DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Erneuter Schub bei den Erzeugerpreisen im Mai
Die Erzeugerpreise in Deutschland sind im Mai gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, kletterten die Preise im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,2 Prozent. Dies stellt den höchsten Anstieg auf Jahressicht seit Mai 2023 dar, als ein Plus von 2,5 Prozent verzeichnet worden war. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten mit Steigerungsraten von 0,5 und 2,2 Prozent gerechnet.
Spielraum für Fed-Zinssenkung 2026 ist Ansicht kleiner Minderheit
Die US-Notenbank Federal Reserve könnte die Zinsen in diesem Jahr trotz der geringen Wahrscheinlichkeit noch senken, schreibt Louis Navellier von Navellier & Associates in einer Research Note. "Da die Marktzinsen etwas gefallen sind und weiter fallen könnten, da die Energiepreise nachgeben, halte ich immer noch an einer Leitzinssenkung der Fed im weiteren Verlauf dieses Jahres fest, aber ich gehöre zu einer kleinen Minderheit," meint er. Fed-Chairman Kevin Warsh habe bestätigt, dass die Forward Guidance der Fed aufgegeben worden sei, was seine erste wichtige Handschrift im Offenmarktausschuss (FOMC) sei, meint Navellier. Die Geldmärkte preisen laut LSEG derzeit Zinserhöhungen der Fed im Umfang von 38 Basispunkten bis zum Jahresende ein.
Verbraucherpreise in Japan im Mai stabil
Die Verbraucherinflation in Japan ist im vergangenen Monat stabil geblieben. Ökonomen merkten jedoch an, dass sich die volle Wirkung der höheren Ölpreise erst noch zeigen müsse. Wie aus Regierungsdaten hervorging, stiegen die Verbraucherpreise ohne frische Lebensmittel im Mai um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit entsprachen sie dem Tempo vom April. Dies entsprach auch dem Konsens der vom Datenanbieter Quick befragten Ökonomen.
Vize-Gouverneur der Bank of Japan warnt vor Risiken bei verzögerten Zinserhöhungen
Zinserhöhungen können die Wirtschaftsaktivität dämpfen. Der Vize-Gouverneur der Bank of Japan sieht jedoch eine noch größere Gefahr in einer zu langsamen Straffung der Geldpolitik. Die Geldpolitik sei "kein Wundermittel", sagte der Vize-Gouverneur der BOJ, Ryozo Himino, am Freitag vor dem Parlament. Rechtzeitige Anpassungen seien jedoch entscheidend, um die Inflation auf den Zielwert zu bringen, sie dort zu halten und das langfristige Wirtschaftswachstum zu stützen.
Britische Verbraucherstimmung verharrt auf düsterem Niveau
Die Verbraucherstimmung unter den Briten ist in diesem Monat unverändert geblieben, verharrt aber nahe von Mehrjahrestiefs. Belastet wurde sie durch den jüngsten Anstieg der Energiepreise infolge des Konflikts im Nahen Osten, der die schwachen Aussichten für die persönlichen Finanzen noch verschärfte. Das Marktforschungsinstitut GfK teilte mit, sein mit dem Nuremberg Institute for Market Decisions veröffentlichtes Konsumklimabarometer habe im Juni unverändert bei minus 23 gelegen.
Burnham gewinnt Nachwahl und bringt Premier Starmer ins Wanken
Der britischen Politik steht eine neue Phase des Chaos bevor. Der Labour-Politiker Andy Burnham hat eine Nachwahl in einem Bezirk in Nordengland gewonnen. Dies ermöglicht ihm den Einzug ins Parlament. Von dort aus kann er eine Kampfabstimmung um die Führung gegen den zutiefst unbeliebten Premierminister Keir Starmer einleiten. Burnham, der 56-jährige Bürgermeister von Manchester, wurde bei der Abstimmung mit einem komfortablen Vorsprung gewählt. Er wird nun den Bezirk Makerfield vertreten. Dabei besiegte er einen Kandidaten der einwanderungsfeindlichen Partei Reform UK.
Vance preist Iran-Abkommen als Sieg für die USA
US-Vizepräsident JD Vanc hat vor Beginn einer zweimonatigen Verhandlungsphase mit dem Iran erklärt, es spiele keine Rolle, ob Teheran seine Verpflichtungen einhalten oder ein endgültiges Abkommen zustande komme werde, da die USA bereits gewonnen hätten. "Wir haben alle Trümpfe in der Hand", sagte Vance bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. "Wenn die Iraner die Vorteile des Abkommens nutzen wollen, müssen sie uns das geben, was notwendig ist, um diese Vorteile zu erhalten."
Vance am Freitag nicht in der Schweiz zu Gesprächen
US-Vizepräsident JD Vance ist nicht in die Schweiz für die für Freitag geplanten Gespräche mit dem Iran aufgebrochen. "Die Logistik dieser Verhandlungen war noch nie einfach oder vorhersehbar", sagte ein Sprecher des Weißen Hauses. Dementsprechend werde Vance nicht abreisen.
Vance weist Israels Kritik an Abkommen zurück
US-Vizepräsident JD Vance hat Mitglieder der israelischen Regierung für ihre Kritik an der Vereinbarung von US-Präsident Donald Trump mit dem Iran gerügt. "Donald J. Trump ist der einzige Staatschef auf der ganzen Welt, der der Nation Israel zum jetzigen Zeitpunkt wohlgesonnen ist", sagte Vance in einer Pressekonferenz im Weißen Haus. "Wenn ich im Kabinett der israelischen Regierung wäre, würde ich vielleicht nicht den einzigen mächtigen Verbündeten angreifen, der mir noch auf der ganzen Welt geblieben ist." Er merkte an, dass die meisten Waffen, die zur Verteidigung Israels gegen den Iran eingesetzt wurden, aus amerikanischer Produktion stammten.
Pentagon braucht 80 Milliarden Dollar für Iran-Krieg und andere Kosten
Das Pentagon benötigt nach eigenen Angaben 80 Milliarden Dollar zur Deckung der Kosten des Iran-Krieges sowie für andere nicht kriegsbezogene Ausgaben. Entsprechend hat sich der stellvertretende Verteidigungsminister Stephen Feinberg in dieser Woche in Telefonaten mit Kongressabgeordneten geäußert, wie mit den Gesprächen vertraute Personen berichten. Abgeordnete haben die Trump-Regierung gedrängt, eine umfassende Kostenschätzung für den Krieg vorzulegen, der am 28. Februar begann. Sie haben unter anderem Bedenken, dass das Militär bei seinen Luftschlägen gegen Teheran wertvolle Munition aufgebraucht hat, die möglicherweise für die Bewältigung von Bedrohungen an anderen Orten der Welt benötigt wird.
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June 19, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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