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MÄRKTE EUROPA/Fester - USA und Iran unterzeichnen Rahmenvertrag - Fed-Warsh überzeugt

DJ MÄRKTE EUROPA/Fester - USA und Iran unterzeichnen Rahmenvertrag - Fed-Warsh überzeugt

DOW JONES--Der europäische Aktienmarkt hat am Donnerstag nach volatilem Verlauf mit Aufschlägen geschlossen. Der DAX gewann 0,4 Prozent auf 25.027 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es ebenfalls 0,4 Prozent nach oben. Stützend wirkte die sich weiter entspannende Lage im Nahen Osten. Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Konflikts wurde zwei Tage vor der geplanten Zeit unterschrieben und drückte den Ölpreis um weitere rund 3 Prozent nach unten. Dass das Ifo-Institut die deutsche Wachstumsprognose für 2027 auf 0,8 von zu zuvor 1,2 Prozent gesenkt hat, belastete nicht. Die Anleger setzen auf zukünftig bessere Zeiten.

Auch eher falkenhafte Töne auf der US-Notenbanksitzung steckten die Börsen gut weg. Der erste Auftritts des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh darf als gelungen bezeichnen werden. Er habe sich zur Preisstabilität bekannt, was vor allem im langfristigen Anleihebereich für Vertrauen sorgt, hieß es im Handel. Die US-Notenbank hatte wie allgemein erwartet ihre Zinspause verlängert, die Märkte preisten aber eine Zinserhöhung nun bis Oktober ein, zuvor war erst für März ein voller Zinsschritt an den Märkten erwartet worden. Am Devisenmarkt wertete der Euro deutlich auf etwa 1,1470 Dollar ab, an den Anleihemärkten stiegen die Renditen. Daneben bestätigte die Schweizer Nationalbank die Zinsen genauso wie die Bank of England.

Überdies hatten Marktteilnehmer mit der Abwicklung der Großen Verfalltage an den internationalen Terminbörsen zu tun. Denn wegen des US-Feiertages am Freitag fand er an Wall Street schon statt. In Europa ist er regulär erst für Freitag angesetzt, verlor aber wegen der US-Vorlagen stark an Spannung.

Gut im Markt lagen die Aktien der Fluglinien, Verlierer waren die Rohstoff- und Minenwerte mit der Aussicht auf steigende US-Zinsen. So ging es bei Air France-KLM um 4,6 Prozent und bei Lufthansa um 3,2 Prozent höher. Dagegen verloren BP 2,9 Prozent, Rio Tinto 3 Prozent oder Repsol 2,5 Prozent.

Autoaktien wurden weiter gemieden nach der massiven Gewinnwarnung von BMW am Vortag. BMW setzten den Südkurs weiter fort und fielen um 5,3 Prozent, Mercedes-Benz um 5,6 Prozent. Auch Zulieferer standen unter Druck, so ging es für Schaeffler um 8,4 Prozent und Valeo um 4,7 Prozent nach unten. VW gaben um 3,1 Prozent nach. Die ehemalige Rüstungsmanagerin Susanne Wiegand gibt nach knapp einem Jahr überraschend ihre Aufsichtsratstätigkeit bei Volkswagen auf. Tanja Bauer von der Fondsgesellschaft Deka Investment sprach auf der Hauptversammlung von einem "sehr negativen Signal". Wiegand sei aus ihrer Sicht die einzige unabhängige Aufsichtsrätin bei VW.

Deutschlands größte Parfümeriekette Douglas hat ihre Jahresprognose gesenkt. Das im SDAX notierte Unternehmen verwies zur Begründung auf die bisherige Entwicklung im dritten Geschäftsquartal, das am 30. Juni endete, ohne dies näher auszuführen. Die Douglas-Aktie verlor 6,4 Prozent.

Ein schwacher Ausblick von Accenture löste neue KI-Ängste aus. Das in Dublin ansässige Unternehmen Accenture gab bekannt, dass es für das Geschäftsjahr 2026 ein Umsatzwachstum in lokalen Währungen zwischen 3 und 4 Prozent erwartet, verglichen mit der vorherigen Prognose von 3 bis 5 Prozent. Auch sind die Auftragseingänge im dritten Quartal in lokalen Währungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3 Prozent auf 19,32 Milliarden Dollar gesunken. Die Warnung löste neue Sorgen aus, dass KI-Anwendungen das traditionelle Geschäftsmodell von Daten- und Serviceanbietern gefährden könnte. Capgemini brachen um 8,9 Prozent ein, SAP verloren 4,5 Prozent, Wolters Kluwer 2,7 Prozent, LSE 7 Prozent oder Deutsche Börse 1,7 Prozent.

Für die Tesco-Aktie ging es nach Erstquartalszahlen 0,9 Prozent nach unten. Das flächenbereinigte Wachstum von 1,8 Prozent auf dem britischen Heimatmarkt lag laut Bernstein nur am unteren Ende der Spanne der Konsensschätzungen. Auch verwiesen die Analysten auf die andauernde Schwäche bei Booker.

=== 
Index        Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     6.323       +0,4          +8,8 
Stoxx-50        5.342       -0,3          +8,9 
Stoxx-600        637       -0,3          +8,0 
DAX          25.027       +0,4          +1,8 
FTSE-100 London    10.509       -1,0          +5,8 
CAC-40 Paris      8.431       +0,4          +3,5 
AEX Amsterdam     1.083       -0,1         +13,8 
ATHEX-20 Athen     6.322       -0,6         +18,2 
BEL-20 Brüssel     5.704       -1,0         +12,3 
BUX Budapest     138.901       -0,4         +25,1 
OMXH-25 Helsinki    6.324       -1,4         +10,9 
OMXC-20 Kopenhagen   1.521       -1,3          -5,5 
PSI 20 Lissabon    9.091       -0,6         +10,0 
IBEX-35 Madrid    19.422       -0,1         +12,2 
FTSE-MIB Mailand   52.595       +0,2         +17,0 
OBX Oslo        1.898       -1,3         +18,8 
PX Prag        2.588       -1,3          -3,6 
OMXS-30 Stockholm   3.161       +0,6          +9,7 
WIG-20 Warschau   138.527       -1,3         +19,7 
ATX Wien        6.569       -0,6         +23,3 
SMI Zürich      13.815       -0,4          +4,1 
* gerundet 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 18:24 
EUR/USD          1,1468  -0,3  -0,0031     1,1499   1,1590 
EUR/JPY          184,97  +0,1   0,2200     184,75  185,7100 
EUR/CHF          0,9222  +0,3   0,0025     0,9197   0,9192 
EUR/GBP          0,8674  +0,3   0,0023     0,8651   0,8653 
USD/JPY          161,27  +0,4   0,6400     160,63  160,2200 
GBP/USD          1,3219  -0,5  -0,0072     1,3291   1,3391 
USD/CNY          6,7686  +0,2   0,0109     6,7577   6,7577 
USD/CNH          6,7756  -0,0  -0,0004     6,7760   6,7594 
AUS/USD          0,7018  +0,1   0,0004     0,7014   0,7069 
Bitcoin/USD      62.621,13  -2,7 -1.740,99    64.362,12 65.847,36 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         74,92  -2,4   -1,87      76,79 
Brent/ICE         77,67  -2,4   -1,88      79,55 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.228,92  -0,7   -28,76    4.257,68 
Silber           66,05  -2,8   -1,94      67,99 
Platin         1.710,39  -1,5   -26,42    1.736,81 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/flf

(END) Dow Jones Newswires

June 18, 2026 12:21 ET (16:21 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
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