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XETRA-SCHLUSS/DAX steckt Fed-Entscheidung gut weg

DJ XETRA-SCHLUSS/DAX steckt Fed-Entscheidung gut weg

DOW JONES--Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag nach volatilem Verlauf mit Aufschlägen geschlossen. Der DAX gewann 0,4 Prozent auf 25.027 Punkte. Stützend wirkte die sich weiter entspannende Lage im Nahen Osten. Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Konflikts wurde zwei Tage vor der geplanten Zeit unterschrieben und drückte den Ölpreis bis Börsenschluss um weitere 3 Prozent nach unten. Dass das Ifo-Institut die deutsche Wachstumsprognose für 2027 auf 0,8 von zu zuvor 1,2 Prozent gesenkt hatte, belastete nicht. Anleger setzen auf zukünftig bessere Zeiten.

Eher falkenhafte Töne auf der US-Notenbanksitzung steckten die Börsen gut weg. Der erste Auftritts des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh darf als gelungen bezeichnet werden. Er habe sich zur Preisstabilität bekannt, was vor allem im langfristigen Anleihebereich für Vertrauen sorgt, hieß es im Handel. Die US-Notenbank hat wie allgemein erwartet ihre Zinspause verlängert, die Märkte preisten aber eine Zinserhöhung nun bis Oktober ein, zuvor war erst für März ein voller Zinsschritt an den Märkten erwartet worden. Daneben bestätigte die Schweizer Nationalbank die Zinsen genauso wie die Bank of England.

Kräftig nach oben ging es mit den Aktien von Siemens Energy (+4,7%). Anders als sonst trieben diesmal keine KI-Fantasien, sondern die angedachte Abspaltung einer Sparte. Wie das Manager Magazin berichtete, prüft das Unternehmen die Ausgliederung der "Transformation of Industries"-Sparte (TI). Die Analysten von RBC begrüßten dies, warnten allerdings, aufgrund operativer Hürden keine schnelle Lösung zu erwarten. Die TI-Sparte macht rund 10 Prozent des von RBC geschätzten EBITA 2028 aus. Tagesgewinner im DAX waren indes Infineon mit Aufschlägen von 6,4 Prozent, die Aktie hat damit die jüngste Korrektur zunächst beendet. Das Unternehmen hatte zwei weitere Patentverletzungsverfahren gegen den chinesische Halbleiterzulieferer Innoscience gewonnen.

Autoaktien wurden weiter gemieden nach der massiven Gewinnwarnung von BMW am Vortag. BMW setzten den Südkurs weiter fort und fielen um 4 Prozent, Mercedes-Benz um 4,6 Prozent. Auch Zulieferer standen unter Druck, so ging es für Schaeffler um 3,7 Prozent nach unten. VW gaben um 2,8 Prozent nach. Die ehemalige Rüstungsmanagerin Susanne Wiegand gibt nach knapp einem Jahr überraschend ihre Aufsichtsratstätigkeit bei Volkswagen auf. Tanja Bauer von der Fondsgesellschaft Deka Investment sprach auf der Hauptversammlung von einem "sehr negativen Signal". Wiegand sei aus ihrer Sicht die einzige unabhängige Aufsichtsrätin bei VW.

Ein schwacher Ausblick von Accenture löste neue KI-Ängste aus. Das in Dublin ansässige Unternehmen gab bekannt, dass es für das Geschäftsjahr 2026 ein Umsatzwachstum in lokalen Währungen zwischen 3 und 4 Prozent erwartet, verglichen mit der vorherigen Prognose von 3 bis 5 Prozent. Auch sind die Auftragseingänge im dritten Quartal in lokalen Währungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3 Prozent auf 19,32 Milliarden Dollar gesunken. Die Warnung löste neue Sorgen aus, dass KI-Anwendungen das traditionelle Geschäftsmodell von Daten- und Serviceanbietern gefährden könnte. Am deutschen Markt ging es für SAP um 4,5 Prozent nach unten, Deutsche Börse büßten 1,2 Prozent ein.

=== 
Index     zuletzt* +/- % +/- % YTD 
DAX       25.027  +0,4    2,2 
DAX-Future   25.014  +0,8    1,0 
XDAX      25.013  +0,4    1,8 
MDAX      32.666  -0,6    6,6 
TecDAX      3.947  -0,0    9,0 
SDAX      18.374  -0,6    6,9 
zuletzt        +/- Ticks 
Bund-Future   126,71  +8,0 
*gerundet 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/flf

(END) Dow Jones Newswires

June 18, 2026 11:56 ET (15:56 GMT)

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