Noch sehen nur wenige Investoren Gründe, den DAX oberhalb der Marke von 25 000 Punkten zu kaufen. Kurz vor der anstehenden Sommerpause und wichtigen Konjunktur- und Preisdaten in dieser Woche halten sich viele weiterhin an den Seitenlinien auf und ihr Pulver trocken. Auch wenn sich der Index am Nachmittag etwas von der Marke nach oben absetzen konnte, nachhaltig ist die Bewegung noch nicht. Die Indizes an der Wall Street sind bereits wieder ins Minus gedreht, was die Verteidigung der runden Marke im DAX erneut erschwert.
Zudem schwebt das Damoklesschwert der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran weiter über den Köpfen der Anleger. Das Hin und Her der vergangenen Wochen hat zu deutlichen Ermüdungserscheinungen bei den Börsianern geführt. Ihnen fällt es immer schwerer, den Fokus auf dieses Thema zu richten. Der Themenkomplex bleibt verworren und wird von vielen Parametern beeinflusst. Auch wenn sich die USA mit dem Iran irgendwann einigen, kann es auf den zahlreichen Nebenkriegsschauplätzen in der Nahostregion immer wieder und jederzeit zu neuen Eskalationen kommen.
Diese Unwägbarkeit spiegelte sich zum Start in die neue Handelswoche auch im DAX wider. Die Anleger in Frankfurt achteten und achten auch weiterhin genau auf den Verlauf der Sitzung an der Wall Street. Dort kamen die Investoren feiertagsbedingt aus einem langen Wochenende zurück, und jetzt muss sich zeigen, ob und wie sich die Stimmung in New York seit Donnerstag verändert hat.
Speziell in der Nachlese zur Notenbanksitzung haben sich einige Änderungen bezüglich der Zinspolitik ergeben. Der neue US-Vorsitzende Kevin Warsh hat mit Bravour seine erste Sitzung geleitet und ist damit in die großen Fußstapfen seiner Vorgänger getreten. Einer von ihnen ist heute im Alter von 100 Jahren verstorben. Alan Greenspan lenkte 19 Jahre lang erfolgreich die Geschicke der US-Notenbank und die US-Finanzmärkte durch etliche Krisenzeiten.
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