DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Ifo: Gegensätzliche Kräfte bremsen und stützen deutsche Wirtschaft
Das Münchner Ifo-Institut rechnet damit, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) sowohl im laufenden als auch im kommenden Jahr um jeweils 0,8 Prozent steigen wird. Bisher hatte das Ifo-Institut für dieses Jahr einen Zuwachs von 0,8 Prozent und für das nächste Jahr von 1,2 Prozent veranschlagt. "Während ein massiver Energiepreisschock durch den Nahost-Konflikt die Konjunktur bremst, stützt eine stark expansive Finanzpolitik das Wachstum. Die Wirtschaft steht konjunkturell im Zeichen gegensätzlicher Kräfte", sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.
IMK senkt Wachstumsprognosen - Iran-Krieg belastet Wirtschaft
Der Iran-Krieg und der damit verbundene Anstieg der Energiepreise belastet die deutsche Wirtschaft erheblich. Laut der aktuellen Konjunkturprognose des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung wird für das Jahr 2026 nur noch ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,6 Prozent erwartet - das sind 0,3 Prozentpunkte weniger als noch im März prognostiziert. Für das Jahr 2027 korrigierten die Düsseldorfer Ökonomen ihre Erwartungen sogar um 0,7 Prozentpunkte nach unten und rechnen nun mit einem Zuwachs von 0,9 Prozent.
EZB: Euroraum-Leistungsbilanzüberschuss steigt im April leicht
Der Leistungsbilanzüberschuss des Euroraums hat im April leicht zugenommen. Nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) betrug der Aktivsaldo saisonbereinigt 16 (März: 15) Milliarden Euro. In der Handelsbilanz ergab sich ein Überschuss von 17 (14) Milliarden Euro, wobei die Exporte auf 252 (236) Milliarden Euro stiegen und die Importe auf 234 (222) Milliarden.
Bank of England lässt Leitzins bei 3,75 Prozent
Die Bank of England (BoE) hat ihren Leitzins stabil gehalten und reagierte damit ebenso wie andere Zentralbanken vorsichtig auf Anzeichen dafür, dass die Straße von Hormus bald wieder geöffnet werden könnte. Der Leitzins verharrte bei 3,75 Prozent, dem Stand, auf dem er seit Dezember liegt. Die Öl- und Erdgaspreise sind gesunken, seit der Iran und die USA bekanntgegeben haben, dass sie sich auf ein vorläufiges Abkommen geeinigt haben, liegen jedoch weiterhin über dem Vorkriegsniveau.
SNB lässt Leitzins bei 0 Prozent
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat ihren Leitzins wie erwartet unverändert gelassen und eine "bei Bedarf" erhöhte Bereitschaft zu Devisenmarktinterventionen signalisiert. Zudem wurde die Inflationsprognose für 2026 und 2027 marginal angehoben - bei unveränderten Wachstumsprognosen. Wie sie mitteilte, bleibt der Leitzins bei 0 Prozent, wo er seit Juni vergangenen Jahres steht.
Norwegens Zentralbank belässt Leitzins stabil
Die norwegische Zentralbank rechnet angesichts der anhaltend hohen Inflation weiterhin mit einer Anhebung ihres Leitzinses im weiteren Jahresverlauf. Sie merkte jedoch an, dass ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran den Preisdruck lindern könnte, sollten sich die Energiemärkte schnell normalisieren. Die Norges Bank hat den Zinssatz am Donnerstag bei 4,25 Prozent belassen. Die Entscheidung entsprach den Erwartungen einer Umfrage des Wall Street Journal.
DJG/DJN/apo
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June 18, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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