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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

TAGESTHEMA

Die USA haben den Weg für die ersten Ölverkäufe des Iran in US-Dollar seit Jahrzehnten freigemacht, auch an die USA. Das US-Finanzministerium setzte am Montag langjährige Sanktionen auf diese Verkäufe für zwei Monate aus, während die Gespräche zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus und zur Behandlung der Fragen des iranischen Atomprogramms sowie weiterer Sanktionserleichterungen voranschreiten. Seit Jahren nutzt der Iran unter Sanktionen ein undurchsichtiges Netzwerk von Tankern, um sein Rohöl hauptsächlich an China zu verkaufen. Vizepräsident JD Vance sagte, dass Teheran sich bereiterklärt habe, dass Nuklearinspektoren bereits diese Woche in den Iran zurückkehren dürften. Der Iran bestätigte den Schritt nicht. Vance räumte ein, dass die Bedingungen für diesen Zugang noch ausgehandelt werden müssen.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

22:00 US/Fedex Corp, Ergebnis 4Q

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
  15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI Service (1. Veröffentlichung) Juni 
     PROGNOSE: 51,0 
     zuvor:   50,7 
 
     Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe 
     (1. Veröffentlichung) Juni 
     PROGNOSE: 54,8 
     zuvor:   55,1 
 

ÜBERSICHT INDIZES

Index             zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.468,75  -1,0 
E-Mini-Future Nasdaq-100  30.126,75  -1,7 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.784,70  -0,4 
Nikkei-225         70.422,37  -2,7 
Topix-500 (Tokio)      4.013,87  -2,0 
Kospi (Seoul)        8.375,31  -8,1 
Shanghai-Composite      4.133,86  -0,7 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 23.391,44  -1,6 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

An den geht es zum Teil kräftig nach unten. Im Handel ist von Gewinnmitnahmen die Rede nach der jüngst von Künstlicher Intelligenz getriebenen Rally. Auch in den USA gehörten Technologietitel zu den schwächsten. Südkorea führt die regionale Liste mit den kräftigsten Einbußen an, vor allem Schwergewichte aus der Halbleiterbranche stehen mächtig unter Abgabedruck. Allerdings waren hier seit Jahresbeginn die aufgelaufenen Kursgewinne auch am höchsten. Damit kehrt sich der Optimismus über die Fortschritte bei den Friedensbemühungen in Nahost vom Vortag um, aktuell überwiegen wieder die Sorgen vor einem möglichen Scheitern der Verhandlungen. In Südkorea die Schwergewichte der Halbleiterbranche SK Hynix und Samsung Electronics 6 bzw. 5,2 Prozent ein. Der Ausverkauf bei SK Hynix erfolgt nur einen Tag, nachdem das Unternehmen Samsung als wertvollstes börsennotiertes Unternehmen Südkoreas überholt hatte. Auch in Japan baut der Nikkei-225 seine Abgaben im Sitzungsverlauf deutlich aus. Wie in Südkorea hatte auch das japanische Marktbarometer ein Allzeithoch nach dem nächsten verbucht. Chip- und exportorientierte Aktien stehen ganz vorn bei den Verlierern. Daten zum japanischen Einkaufsmanagerindex zeigen, dass sowohl die Industrie- als auch die Dienstleistungsaktivität im Juni zulegten, allerdings stiegen auch die Inputpreise deutlich. Die chinesischen Aktienmärkte neigen ebenfalls zur Schwäche - belastet von Technologie- und E-Auto-Werten. Laut Bank of America zeigt der Konsum über die jüngsten Feiertage in China einige Verbesserungen. Zuletzt hatten Konsumdaten eine schwache Verfassung der Binnenkonjunktur offenbart. In Australien bewegen sich die Kurse kaum. Anleger warteten auf wichtige Inflations- und Arbeitsmarktdaten, die im Verlauf der Woche veröffentlicht werden, heißt es.

WALL STREET

INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          51.712,71  +0,3  +148,01    51.564,70 
S&P-500         7.472,79  -0,4   -27,79    7.500,58 
NASDAQ Comp      26.166,60  -1,3  -351,33    26.517,93 
NASDAQ 100       30.347,08  -0,2   -59,11    30.406,19 
 
Umsatzdaten 
           Montag   Donnerstag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,55 Mrd  4,00 Mrd 
Gewinner        1.142   1.770 
Verlierer        1.638    993 
Unverändert        71     73 
 

Uneinheitlich - Berichte über Fortschritte bei den Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran stützten nur bedingt. Einen Kurseinbruch um gut 16 Prozent erlebten SpaceX, nachdem Berichte bekannt wurden, dass das Raumfahrt- und KI-Unternehmen plant, Anleihen im Wert von mindestens 20 Milliarden Dollar zu verkaufen. Das erklärte auch das viel deutlichere Minus des Nasdaq-Composite im Vergleich zum Nasdaq-100-Index. Die SPaceX-Aktie ist in ersterem Technologieindex bereits enthalten, aber noch nicht im Nasdaq-100. Der Kurs der Google-Mutter Alphabet sackte um 5 Prozent ab. Beobachter erklärten das Minus mit dem Weggang von John Jumper. Der Forscher und Nobelpreisgewinner hatte am Freitag mitgeteilt, dass er die KI-Forschungstochter Google Deepmind verlassen und zum KI-Startup Anthropic wechseln werde. Daneben verbilligten sich Amazon um 4,8, Meta Platforms um 2,3, Microsoft um 3,2 und Nvidia um rund 1 Prozent. Apogee Therapeutics schossen um 46,7 Prozent auf 132,54 Dollar nach oben. Der US-Pharmakonzern Abbvie übernimmt das Unternehmen für 10,9 Milliarden US-Dollar bzw 135,11 Dollar je Aktie. Für die Aktien von Abbvie ging es um 6,3 Prozent nach oben.

US-ANLEIHEN

US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,23 +0,05    4,24      4,21 
5 Jahre           4,29 +0,06    4,29      4,26 
10 Jahre          4,51 +0,06    4,51      4,48 
 

Der falkenhafte Auftritt der US-Notenbank in der Vorwoche wirkte nach: Die Erwartung von Zinserhöhungen noch im laufenden Jahr trieb die Renditen nach oben.

DEVISEN

DEVISEN         zuletzt +/- %   00:00    Mo, 9:28 % YTD 
EUR/USD          1,1421  -0,1   1,1427     1,1452  -2,8 
EUR/JPY          184,60  -0,0   184,67     185,21  +0,3 
EUR/GBP          0,8627  +0,0   0,8624     0,8672  -1,0 
USD/JPY          161,61  +0,0   161,54     161,71  +3,2 
USD/KRW         1.534,70  -0,2  1.538,00    1.540,62  +6,5 
USD/CNY          6,7793  +0,1   6,7745     6,7772  -3,1 
USD/CNH          6,7818  +0,1   6,7771     6,7798  -2,8 
USD/HKD          7,8390  -0,0   7,8395     7,8385  +0,7 
AUD/USD          0,6964  -0,5   0,6999     0,7001  +4,4 
NZD/USD          0,5692  -0,4   0,5713     0,5724  -1,1 
BTC/USD        63.369,44  -1,6 64.374,93    64.183,47 -27,7 
 

Der Dollar legte im Gefolge gestiegener Anleiherenditen etwas zu. Für den Dollarindex ging es um 0,2 Prozent aufwärts.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.123,89  -1,6   -66,54    4.190,43 
Silber           62,78  -3,7   -2,40      65,18 
Platin         1.649,54  -1,7   -29,16    1.678,70 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Gold erholte sich von zwischenzeitlichen Verlusten. Im späten Handel notierte die Feinunze 0,7 Prozent höher bei 4.191 Dollar. Beobachter erwarten jedoch, dass der Preis des Edelmetalls weiter nachgeben wird - belastet von der Aussicht auf steigende Zinsen, die das zinslos gehaltene Gold weniger attraktiv machen. Daneben habe die Hoffnung auf ein Ende des Iran-Kriegs das Interesse an "sicheren Häfen" gemindert, hieß es.

ÖL

ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         73,33  -0,7   -0,53      73,86 
Brent/ICE         77,26  -0,8   -0,64      77,90 
 

Berichte über Fortschritte bei den Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran ließen den Ölpreis deutlicher nachgeben. Dazu trug bei, dass die USA die Sanktionen gegen den Iran für die Dauer von zwei Monaten gelockert haben und dem Land den Verkauf von Öl - auch an US-Abnehmer - gegen US-Dollar gestatten. Das Barrel Brent verbilligte sich um 3,3 Prozent auf 77,90 Dollar.

MELDUNGEN SEIT MONTAG 20.00 UHR

GELDPOLITIK JAPAN

Die japanische Regierung hat ihre Bereitschaft zur Stützung der Landeswährung bekräftigt. "Wir stehen bereit, jederzeit angemessene Maßnahmen zu ergreifen, falls erforderlich", sagte Chefkabinettssekretär Minoru Kihara. Der Yen wird derzeit auf historischen Tiefstständen gehandelt.

INFLATION SINGAPUR

Die Verbraucherinflation in Singapur blieb im Mai unerwartet stabil, trotz der weiterhin hohen Energiepreise infolge von Lieferunterbrechungen durch den Nahostkonflikt. Die Verbraucherpreise stiegen im Mai gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent. Die Rate entsprach dem Tempo vom April, verfehlte jedoch die Konsensprognose von 1,9 Prozent. Die Kerninflation, die die Kosten für privaten Straßentransport und Unterkunft ausschließt, lag bei 1,4 Prozent. Auf Monatsbasis stieg die Gesamtinflation mit 0,7 Prozent wieder in den positiven Bereich.

ANKER

Der chinesische Elektronikhersteller Anker Innovations Technology will bei seinem Börsengang in Hongkong umgerechnet 516 Millionen Euro einnehmen. Anker, das bereits in Shenzhen gelistet ist, bietet 46,6 Millionen Aktien für bis zu 99,32 Hongkong-Dollar das Stück an. Der Konzern macht sich den IPO-Boom in Hongkong sowie die Begeisterung der Anleger für den florierenden Technologiesektor zunutze.

NF2 JAPAN

Die japanische Regierung hat in einer weltweit ersten Zulassung dieser Art ein Medikament zur therapeutischen Behandlung von Neurofibromatose Typ 2 (NF2) zugelassen. Dabei handelt es sich um eine unheilbare Erkrankung, die die Hörnerven betrifft. Das zuständige Ministerium genehmigte die erweiterte Anwendung von Avastin - einem Krebsmedikament mit dem generischen Namen Bevacizumab - zur Behandlung von NF2, wie die japanische Zeitung Yomiuri unter Berufung auf die Roche-Tochter Chugai Pharmaceutical Co berichtet.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/gos/flf

(END) Dow Jones Newswires

June 23, 2026 01:48 ET (05:48 GMT)

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SpaceX-Hype zu teuer – Diese 5 Aktien bieten bessere Chancen
Raumfahrt-Aktien gehören aktuell zu den heißesten Wetten an den Börsen. Spätestens mit dem spektakulären Börsengang von SpaceX ist der Sektor endgültig im Fokus der Anleger angekommen. Fantasien rund um Satellitenkommunikation, Rechenzentren im All und neue Geschäftsmodelle treiben die Kurse immer weiter nach oben.

Doch während die Begeisterung steigt, werden auch die Risiken größer. Viele Space-Start-ups sind inzwischen extrem hoch bewertet, arbeiten noch nicht profitabel und hängen stark von stetigem Kapitalzufluss ab. Schon kleine Rückschläge könnten die ambitionierten Wachstumspläne ins Wanken bringen.

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