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MÄRKTE EUROPA/Kaum verändert bei fehlenden Impulsen

DJ MÄRKTE EUROPA/Kaum verändert bei fehlenden Impulsen

DOW JONES--Kaum verändert präsentieren sich Europas Börsen am Freitagmittag. Die wichtigsten Themen der Woche wie die US-Notenbank-Entscheidung seien abgearbeitet, so Händler. Hinzu kommt, dass aufgrund eines Feiertags die Börsen in den USA geschlossen bleiben. Der Große Verfalltag an den internationalen Terminmärkten dürfte kaum das Zeug haben, um für größere Bewegungen zu sorgen. Am Mittag verfallen die Optionen und Futures auf die Aktien-Indizes, am Abend die Optionen auf Einzelaktien. Dies kann teilweise für erratische Kursbewegungen sorgen. In den USA ist der Verfall bereits am Vortag über die Bühne gegangen, in Europa ist er geräuschlos verlaufen.

Der DAX verliert 0,1 Prozent auf 25.015 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es 0,2 Prozent nach unten. Der Euro zieht leicht an auf 1,1462 Dollar, an den Anleihemärkten bleibt es ruhig. Gold tut sich weiter schwer, das Edelmetall fällt um weitere 1,1 Prozent auf 4.163 Dollar die Feinunze zurück.

Für kleinere Irritationen sorgt die Verschiebung des Flugs von US-Vizepräsident J.D. Vance in die Schweiz. Dort sollte er zum Verhandlungsstart mit dem Iran eintreffen. Bisher werden nur technische Gründe dafür angeführt. Mehrere Medien berichten jedoch unter Berufung auf das Schweizer Außenministerium, die für Freitag geplanten Gespräche zwischen Iran und USA seien abgesagt worden. Der Ölpreis zeigt sich entspannt, Brent-Öl notiert etwas leichter unter der 80-Dollar-Marke.

Übergeordnet ist die Stimmung seit den positiv aufgenommenen Aussagen des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh sehr gut. Warsh hatte überrascht mit einem klaren Bekenntnis zur Inflationsbekämpfung. Dies hatte Unsicherheit vor allem aus den langlaufenden Anleihen genommen, deren gesunkene Renditen sorgten dann für eine Rally der Technologiewerte in den USA.

Allerdings gibt es auch skeptische Stimmen: "Wir sind an diesem Punkt noch lange nicht über den Berg", sagt Mark Malek, Chief Investment Officer bei Siebert Financial: "Die Fed wird für uns nur noch schwieriger zu beurteilen sein. Es besteht immer noch ein größeres Risiko, dass das Friedensabkommen nicht gut ausgeht. Wenn diese ganze Freude nur darauf basiert, könnten wir in den nächsten 60 Tagen eine heftige Neubewertung erleben."

Evonik erholen sich kräftig vom Kursrutsch am Vortag und steigen um 5,1 Prozent dank einer positiven Studie der Deutschen Bank. Der Markt hatte am Vortag noch negativ reagiert auf die drastischen Sparpläne des Spezialchemiekonzerns. Bis zu 3.200 Arbeitsplätze sollen wegfallen. Die Analysten erwarten bei den Quartalszahlen Anfang August ein EBITDA von bis zu 22 Prozent über Vorjahr, was deutlich über den Konsensschätzungen und der hauseigenen Evonik-Schätzung liegt. Eine kräftige Erleichterungsrally von 6,2 Prozent Plus zeigen auch Lanxess. Hier ist der Verkaufsdruck nach der erfolgreichen Platzierung einer Unternehmensanleihe vom Mittwochnachmittag ausgelaufen.

Ansonsten ist wenig los. Im Fokus stehen Commerzbank (-0,1%) und Unicredit (+0,4%). Die Italiener werden aktuelle Daten zum Umfang ihrer Beteiligung vorlegen. Bei ASML geht es um 2 Prozent tiefer. Beim Technologietitel belasten US-Sorgen über den Verkauf ihrer Maschinen nach China.

Gesucht sind Rüstungswerte nach der jüngsten Korrektur. Das Umfeld bleibt angesichts der geopolitischen Entspannungssignale aber schwierig. So steigen Rheinmetall 2 Prozent, während es für die Leonardo-Aktie um 2,5 Prozent nach oben geht.

Bei den Nebenwerten werden die Geschäftszahlen der Baumarktkette Hornbach (+1,5%) im Handel als insgesamt in line bezeichnet. Gut sei der Ausbau von Marktanteilen, der wegen steigender Kosten aber etwas auf die Marge drücke.

VW fallen nur optisch um 4,2 Prozent, hier werden 5,26 Euro Dividende je Vorzugsaktie ausgeschüttet. Der überraschende Abgang der ehemaligen Rüstungsmanagerin Susanne Wiegand aus dem Aufsichtsrat nach knapp einem Jahr hatte am Vortag das Papier belastet. Umstufungen schlagen ebenfalls durch: So fallen FMC nach einer Abstufung durch Metzler um 0,8 Prozent. Umgekehrt hat die Bank bei Tonies das Kursziel deutlich erhöht, die Aktien legen um 3,5 Prozent zu.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.311,12  -0,2   -12,15    6.323,27    9,0 
Stoxx-50        5.335,50  -0,1   -6,60    5.342,10    8,5 
DAX          25.014,64  -0,1   -12,16    25.026,80    2,1 
MDAX          32.580,48  -0,3   -85,07    27.039,42    6,4 
TecDAX         3.961,62  +0,4   14,19    3.091,28    9,4 
SDAX          18.504,40  +0,7   130,78    13.062,07    7,7 
FTSE          10.362,62  -0,4   -37,08    10.399,70    4,3 
CAC           8.444,26  -0,3   -23,72    8.467,98    3,6 
SMI          13.744,36  -0,2   -21,47    13.765,83    3,6 
ATX           6.499,69  -0,4   -27,72    6.527,41    22,0 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:30 
EUR/USD          1,1462  +0,1   0,0006     1,1456   1,1477 
EUR/JPY          184,88  -0,0  -0,0100     184,89  184,7700 
EUR/CHF          0,9243  +0,3   0,0024     0,9219   0,9217 
EUR/GBP          0,8662  -0,1  -0,0011     0,8673   0,8670 
USD/JPY          161,29  -0,1  -0,0800     161,37  160,9800 
GBP/USD          1,3227  +0,2   0,0025     1,3202   1,3236 
USD/CNY          6,7686  +0,2   0,0109     6,7686   6,7710 
USD/CNH          6,7899  +0,2   0,0123     6,7776   6,7712 
AUS/USD          0,7009  -0,1  -0,0005     0,7014   0,7026 
Bitcoin/USD      62.556,52  -0,7  -461,18    63.017,70 63.165,11 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         76,92  +0,4    0,32      76,6 
Brent/ICE         79,72  -0,2   -0,13      79,85 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.141,90  -1,6   -66,69    4.208,59 
Silber           64,37  -2,2   -1,45      65,82 
Platin         1.664,97  -1,8   -30,64    1.695,61 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/flf

(END) Dow Jones Newswires

June 19, 2026 07:36 ET (11:36 GMT)

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