "Ich habe es in Versailles unterschrieben", sagte Trump. Zuvor hatte er das 14-Punkte-Dokument bereits am Sonntag digital unterzeichnet. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, erklärte am Mittwoch laut staatlichen Medien, das Memorandum sei nun sowohl vom US-amerikanischen als auch vom iranischen Präsidenten Massud Peschkian unterzeichnet worden. Ein US-Beamter erklärte, es werde keine Unterzeichnungszeremonie geben, die Atomverhandlungen zwischen beiden Seiten würden jedoch von Freitag bis Sonntag in Luzern in der Schweiz stattfinden.

AUSBLICK UNTERNEHMEN

10:00 DE/Volkswagen AG (VW), HV

10:00 DE/Deutsche Euroshop AG, HV

10:30 DE/Sto SE & Co. KGaA, HV

11:00 SE/Nordea Bank Abp, Pre-Close Call für Analysten 1H

11:00 DE/Tonies SE, Kapitalmarkttag

DIVIDENDENABSCHLAG

(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)

Unternehmen   Dividende 
Bechtle     0,70 EUR 
Cancom     1,00 EUR 
Gelsenwasser  21,16 EUR 
Scout24     1,50 EUR 
Sixt StA    3,20 EUR 
Sixt VzA    3,22 EUR 
 

AUSBLICK KONJUNKTUR

- CH 
  08:00 Handelsbilanz Mai 
- DE 
  08:00 Auftragsbestand und -reichweite verarbeitendes Gewerbe April 
- GB 
  08:00 Arbeitsmarktdaten Mai 
     Arbeitslosenquote 3 Monate (ILO) 
     PROGNOSE: 5,0% 
     zuvor:  5,0% 
- CH 
  09:30 Schweizerische Nationalbank (SNB), Ergebnisse der Sitzung 
     des geldpolitischen Rats 
     Leitzins 
     PROGNOSE: k.A. 
     zuvor:  0,00% 
- NO 
  10:00 Norges Bank, Ergebnisse des geldpolitischen Rats 
     PROGNOSE: 4,25% 
     zuvor:  4,25% 
- DE 
  10:30 Konjunkturprognose des Ifo-Instituts Sommer 
 
- GB 
  13:00 Bank of England (BoE), Ergebnisse des geldpolitischen Rats 
     Bank Rate 
     PROGNOSE: 3,75% 
     zuvor:  3,75% 
- US 
  14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) 
     PROGNOSE: 225.000 
     zuvor:  229.000 
 
  14:30 Philadelphia-Fed-Index Juni 
     PROGNOSE: +9,8 
     zuvor:  -0,4 
 
  16:00 Index der Frühindikatoren Mai 
     PROGNOSE: +0,1% gg Vm 
     zuvor:  +0,1% gg Vm 
 

ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES

Index            zuletzt +/- % 
DAX Futures        24.890,00  -0,2 
E-Mini-Future S&P-500   7.548,25  +0,7 
E-Mini-Future Nasdaq-100 30.044,50  +1,2 
Topix (Tokio)       4.071,31  +1,5 
Hang-Seng (Hongk.)    23.871,43  -1,8 
Shanghai-Comp.       4.098,83  -0,2 
 
Mittwoch: 
          zuletzt +/- % 
DAX        24.934,67  +0,1 
DAX-Future    24.812,00  -0,5 
XDAX       24.807,21  -0,5 
MDAX       32.855,82  +0,8 
TecDAX       3.948,38  -0,5 
SDAX       18.475,26  +0,3 
Euro-Stoxx-50   6.300,07  +0,7 
Stoxx-50      5.357,10  +0,7 
Dow-Jones     51.492,55  -1,0 
S&P-500      7.420,10  -1,2 
Nasdaq Composite 26.021,66  -1,3 
 

FINANZMÄRKTE

EUROPA

Ausblick: Auf einen nervösen Markt stellen sich Händler am Donnerstag ein. Grund sei weniger die überzeugende Vorstellung des neuen US-Notenbank-Chefs Kevin Warsh, sondern die Großen Verfalltage an den internationalen Terminbörsen. Wegen des US-Feiertages am Freitag findet er an Wall Street schon heute statt. In Europa ist er regulär erst für Freitag angesetzt, dürfte wegen der US-Vorlagen aber ebenfalls vorgezogen werden. Besonders bei Einzelaktien seien bis Freitagabend erratische Kursbewegungen ohne nachrichtlichen Hintergrund möglich, heißt es im Handel. Der neue Fed-Chef Kevin Warsh habe "unter dem Strich positiv überrascht", sagt ein Händler. Denn die Befürchtung habe sich nicht bewahrheitet, dass seine Ernennung durch US-Präsident Trump auch zu einer laxen Inflationsbekämpfung führt. Unterstützung könnte von der Absichtserklärung zur Beendigung des Kriegs kommen, die USA und Iran nun unterzeichnet haben. Zentralbanken stehen weiter im Fokus: So kommen im Verlauf des Donnerstags Entscheidungen der Bank of England, der Schweizerischen Zentralbank und aus Norwegen. Von der BoE wird keine Erhöhung erwartet, was im Kontrast zu den Schritten der Bank of Japan und der EZB steht. Bei den Einzelaktien wird auf die Aussagen von der Hauptversammlung bei VW geblickt. Gehofft wird auf eine Zukunftsperspektive für den angeschlagenen Autobauer.

Rückblick: Freundlich - Für Unterstützung sorgten weiter sinkende Marktzinsen, nachdem die Ölpreise zuletzt stark gefallen waren in Reaktion auf das angekündigte US-iranische Friedensabkommen am Freitag. Mit niedrigeren Ölpreisen gehen auch sinkende Inflationserwartungen einher. Das Interesse der Anleger galt vor allem der Sitzung der US-Notenbank am Abend mit der ersten Pressekonferenz des frischgebackenen Fed-Chefs Kevin Warsh. Eine Gewinnwarnung von BMW schickte die Aktie um 8,3 Prozent nach unten. Wegen des schwierigen China-Geschäfts sieht BMW die operative Gewinnmarge im Autogeschäft nun nur noch bei 1 bis 3 statt bei 4 bis 6 Prozent und die Rendite auf das eingesetzte Kapital bei 1 bis 5 Prozent statt bei 6 bis 10 Prozent. Die schwache Entwicklung in China sei vor allem marktbedingt und könne deshalb auch als negatives Signal für andere europäische Autobauer wie Mercedes-Benz und Volkswagen gewertet werden, die ebenfalls mit Gewinnwarnungen reagieren könnten, warnten die Analysten der RBC. Im Sog von BMW verloren VW 3,5 und Mercedes-Benz 4,4 Prozent. Für Renault ging es um 2,1 und für Stellantis um 3,3 Prozent abwärts. Zulieferer gaben ebenso nach: Continental um 1,4 oder Schaeffler um 3,2 Prozent. Der Stoxx-Subindex der Autoaktien war mit einem Minus von 3,3 Prozent klar das Schlusslicht. Deutsche Telekom fielen um 2,5 Prozent, Orange um 3,3 und Vodafone um 1,0 Prozent. Händler vermuteten Gewinnmitnahmen im als defensiv geltenden Telekomsektor. Zu hören war aber auch von der Sorge, Elon Musks SpaceX könnte mit seinem Starlink-System in den USA eine flächendeckende Konkurrenz zum Mobilfunk aufbauen.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Behauptet - Die nach der BMW-Gewinnwarnung sehr schwachen Autoaktien bremsten den DAX (s.o.). Während die Aktien der Autohersteller kräftig Federn ließen, machten Auto1 einen Satz um 8,4 Prozent nach oben. Der Anbieter einer digitalen Plattform für den An- und Verkauf von Gebrauchtwagen teilte zu seinem Kapitalmarkttag mit, im Privatkundengeschäft ein langfristiges Absatzwachstum von 20 bis 40 Prozent pro Jahr anzustreben. Zugleich bestätigte Auto1 die Prognose für das laufende Jahr. Tagessieger im DAX waren Commerzbank mit einem Anstieg um 5,2 Prozent. Hier könnten Akteure auf weiter steigende Kurse vor dem Hintergrund der andauernden Übernahmebemühungen durch Unicredit gesetzt haben. Bayer stiegen nachrichtenlos um 4,8 Prozent. Marktteilnehmern zufolge trieben hier Hoffnungen auf ein positives US-Supreme-Court-Urteil im sogenannten Durnell-Fall, das Signalwirkung für zahlreiche Glyphosat-Klagen haben könnte. Während die Analysten der UBS im Basisszenario ein Kursziel für die Aktie von 52 Euro sehen, verorten sie es im als unwahrscheinlicher erachteten Negativszenario bei 28

Euro. Bei Berenberg hieß es mit Blick auf das Urteil, hier könne man auch eine Münze werfen.

XETRA-NACHBÖRSE

Bayer zeigten sich unbewegt davon, dass die Tochter Monsanto ihren 7,25 Milliarden Dollar schweren Sammelvergleich um den Unkrautvernichter Roundup nicht vor einem Bundesgericht in Kalifornien verhandeln muss. Das zuständige Gericht in Missouri hatte den Vergleich Anfang März vorläufig gebilligt, endgültig steht die Zustimmung aber noch aus. Einzelne Klägeranwälte hatten versucht, den Sammelvergleich von Missouri an ein Gericht in Kalifornien zu verlegen.

USA - AKTIEN

Schwächer - Die Zinsprojektionen der US-Notenbank sorgten an den US-Börsen für einen Richtungswechsel. Der sogenannte Dot-Plot fiel falkenhafter aus als noch bei der Sitzung im März. Von 18 Notenbankern halten nun neun mindestens eine Zinserhöhung in diesem Jahr für angemessen, im März war noch keiner dieser Ansicht. Acht Vertreter erwarten dagegen unveränderte Zinsen, einer rechnet mit einer Zinssenkung. Am Zinsterminmarkt, wo für den Septembertermin zuletzt mit gut 25-prozentiger Wahrscheinlichkeit eine Zinserhöhung eingepreist wurde, stieg dieser Wert auf rund 65 Prozent. Dass die Fed aktuell die Leitzinsen unverändert ließ, war so allgemein erwartet worden. Die anfangs noch für Zuversicht und steigende Kurse sorgenden durchgesickerte Details des US-iranischen Friedensabkommens, das am Freitag unterzeichnet werden soll, verloren mit den Fed-Verlautbarungen ihre Wirkung. SpaceX zeigten sich nach den fulminanten ersten drei Handelstagen erstmals mit Einbußen. Die Aktie verbilligte sich um 4,9 Prozent auf knapp 192 Dollar. Zum Vergleich: Die Aktie war zu 135 Dollar ausgegeben worden. Nun dürften einige Akteure Gewinne mitgenommen haben, so Marktbeobachter. Nach dem sehr schwachen Vortag kam es bei Halbleiteraktien zu einer Erholung: AMD stiegen um 1,0, Arm um 5,7, Broadcom um 4,3 oder Intel um 3,5 Prozent. La-Z-Boy schnellten um 14,8 Prozent nach oben. Der Polstermöbelhersteller hatte höhere Gewinne berichtet, die zudem die Erwartungen übertrafen. CarMax rutschen um 9,0 Prozent ab. Der Gebrauchtwagenhändler kurbelte im jüngsten Quartal zwar den Absatz an, dies ging jedoch zu Lasten des Gewinns.

US-ANLEIHEN

Rendite  +/-    Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre    4,21 +0,17      4,22      4,04 
5 Jahre    4,28 +0,13      4,28      4,15 
10 Jahre   4,50 +0,07      4,50      4,43 
 

Die Anleiherenditen zogen als Reaktion auf die falkenhafteren Zinsprojektionen deutlich an, im Zehnjahresbereich um 7 Basispunkte auf 4,50 Prozent.

DEVISEN

DEVISEN    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 18:24 
EUR/USD     1,1517  +0,2  0,0018     1,1499   1,1590 
EUR/JPY     184,99  +0,1  0,2400    184,7500  185,7100 
EUR/CHF     0,9203  +0,1  0,0006     0,9197   0,9192 
EUR/GBP     0,8653  +0,0  0,0002     0,8651   0,8653 
USD/JPY     160,6  -0,0  -0,0300    160,6300  160,2200 
GBP/USD     1,3305  +0,1  0,0014     1,3291   1,3391 
USD/CNY     6,7615  +0,1  0,0038     6,7577   6,7577 
USD/CNH     6,7638  -0,2  -0,0122     6,7760   6,7594 
AUS/USD     0,7033  +0,3  0,0019     0,7014   0,7069 
Bitcoin/USD 63.860,55  -0,8  -501,57    64.362,12 65.847,36 
 

Der Dollar zog mit den Marktzinsen kräftig an. Der Euro rutschte von Ständen um 1,1590 auf zuletzt 1,1494 Dollar ab, den niedrigsten Stand seit Ende März.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold     4.322,13  +1,5   64,45    4.257,68 
Silber      69,20  +1,8   1,21      67,99 
Platin    1.763,18  +1,5   26,37    1.736,81 
 

Der Goldpreis, der zuvor noch gestiegen war, büßte nach den Fed-Aussagen über den Tag 86 Dollar auf 4.245 ein. Zum einen verliert das Edelmetall bei höheren Zinsen an Attraktivität als Anlage, zum anderen wird es durch den steigenden Dollar für Käufer aus anderen Währungsräumen teurer.

ÖL

ROHOEL     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     74,5  -3,0   -2,29      76,79 
Brent/ICE    77,71  -2,3   -1,84      79,55 
 

Die Rohölpreise stabilisierten sich, nachdem sie an den Vortagen mit der Aussicht auf die Wiederöffnung der Straße von Hormus massiv gefallen waren. Analyst Neil Crosby von Sparta Commodities sieht dennoch weiteres Abwärtspotenzial, sollte das Abkommen beschlossen werden. "Brent dürfte um weitere 5 bis 10 US-Dollar pro Barrel fallen", mutmaßte der Experte. Und die Internationale Energieagentur (IEA) glaubt, dass der Golf-Schock den Ölverbrauch stark senken dürfte, bis sich die Ströme durch die Straße von Hormus allmählich normalisieren. Dies könne die Voraussetzung für einen Angebotsanstieg schaffen, der das Nachfragewachstum übertreffe. Am frühen Donnerstag geraten die Ölpreise mit der Nachricht vom Friedensabkommen Iran/USA wieder unter Druck.

MELDUNGEN SEIT MITTWOCH 17.30 UHR

IRAN-KRIEG

US-Präsident Donald Trump hat sein Abkommen zur Beendigung des Iran-Krieges verteidigt. Er sagte, er habe eine "wirtschaftliche Katastrophe" vermeiden wollen. Diese hätte eintreten können, wenn der von den USA begonnene Konflikt angedauert hätte.

HANDELSPOLITIK USA / INDIEN

Ein Handelsabkommen mit Indien sei "sehr nahe", sagte Präsident Trump gegenüber Reportern bei einem Briefing mit Premierminister Narendra Modi auf dem G-7-Gipfel in Frankreich. Die beiden Länder haben mehrere Verhandlungsrunden über Zölle geführt. Im Februar hieß es, sie hätten eine Einigung über die Senkung der US-Abgaben auf indische Waren erzielt, ein endgültiges Abkommen steht jedoch noch aus. In einem Beitrag auf X teilte Modi mit, er und Trump hätten bei ihrem Treffen im französischen Evian die andauernden Fortschritte in der bilateralen Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Energie, Verteidigung und Technologie erörtert.

BAYER

Die Tochter Monsanto muss ihren 7,25 Milliarden Dollar schweren Sammelvergleich um den Unkrautvernichter Roundup nicht vor einem Bundesgericht in Kalifornien verhandeln. Ein Bundesrichter verwies den Fall zurück an den Missouri State Court. Bei dem Gericht sind die allermeisten Klagen zu Roundup anhängig, wie Bayer mitteilte. Bayer hatte sich im Februar mit den großen Schadensersatzkanzleien in den USA auf einen Vergleich im Gesamtvolumen von bis zu 7,25 Milliarden Dollar geeinigt, der sämtliche bisherigen und künftigen Klagen abdeckt, bei denen eine Erkrankung am Non-Hodgkin-Lymphom auf den Einsatz von Roundup zurückgeführt wird. Die Zahlungen sollen über zwanzig Jahre gestreckt, der größte Teil davon soll aber in diesem Jahr gezahlt werden. Das zuständige Gericht in Missouri hatte den Vergleich Anfang März vorläufig gebilligt, endgültig steht die Zustimmung aber noch aus. Einzelne Klägeranwälte hatten versucht, den Sammelvergleich von Missouri an ein Gericht in Kalifornien zu verlegen.

LANXESS

hat eine Anleihe über 500 Millionen Euro begeben. Das Orderbuch war nach Angaben des Kölner MDAX-Konzerns mehrfach überzeichnet. Die Anleihe hat eine Laufzeit von fünf Jahren und einen Coupon von 4,375 Prozent. Die Transaktion diene der allgemeinen Unternehmensfinanzierung sowie der Rückzahlung einer im Oktober 2026 fälligen Anleihe über 500 Millionen Euro, hieß es weiter.

GSK / SPERO THERAPEUTICS

GSK und Spero Therapeutics haben von der US-Arzneimittelbehörde FDA die Zulassung für ihr orales Antibiotikum Utebzi zur Behandlung komplizierter Harnwegsinfektionen erhalten.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/gos/cln

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June 18, 2026 01:33 ET (05:33 GMT)

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