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MÄRKTE ASIEN/Gewinnmitnahmen auf breiter Front - Kospi stürzt ab

DJ MÄRKTE ASIEN/Gewinnmitnahmen auf breiter Front - Kospi stürzt ab

(Wiederholung)

DOW JONES--An den asiatischen Börsen geht es am Dienstag zum Teil kräftig nach unten. Im Handel ist von Gewinnmitnahmen die Rede nach der jüngst von Künstlicher Intelligenz getriebenen Rally. Auch in den USA gehörten Technologietitel zu den schwächsten. Südkorea führt die regionale Liste mit den kräftigsten Einbußen an, vor allem Schwergewichte aus der Halbleiterbranche stehen mächtig unter Abgabedruck. Allerdings waren hier seit Jahresbeginn die aufgelaufenen Kursgewinne auch am höchsten. Damit kehrt sich der Optimismus über die Fortschritte bei den Friedensbemühungen in Nahost vom Vortag um, aktuell überwiegen wieder die Sorgen vor einem möglichen Scheitern der Verhandlungen.

Der südkoreanische Kospi baut seine Abgaben im Verlauf kontinuierlich auf aktuell 6 Prozent aus. Der Index hatte aber auch jüngst diverse Rekordhöhen erreicht. Die Schwergewichte der Halbleiterbranche SK Hynix und Samsung Electronics büßen 6 bzw. 5,2 Prozent ein. Der Ausverkauf bei SK Hynix erfolgt nur einen Tag, nachdem das Unternehmen Samsung als wertvollstes börsennotiertes Unternehmen Südkoreas überholt hatte. Treiber war der KI-bedingte Halbleiter-Boom. "Die Entwicklung schreit förmlich nach Gewinnmitnahmen", sagt ein Händler.

Auch in Japan baut der Nikkei-225 seine Abgaben im Sitzungsverlauf deutlich aus und sinkt aktuell um 1,6 Prozent auf 71.166 Punkte. Wie in Südkorea hatte auch das japanische Marktbarometer ein Allzeithoch nach dem nächsten verbucht. Chip- und exportorientierte Aktien stehen ganz vorn bei den Verlierern. Softbank Group geben um 7,9 Prozent nach und Fujitsu um 0,8 Prozent. Daten zum japanischen Einkaufsmanagerindex zeigen, dass sowohl die Industrie- als auch die Dienstleistungsaktivität im Juni zulegten - der Einkaufsmanagerindex von S&P Global verbuchte den ersten Anstieg der allgemeinen Geschäftsaktivität seit Ausbruch des Krieges im Nahen Osten, allerdings stiegen auch die Inputpreise deutlich an.

Derweil verzeichnete eine Auktion fünfjähriger japanischer Staatsanleihen eine geringere Nachfrage als der Zwölfmonatsdurchschnitt, da die Schwäche des Yen die Erwartungen verstärkte, dass die Bank of Japan die Zinsen schneller anheben könnte.

Die chinesischen Aktienmärkte neigen ebenfalls zur Schwäche: Der Shanghai-Composite fällt um 0,4 Prozent, der HSI in Hongkong um 1,1 Prozent - belastet von Technologie- und E-Auto-Werten. Laut Bank of America zeigt der Konsum über die jüngsten Feiertage in China einige Verbesserungen. Der Automobilabsatz verharrte laut BoA-Daten im Schrumpfungsmodus. Anleger beobachteten den Konsumtrend in China genau, um Hinweise auf die Stärke der Wirtschaft zu erhalten. Denn zuletzt hatten Konsumdaten eine schwache Verfassung der Binnenkonjunktur offenbart.

Australiens Leitindex S&P/ASX-200 verliert derweil 0,3 Prozent und bewegt sich damit kaum. Anleger warteten auf wichtige Inflations- und Arbeitsmarktdaten, die im Verlauf der Woche veröffentlicht werden. Die Daten dürften neue Hinweise zum geldpolitischen Kurs der Reserve Bank of Australia liefern, nachdem die Zentralbank eine Pause im Zinserhöhungszyklus angekündigt hatte. Die PMI-Daten von S&P Global für Juni zeichnen laut Analyst Andrew Harker von S&P Global Market Intelligence ein durchwachsenes Bild der australischen Unternehmen. Reliance Worldwide verlieren indes 3 Prozent - der Hersteller von Sanitärbedarf schließt seinen australischen Produktionsbetrieb für Messingprodukte.

=== 
INDEX            zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    8.794,40  -0,3    +0,9      08:00 
Nikkei-225        71.165,88  -1,6    -       08:00 
Topix 500 (Tokio)     3.163,61  -1,3   +18,9      08:00 
Kospi (Seoul)       8.571,38  -6,0   +103,4      08:30 
Hang-Seng (Hongkong)   23.499,88  -1,1    -8,3      10:00 
Shanghai-Composite     4.147,55  -0,4    +4,5      09:00 
Straits-Times (Singapur)  5.216,97  +0,3   +12,3      11:00 
IDX Comp. (Indonesien)   6.056,65  -1,0   -29,9      10:00 
KLCI (Malaysia)      1.695,44  -0,3    +0,9      10:00 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %   00:00    Mo, 9:28 % YTD 
EUR/USD           1,1424  -0,0   1,1427     1,1452  -2,7 
EUR/JPY           184,60  -0,0   184,67     185,21  +0,3 
EUR/GBP           0,8626  +0,0   0,8624     0,8672  -1,0 
USD/JPY           161,56  +0,0   161,54     161,71  +3,1 
USD/KRW          1.534,50  -0,2  1.538,00    1.540,62  +6,5 
USD/CNY           6,7773  +0,0   6,7745     6,7772  -3,1 
USD/CNH           6,7808  +0,1   6,7771     6,7798  -2,8 
USD/HKD           7,8390  -0,0   7,8395     7,8385  +0,7 
AUD/USD           0,6971  -0,4   0,6999     0,7001  +4,5 
NZD/USD           0,5695  -0,3   0,5713     0,5724  -1,1 
BTC/USD          63.778,39  -0,9 64.374,93    64.183,47 -27,3 
 
ROHÖL            zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex           73,74  -0,2   -0,12      73,86 
Brent/ICE           77,56  -0,4   -0,34      77,90 
 
Metalle           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.137,93  -1,3   -52,50    4.190,43 
Silber            62,96  -3,4   -2,22      65,18 
Platin           1.645,15  -2,0   -33,55    1.678,70 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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June 23, 2026 01:09 ET (05:09 GMT)

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