DJ Erneuter Schub bei den Erzeugerpreisen im Mai
Von Andreas Plecko
DOW JONES--Die Erzeugerpreise in Deutschland sind im Mai gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, kletterten die Preise im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,2 Prozent. Dies stellt den höchsten Anstieg auf Jahressicht seit Mai 2023 dar, als ein Plus von 2,5 Prozent verzeichnet worden war. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten mit Steigerungsraten von 0,5 und 2,2 Prozent gerechnet.
Der Anstieg der Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahresmonat ist vor allem auf gestiegene Preise von Vorleistungsgütern zurückzuführen. Die Preise für Energie sind ebenfalls gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Auch Investitionsgüter und Gebrauchsgüter waren teurer als vor einem Jahr, günstiger waren hingegen Verbrauchsgüter.
Ohne Berücksichtigung von Energie stiegen die Erzeugerpreise im Vergleich zum Vormonat um 0,7 Prozent und binnen Jahresfrist um 2,3 Prozent.
Bei dieser Statistik werden die Preise ab Fabrik erhoben, also bevor die Produkte und Rohstoffe in den Handel kommen. Die Erzeugerpreise können damit einen frühen Hinweis auf die Entwicklung der Inflation geben. In der Regel schlagen veränderte Erzeugerpreise früher oder später auf den Handel und damit auf die Verbraucher durch.
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
DJG/apo/mgo
(END) Dow Jones Newswires
June 19, 2026 02:10 ET (06:10 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
