DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
EZB/Lane: Obergrenze neutralen Gleichgewichtszinses jetzt bei 2,50%
Die Europäische Zentralbank (EZB) geht nach den Worten ihres Chefvolkswirts Philip Lane davon aus, dass die Spanne des neutralen Gleichgewichtszinses in letzter Zeit etwas nach oben verschoben hat. "Wir sehen uns eine Reihe von Modellen des neutralen Zinses an, und wir nehmen an, dass das obere Ende dieses Bereiches von 2,25 auf 2,50 Prozent gestiegen ist", sagte er in einer Veranstaltung der Deutschen Bank.
BoE dürfte vor Zinsänderung weitere UK-Daten abwarten
Die Bank of England wird die Zinsen in den kommenden Monaten voraussichtlich unverändert lassen, da die Währungshüter auf weitere Daten aus Großbritannien warten, um die vollen Auswirkungen des Nahost-Konflikts zu erkennen, schreibt Lindsay James von Quilter in einer Research Note. Die politische Unsicherheit in Großbritannien könne zudem die Fähigkeit der BoE zu Zinsänderungen einschränken, so James. Anleger preisen Zinserhöhungen der BoE von insgesamt 29 Basispunkten bis Dezember ein, wie Daten von LSEG zeigen.
BoE dürfte Zinsen in diesem Jahr nicht anheben
Die Bank of England müsse die Zinsen in diesem Jahr wahrscheinlich nicht anheben, meint Emma Mogford vom Premier Miton Monthly Income Fund, nachdem die Zentralbank die Zinsen am Donnerstag bei 3,75 Prozent belassen hatte. "Höhere Preise im weiteren Jahresverlauf, ausgelöst durch den Iran-Krieg, dürften durch eine geringere Nachfrage und nur moderate Erwartungen für das Lohnwachstum angesichts des relativ schwachen Arbeitsmarktes ausgeglichen werden", sagt sie. Die BoE hat mit 7 zu 2 Stimmen für ihre Entscheidung gestimmt, wobei zwei Währungshüter eine Anhebung der Zinsen um 25 Basispunkte bevorzugten.
US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe vergangene Woche gesunken
Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist in der vergangenen Woche gesunken. Dies deutet darauf hin, dass die Arbeitgeber von weitreichenden Entlassungen absahen. Wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte, sank die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche bis zum 18. Juni auf 226.000. In der Vorwoche hatte die nach oben revidierte Zahl bei 230.000 gelegen. Vom Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten mit 225.000 neuen Anträgen gerechnet.
Industrieaktivität in der Region Philadelphia im Juni gestiegen
Die Industrieaktivität in der von der Philadelphia Fed abgedeckten Region hat sich im Juni ausgeweitet. Dies geht aus einer monatlichen Umfrage der regionalen Notenbank hervor. Der Hauptindex des Geschäftsausblicks für das verarbeitende Gewerbe der Philly Fed stieg in diesem Monat auf 10,3 Punkte von minus 0,4 im Mai. Positive Werte deuten auf eine wachsende Geschäftstätigkeit hin. Von The Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten die Expansion mit einem Wert von 9,8 prognostiziert.
Philly-Fed-Index steigt im Juni
Die Lage der US-Industrie in der Region Philadelphia hat sich im Juni aufgehellt. Der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank of Philadelphia stieg auf plus 10,3 Punkte von minus 0,4 im Vormonat. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Indexstand von plus 9,8 erwartet. Liegt der Philly-Fed-Index über null, geht man von einer positiven Konjunkturentwicklung aus. Fällt der Index jedoch unter null, wird mit einem wirtschaftlichen Abschwung im verarbeitenden Gewerbe gerechnet.
US-Frühindikatoren im Mai gestiegen
Die US-Frühindikatoren sind im Mai leicht gestiegen, angetrieben durch positive Beiträge von Finanzkomponenten, insbesondere von Aktienkursen und der Zinsdifferenz, wie aus einem Korb monatlicher Wirtschaftsindikatoren hervorgeht. Der vom Forschungsinstitut The Conference Board veröffentlichte Frühindikatorenindex (Leading Economic Index, LEI) legte um 0,1 Prozent auf 99,3 Punkte zu, nach einem Anstieg von 0,2 Prozent im April.
Kanadische Erzeugerpreise steigen weiter und legen im Mai um 1,2 Prozent zu
Die Erzeugerpreise in Kanada sind im vergangenen Monat weiter gestiegen, da der Iran-Krieg und Störungen der Schifffahrt durch die Straße von Hormus die Rohölkosten in die Höhe trieben und die Lieferketten beeinträchtigten. Der Index der Industrieproduktpreise von Statistics Canada stieg den fünften Monat in Folge und legte im Mai gegenüber dem Vormonat um 1,2 Prozent zu. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sprang der Erzeugerpreisindex um 13,6 Prozent nach oben. Dies war der 20. Anstieg in Folge im Jahresvergleich und der stärkste seit Mitte 2022.
+++ Konjunkturdaten +++
US/Index der nachlaufenden Indikatoren Mai -0,1% gg Vm
US/Index der gleichlaufenden Indikatoren Mai +0,2% gegen Vormonat
US/Index der Frühindikatoren Mai +0,1% gegen Vormonat
DJG/DJN/apo/sha
(END) Dow Jones Newswires
June 18, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
