DJ Aktien Schweiz von defensiven Schwergewichten gedrückt
DOW JONES---Verluste bei den defensiven Schwergewichten haben am Donnerstag den schweizerischen Aktienmarkt belastet. Händler sprachen von einer verbesserten Risikoneigung wegen der unterzeichneten Absichtserklärung zur Beendigung des Iran-Kriegs. Diese Entwicklung habe zu Abgaben bei den Schwergewichten Nestle (-0,2%), Roche (-2,7%) und Novartis (-2,5%) geführt. Nach bestätigtem Zinsniveau in den USA, aber überraschend falkenhaften Verlautbarungen hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) ihren Leitzins wie erwartet ebenfalls unverändert gelassen. Sie signalisierte aber eine "bei Bedarf" erhöhte Bereitschaft zu Devisenmarktinterventionen. Der Franken geriet in der Folge etwas unter Druck. Die Bank sei zuversichtlich, "dass die aktuelle geldpolitische Ausrichtung die Inflation im Zielbereich halten und gleichzeitig das Wirtschaftswachstum stützen wird", urteilte Analyst Harry Chambers von Capital Economics zur SNB.
Der SMI verlor 0,4 Prozent auf 13.766 Punkte. Unter den 20 SMI-Werten standen sich zehn Kursverlierer und zehn -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 30,84 (zuvor: 24,17) Millionen Aktien. Marktteilnehmer hatten mit der Abwicklung der Großen Verfalltage an den internationalen Terminbörsen zu tun, der Verfall wurde in den USA vorgezogen wegen des Feiertages am Freitag.
Richemont legten um 1,7 Prozent zu, Swatch um 0,5 Prozent. Im Mai hatten sich die heimischen Uhrenexporte nach einem Einbruch stabilisiert. Die Erholung in China fiel hingegen schwach aus. Die Uhrenbranche sollte in den kommenden Jahren in China nur mit moderatem Wachstum rechnen, sagte Vontobel-Analyst Jean-Philippe Bertschy. Kühne+Nagel gaben 1,3 Prozent ab - belastet von der Sorge über sinkende Frachtraten nach Ende des Nahost-Kriges. UBS legten nach einem positiven Kommentar von Jefferies um 2,7 Prozent zu.
Die Aktien der Idorsia verzeichneten einen Kurssprung um 25,7 Prozent. Das Biopharmaunternehmen hatte zuletzt eine erfolgreiche Umschuldung bekannt gegeben. Schindler (+0,4%) hat das Volumen des laufenden Aktienrückkaufprogramms angehoben. Straumann kletterten um 2,6 Prozent nach plositiven Analysteneinschätzungen.
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June 18, 2026 11:41 ET (15:41 GMT)
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