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Zusammen mit Ihnen wollen wir einen Blick auf die aktuelle Wochenhistorie werfen. Was war wichtig? Was bewegte den Markt? Wir haben die wichtigsten Ereignisse übersichtlich für Sie zusammengefasst.
Im Fokus standen in dieser Woche neue Allzeithochs an den Aktienmärkten, die politischen Entwicklungen rund um Friedensgespräche und den G7-Gipfel, die Schlagzeilen um SpaceX sowie die erste Fed-Sitzung unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh.
Globaler Aktienmarkt - Indizes starteten mit Schwung in die neue Woche
Der DAX startete stärker in die Woche und eröffnete bei 25.068 Punkten. Im weiteren Verlauf bewegte er sich weitgehend seitwärts rund um die Marke von 25.000 Punkten und notierte am Freitagnachmittag bei etwa 24.982 Punkten.
In den USA zeigte sich ein ähnliches Bild: Der S&P 500 begann die Woche bei 7.516 Punkten und lag damit mehr als 100 Punkte über dem Schlussstand vom Freitag. Bis Börsenschluss am Donnerstag fiel der amerikanische Index aber leicht bis auf 7.497 Punkte.
Der Nasdaq-100 Index entwickelte sich ebenfalls vergleichbar. Auch hier gab es zu Wochenbeginn eine Aufwärtslücke; bis Mittwoch fiel der Index auf unter 29.680 Punkte, stieg aber bis Börsenschluss am Donnerstag wieder auf 30.390 Punkte.
Der Dow Jones Industrial Average startete ebenfalls höher in die Woche und eröffnete bei 51.396 Punkten. Im Wochenverlauf pendelte er überwiegend in einer Spanne zwischen 51.500 und 52.200 Punkten.
Zudem erreichten der japanische Nikkei 225 bei 71.459 Punkten und der Euro Stoxx 50 bei 6.334 Punkten in dieser Woche neue Allzeithochs.




Wichtige Entwicklungen auf politischer Ebene
Der US-Präsident hatte am Wochenende angekündigt, dass die Friedensgespräche mit dem Iran am Freitag starten sollen. Das sorgte beim G7-Gipfel auf der französischen Seite des Genfer Sees für Erleichterung. Zudem wurde dort berichtet, dass die USA und Europa in der Chinapolitik wieder näher zusammenkamen. Am Mittwoch unterschrieb der US-Präsident in Versailles den Rahmenvertrag für den Iran.
Gleichzeitig wurden die für den Freitag geplanten Gespräche zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz verschoben; auch die Anreise von US-Vizepräsident Vance wurde abgesagt. In Luzern sollten ursprünglich zentrale Streitpunkte eines finalen Abkommens beraten werden, nachdem zuvor eine 14 Punkte umfassende Rahmenvereinbarung geschlossen worden war.
Im Zuge der Vereinbarung bestätigte das US-Regionalkommando CENTCOM zudem das Ende der US-Seeblockade iranischer Häfen. Im Gegenzug ist eine freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus vorgesehen, der Verkehr bleibt jedoch verhalten, unter anderem wegen notwendiger Minenräumung. Iran sagte für die Dauer der Verhandlungen zu, keine Gebühren zu erheben, behält sich Gebühren aber grundsätzlich vor - ein Punkt, den die USA ablehnen.
Die Ölpreise gaben daraufhin diese Woche deutlich nach: Der WTI-Crude-Future (Kontrakt August) fiel zeitweise unter 75 US-Dollar je Barrel, während der Brent-Crude-Future (Kontrakt August) unter 80 US-Dollar je Barrel rutschte.


Zentrale konjunkturelle Ereignisse
Zur Wochenmitte verlagerte sich der Fokus auf die US-Notenbank Federal Reserve. Die Fed ließ daraufhin am Mittwoch ihre Leitzinsspanne wie erwartet bei 3,5 bis 3,75 Prozent. Unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh deuteten die Signale jedoch auf einen potenziell strafferen Kurs hin: Mehrere Notenbanker brachten eine mögliche Zinserhöhung im zweiten Halbjahr ins Spiel. Im offiziellen Zinsausblick können sich neun von 18 Mitgliedern, die eine Prognose abgaben, sogar eine Anhebung bis Ende 2026 vorstellen.
An den Märkten fiel die Reaktion deutlich aus: die Renditen zogen spürbar an (10-jährige auf knapp 4,50 Prozent), der Dollar legte zu und der Euro rutschte noch am Mittwoch unter 1,15 US-Dollar. Die Fed erhöhte zudem ihre Inflationsprognose auf rund 3,6 Prozent und senkte die Wachstumserwartung auf etwa 2,2 Prozent.

Bedeutende Unternehmensnachrichten
In der ersten Handelswoche eröffnete SpaceX bei 150 USD und konnte bis zum Börsenstart am Freitag um etwa 23 % auf rund 185 USD steigen. Bereits am Dienstag folgte dann schon die nächste große Nachricht: SpaceX kündigte die Übernahme von Anysphere, dem Entwickler des KI-Programmierassistenten Cursor, für rund 60 Mrd. US-Dollar an. Der Abschluss der Transaktion ist für das dritte Quartal geplant; eine Kaufoption hatte sich SpaceX nach eigenen Angaben bereits im April gesichert.
Nach dem Nasdaq-Debüt wurde SpaceX mit über zwei Billionen US-Dollar bewertet. Am Mittwoch stieg die Aktie im frühen Handel auf etwa 210 US-Dollar, wodurch die Marktkapitalisierung zeitweise auf rund 2,9 Billionen US-Dollar kletterte.
BMW senkte am Dienstag die Prognose für das Geschäftsjahr 2026. Als Gründe nannte der Konzern den hohen Wettbewerbsdruck - insbesondere aus China und weiteren Märkten der Asien-Pazifik-Region - sowie Belastungen durch weiterhin hohe Energiepreise infolge geopolitischer Auswirkungen des Nahost-Konflikts. Für das Gesamtjahr erwartet BMW einen deutlichen Rückgang des Ergebnisses vor Steuern sowie eine EBIT-Marge im Segment Automobile von 1 bis 3 Prozent (zuvor 4 bis 6 Prozent). Die Aktie reagierte am Mittwoch deutlich negativ und lag zur Börseneröffnung rund 9,5 Prozent im Minus.
Der europäische Brillenkonzern EssilorLuxottica kündigte eine langfristige Partnerschaft mit Applied Materials an. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung optischer Systeme für Smart Glasses und AR-Brillen. Im Fokus stehen unter anderem Waveguides, adaptive Linsensysteme sowie Material- und Technologieinnovationen für künftige AR-Anwendungen.




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Quelle: HSBC


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