DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
KNDS - In einem geheimen Sachstandsbericht unterrichtet das Bundesverteidigungsministerium die Abgeordneten über die für Mittwoch im Parlament geplante Entscheidung über den Einstieg beim Panzerhersteller KNDS. Darin heißt es: "Zur Absicherung deutscher Sicherheitsinteressen" werde man eine vierzigprozentige Beteiligung an der Muttergesellschaft KNDS, aber auch "Ein-Euro-Beteiligungen an drei Tochtergesellschaften der KNDS DEU (sog. Golden Shares)" anstreben. Dies geschehe, um "die gleichen Rechte wie Frankreich zu haben und im Unternehmen hinreichend sicher durchsetzen zu können." Über Wochen haben der Bund, das Management von KNDS, die Eigentümerfamilien und die französische Regierung um die Zukunft des Rüstungskonzerns gerungen. In dem vertraulichen Papier, das dem Spiegel vorliegt, werden die Details der Einigung von deutscher und französischer Regierung erläutert. Demnach haben sich beide Länder auf weitgehende Eingriffsrechte geeinigt. Deutschland soll in der Hauptversammlung die gleichen Stimmrechte erhalten wie Frankreich. Der Bund erhält mit seinen Anteilen eine sogenannte Sperrminorität, über die er beispielsweise verhindern kann, dass Vorstandsmitglieder gegen seinen Willen abberufen werden können. (Spiegel)
VW/EVERLLENCE - Kurz vor der Entscheidung über den Verkauf des Schiffs- und Kraftwerksmotorenbauers Everllence diskutiert Volkswagen intern über den Ablauf des Verkaufsprozesses. Zunächst soll mit dem bevorzugten Bieter ein Vorvertrag unterzeichnet und erst anschließend der Aufsichtsrat befasst werden, berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf Verhandlungskreise. Die ungewöhnliche Reihenfolge soll bei einer Sondersitzung des Kontrollgremiums vergangene Woche für Debatten gesorgt haben. Mitte der Woche sollen die noch verbleibenden Bieter ihre Angebote in verschlossenen Briefumschlägen abgeben. Im Rennen um die Augsburger VW-Tochter sind noch drei Bietergruppen: die Finanzinvestoren Bain Capital, CVC sowie ein Konsortium um EQT, an dem auch VW-Großaktionär Porsche SE sowie Staatsfonds aus Katar und Singapur beteiligt sind. (Handelsblatt)
INFINEON - Infineon profitiert stark von kräftigen Investitionen zahlreicher Großkunden in Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI). Finanzvorstand Sven Schneider erkennt weitere erhebliche Wachstumschancen für den Halbleiterhersteller. "Wir glauben, dass sich diese Entwicklung in den nächsten Jahren fortsetzen wird", sagt er im CFO-Interview der Börsen-Zeitung am Konzernsitz in Neubiberg bei München. Über die Dauer des Booms lasse sich nur spekulieren. "Aber ich würde sagen, für die nächsten zwei, drei Jahre machen wir uns da wenig Sorgen", fügt er hinzu. (Börsen-Zeitung)
KAUFLAND - Die Handelskette Kaufland entwickelt sich im deutschen Kerngeschäft nach Informationen des Handelsblatts aus Unternehmenskreisen deutlich schwächer als geplant. Während das Unternehmen insgesamt wächst, kommt der Zuwachs demnach vor allem aus dem Ausland. Aus Unternehmenskreisen heißt es, an einzelnen Standorten sei der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um bis zu 15 Prozent eingebrochen. Kaufland wies dies nicht konkret zurück und erklärte, die Betrachtung einzelner Märkte bilde die allgemeine Entwicklung nicht ab. (Handelsblatt)
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June 22, 2026 00:58 ET (04:58 GMT)
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