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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

FEIERTAGSHINWEIS

FREITAG: In den USA bleiben die Börsen wegen des Feiertages Juneteenth geschlossen. Wegen des Drachenbootfests findet in China (Kernland und Hongkong) kein Handel statt.

TAGESTHEMA

US-Vizepräsident JD Vance ist nicht in die Schweiz für die für Freitag geplanten Gespräche mit dem Iran aufgebrochen. "Die Logistik dieser Verhandlungen war noch nie einfach oder vorhersehbar", sagte ein Sprecher des Weißen Hauses am Donnerstag. Dementsprechend werde Vance nicht abreisen.

AUSBLICK KONJUNKTUR

Keine relevanten Daten angekündigt.

ÜBERSICHT INDIZES

Index             zuletzt      +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.524,75      -0,6 
E-Mini-Future Nasdaq-100  30.420,75      -1,0 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.817,80      -1,1 
Topix-500 (Tokio)      4.027,67      -1,0 
Kospi (Seoul)        8.866,53      -2,2 
Shanghai-Composite      Feiertag 
Hang-Seng-Index (Hongkong)  Feiertag 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

An den Börsen in Ostasien und Australien dominieren am Freitag negative Vorzeichen. In den USA hatten die Aktienkurse am Donnerstag kräftig zugelegt, beflügelt von der Absichtserklärung zur Beendigung des Krieges, die der Iran und die USA am späten Mittwoch unterzeichnet hatten. Allerdings drehten die US-Futures am Donnerstag nachbörslich ins Minus, denn in den USA steht ein langes Feiertagswochenende an. Die dortigen Börsen bleiben am Freitag wegen "Juneteenth" geschlossen. Das dürfte ein Grund sein, warum auch in Asien die Anleger vorsichtshalber etwas Geld vom Tisch nehmen. Denn wichtige Fragen müssen erst noch geklärt werden, unter anderem der Streit um das iranische Nuklearprogramm. Und auch wenn die Straße von Hormus, ein wichtiger Wasserweg für den Öltransport, offiziell nun wieder geöffnet ist, bleibt die Schifffahrt dort schwierig wegen zahlreicher Seeminen, die der Iran in der Meerenge ausgebracht hat. Überdies findet am Freitag der Große Verfall statt, der Volatilität in den Markt bringt.

WALL STREET

INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     51.564,70  +0,1  +72,15    51.492,55 
S&P-500    7.500,58  +1,1  +80,48    7.420,10 
NASDAQ Comp 26.517,93  +1,9  +496,28    26.021,66 
NASDAQ 100  30.406,19  +2,5  +735,25    29.670,95 
 
Umsatzdaten 
           Donnerstag Mittwoch 
Umsatz NYSE (Aktien) 4,00 Mrd  1,43 Mrd 
Gewinner       1.770     721 
Verlierer       993    2.034 
Unverändert       73     90 
 

Freundlich - Die Börsen haben den Schrecken über überraschend falkenhafte Ausführungen des neuen US-Notenbankgouverneurs Kevin Warsh vom Vorabend überwunden. Gestützt wurde die Wall Street durch die Absichtserklärung zur Beendigung des Iran-Kriegs. Denn der Iran und die USA unterzeichneten die Grundsatzvereinbarung. Zur guten Stimmung passten auch positive Konjunkturdaten. Intel sprangen um 10,4 Prozent nach oben. Laut US-Präsident Donald Trump hatte der Chiphersteller einen Deal mit Apple gewonnen. Apple stiegen um 0,7 Prozent - der scheidende CEO Tim Cook erklärte, der iPhone-Hersteller müsse die Preise erhöhen, um die steigenden Kosten für Speicherchips auszugleichen. Micron Technology kletterten in der Folge um 8,7 Prozent auf Rekordhoch. Accenture stürzten um 17,8 Prozent ab, nachdem der Beratungskonzern die Wachstumserwartungen gesenkt hatte. Rumble zogen um 1,0 Prozent an, die Video-Plattform ändert ihren Namen und passt ihre Unternehmensstruktur im Zuge einer KI-Neuausrichtung an. Kroger büßten 8,4 Prozent ein, die Supermarktkette verdiente weniger als erwartet. Smith & Wesson Brands schnellten um 17,1 Prozent nach oben. Der Schusswaffenhersteller hatte Umsatz und Gewinn gesteigert.

US-ANLEIHEN

US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,18 +0,02    4,22      4,14 
5 Jahre           4,23 +0,00    4,27      4,19 
10 Jahre          4,46 -0,01    4,48      4,42 
 

Die Renditen erholten sich im Verlauf mit der Erholung bei Öl. Gefallene Ölpreise dämpften zunächst die Inflationssorgen und damit auch den Zinserhöhungsdruck auf die Fed. Doch nach den falkenhaften Äußerungen von US-Notenbankpräsident Warsh preisten die Märkte eine Zinserhöhung nun bis Oktober ein, zuvor war erst für März ein voller Zinsschritt an den Märkten erwartet worden.

DEVISEN

DEVISEN         zuletzt +/- %   00:00  Do, 9:10 Uhr % YTD 
EUR/USD          1,1420  -0,3   1,1456     1,1514  -2,8 
EUR/JPY          184,30  -0,3   184,89     184,91  +0,2 
EUR/GBP          0,8667  -0,1   0,8673     0,8654  -0,6 
USD/JPY          161,35  -0,0   161,37     160,60  +3,0 
USD/KRW         1.537,30  -0,1  1.538,01    1.527,74  +6,7 
USD/CNY          6,7686  +0,2   6,7686     6,7621  -3,2 
USD/CNH          6,7962  +0,3   6,7776     6,7642  -2,6 
USD/HKD          7,8376  +0,0   7,8371     7,8372  +0,7 
AUD/USD          0,6993  -0,3   0,7014     0,7032  +4,8 
NZD/USD          0,5725  -0,5   0,5754     0,5786  -0,5 
BTC/USD        62.558,11  -0,7 63.017,70    64.005,28 -28,7 
 

Die am Markt nun früher eingepreiste Zinserhöhung beeinflusste vor allem den Devisenmarkt, wo die falkenhaften Worte von Warsh noch deutlich nachhallten. Der Dollarindex stieg um 0,7 Prozent auf ein 11-Wochenhoch.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.131,17  -1,8   -77,42    4.208,59 
Silber           63,47  -3,6   -2,34      65,82 
Platin         1.663,44  -1,9   -32,17    1.695,61 
 

Der sehr feste Dollar drückte den Goldpreis um 1,0 Prozent.

ÖL

ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         77,34  +1,0    0,74      76,60 
Brent/ICE         79,81  -0,1   -0,04      79,85 
 

Anleger hofften, dass der 14-Punkteplan zur zügigen Wiedereröffnung der Straße von Hormus führen wird. Erste Hoffnungsschimmer gab es bereits: Drei saudische Öltanker passierten die Straße von Hormus ohne Zwischenfälle. Daher gaben die Ölpreise zunächst nach, machten ihre Abschläge im späten Geschäft aber fast komplett wieder wett. Brent verbilligte sich je Fass nur noch um 0,1 Prozent. Denn Marktakteure gingen davon aus, dass eine vollständige Wiederherstellung des Angebots aus dem Persischen Golf Zeit brauchen werde, hieß es bei Gelber & Associates.

MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR

KRIEGSKOSTEN USA

Das Pentagon benötigt nach eigenen Angaben 80 Milliarden Dollar zur Deckung der Kosten des Iran-Krieges sowie für andere nicht kriegsbezogene Ausgaben. Entsprechend hat sich der stellvertretende Verteidigungsminister Stephen Feinberg in dieser Woche in Telefonaten mit Kongressabgeordneten geäußert, wie mit den Gesprächen vertraute Personen berichten. Führungskräfte des Pentagons haben erklärt, dass ihnen im Sommer das Geld für Operationen ausgehen könnte, sofern der Kongress kein neues Kriegsausgabenpaket verabschiedet. Sie warnten, dass die Streitkräfte aufgrund des Krieges im Iran und der Truppenentsendungen an die Südgrenze der USA bei Übungen und anderen Prioritäten Abstriche machen müssten.

BANK OF JAPAN

Zinserhöhungen können die Wirtschaftsaktivität dämpfen. Der Vize-Gouverneur der Bank of Japan sieht jedoch eine noch größere Gefahr in einer zu langsamen Straffung der Geldpolitik. Die Geldpolitik sei "kein Wundermittel", sagte der Vize-Gouverneur der BOJ, Ryozo Himino, am Freitag vor dem Parlament. Rechtzeitige Anpassungen seien jedoch entscheidend, um die Inflation auf den Zielwert zu bringen, sie dort zu halten und das langfristige Wirtschaftswachstum zu stützen. Die Äußerungen dürften die Markterwartungen für mindestens eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr festigen, nachdem die Zentralbank die Kreditkosten diese Woche auf ein 31-Jahres-Hoch von 1 Prozent angehoben hatte.

VERBRAUCHERPREISE JAPAN

Wie aus am Freitag veröffentlichten Regierungsdaten hervorging, stiegen die Verbraucherpreise ohne frische Lebensmittel im Mai um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit entsprachen sie dem Tempo vom April. Dies entsprach auch dem Konsens der vom Datenanbieter Quick befragten Ökonomen.

VERBRAUCHERPREISE MALAYSIA

- Verbraucherpreise Mai +0,1% gg Vormonat

- Verbraucherpreise Mai +2,0% (PROG: +2,1%) gg Vorjahr

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf/cln

(END) Dow Jones Newswires

June 19, 2026 01:45 ET (05:45 GMT)

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