Berlin (ots) -
Der Sommer ist da und die nächste Hitzewelle steht unmittelbar bevor. Auch auf die Arzneimitteltherapie kann sich die Hitze auswirken: "Wer längerfristig Arzneimittel braucht, sollte in der Apotheke vor Ort nachfragen, ob eine Dosisanpassung oder andere Vorsichtsmaßnahmen notwendig sind", rät Stephanie Tiede, Apothekerin und Vorstandsmitglied der Bundesapothekerkammer. "Zwei, drei heiße Tage sind in der Regel kein Problem. Aber auf eine längere Hitzeperiode sollte man sich besser vorbereiten. Die Beratung in der Apotheke empfehle ich vor allem Menschen, die dauerhaft rezeptpflichtige Arzneimittel brauchen."
Bei einer Hitzewelle problematisch sind zum Beispiel arzneimittelhaltige Pflaster, die unter anderem gegen starke Schmerzen verordnet werden. Ihr Wirkstoff wird in der Haut resorbiert und gelangt so ins Blut. Bei Hitze wird die Haut besser durchblutet, dadurch wird mehr Arzneistoff aufgenommen. Tiede: "Eine unabsichtliche Überdosierung könnte unter anderem den Atemreflex verringern. Das kann lebensgefährlich werden. Mein dringender Rat an alle Patientinnen oder Patienten, die solche Pflaster brauchen: Bitte ändern Sie nicht auf eigene Faust etwas an der Dosierung, sondern sprechen Sie zuerst mit Ihrer Apothekerin oder Ihrem Apotheker." Die Wirkung der Pflaster hält noch einige Zeit an, nachdem das Pflaster von der Haut abgelöst wurde.
Bei Hitze schwitzt man viel, was zu einem Wasserverlust führen kann. Verschiedene blutdrucksenkende Arzneimittel wie zum Beispiel Entwässerungsmittel können diesen Wasserverlust verstärken. Der Körper kann dadurch austrocknen, was sich unter anderem durch Kopfschmerzen oder Konzentrationsstörungen bemerkbar macht. Tiede: "Während einer Hitzewelle kann eine zeitweise Dosisanpassung der Medikamente erforderlich sein. Lassen Sie sich dazu in Ihrer Apotheke beraten. Am besten wiegen sich Betroffene während einer Hitzewelle täglich, um so ihren Wasserhaushalt engmaschig zu kontrollieren. Wichtig finde ich auch die Zufuhr von Elektrolyten."
Tiede ist in einer Hamburger Apotheke angestellt. "Wer bei großer Hitze seine - hoffentlich kühle - Wohnung nicht verlassen möchte, dem liefern wir bei Bedarf dringend notwendige Arzneimittel auch per Botendienst." Die Mehrzahl der Apotheken bieten Botendienste an. Bei den Apotheken-Botendiensten werden alle Qualitätsvorgaben eingehalten. Gerade bei hohen Temperaturen ist wichtig, dass die Temperaturvorgaben auch beim Transport eingehalten werden. Nicht kühlpflichtige Arzneimittel sollten zwischen 15 und 25 Grad Celsius gelagert und transportiert werden, kühlpflichtige wie Insulin bei 2 bis 8 Grad Celsius. In Apotheken sind Kühltaschen erhältlich.
Mehr Informationen auf www.abda.de
Pressekontakt:
Benjamin Rohrer, Pressesprecher, 030 40004-131, b.rohrer@abda.de
Dr. Ursula Sellerberg, Stellv. Pressesprecherin, 030 40004-134, u.sellerberg@abda.de
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Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/7002/6296671
Der Sommer ist da und die nächste Hitzewelle steht unmittelbar bevor. Auch auf die Arzneimitteltherapie kann sich die Hitze auswirken: "Wer längerfristig Arzneimittel braucht, sollte in der Apotheke vor Ort nachfragen, ob eine Dosisanpassung oder andere Vorsichtsmaßnahmen notwendig sind", rät Stephanie Tiede, Apothekerin und Vorstandsmitglied der Bundesapothekerkammer. "Zwei, drei heiße Tage sind in der Regel kein Problem. Aber auf eine längere Hitzeperiode sollte man sich besser vorbereiten. Die Beratung in der Apotheke empfehle ich vor allem Menschen, die dauerhaft rezeptpflichtige Arzneimittel brauchen."
Bei einer Hitzewelle problematisch sind zum Beispiel arzneimittelhaltige Pflaster, die unter anderem gegen starke Schmerzen verordnet werden. Ihr Wirkstoff wird in der Haut resorbiert und gelangt so ins Blut. Bei Hitze wird die Haut besser durchblutet, dadurch wird mehr Arzneistoff aufgenommen. Tiede: "Eine unabsichtliche Überdosierung könnte unter anderem den Atemreflex verringern. Das kann lebensgefährlich werden. Mein dringender Rat an alle Patientinnen oder Patienten, die solche Pflaster brauchen: Bitte ändern Sie nicht auf eigene Faust etwas an der Dosierung, sondern sprechen Sie zuerst mit Ihrer Apothekerin oder Ihrem Apotheker." Die Wirkung der Pflaster hält noch einige Zeit an, nachdem das Pflaster von der Haut abgelöst wurde.
Bei Hitze schwitzt man viel, was zu einem Wasserverlust führen kann. Verschiedene blutdrucksenkende Arzneimittel wie zum Beispiel Entwässerungsmittel können diesen Wasserverlust verstärken. Der Körper kann dadurch austrocknen, was sich unter anderem durch Kopfschmerzen oder Konzentrationsstörungen bemerkbar macht. Tiede: "Während einer Hitzewelle kann eine zeitweise Dosisanpassung der Medikamente erforderlich sein. Lassen Sie sich dazu in Ihrer Apotheke beraten. Am besten wiegen sich Betroffene während einer Hitzewelle täglich, um so ihren Wasserhaushalt engmaschig zu kontrollieren. Wichtig finde ich auch die Zufuhr von Elektrolyten."
Tiede ist in einer Hamburger Apotheke angestellt. "Wer bei großer Hitze seine - hoffentlich kühle - Wohnung nicht verlassen möchte, dem liefern wir bei Bedarf dringend notwendige Arzneimittel auch per Botendienst." Die Mehrzahl der Apotheken bieten Botendienste an. Bei den Apotheken-Botendiensten werden alle Qualitätsvorgaben eingehalten. Gerade bei hohen Temperaturen ist wichtig, dass die Temperaturvorgaben auch beim Transport eingehalten werden. Nicht kühlpflichtige Arzneimittel sollten zwischen 15 und 25 Grad Celsius gelagert und transportiert werden, kühlpflichtige wie Insulin bei 2 bis 8 Grad Celsius. In Apotheken sind Kühltaschen erhältlich.
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