Linz (www.anleihencheck.de) - In der vergangenen Woche geriet das britische Pfund gegenüber dem Euro unter Druck, sodass das Währungspaar EUR/GBP auf über 0,8680 kletterte, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.Der Haupttreiber sei die Zinsentscheidung der Bank of England (BoE) gewesen. Sie habe den Leitzins zwar bei 3,75 Prozent belassen, jedoch sie ihre Inflationsprognose für das Jahresende von 3,80 auf 3,25 Prozent gesenkt. Zeitgleich hätten zwei Ausschussmitglieder überraschend für eine Zinserhöhung gestimmt. Devisenhändler hätten dies als Signal für den Beginn eines eventuell neuen Straffungszyklus gewertet. Flankiert worden sei diese Entwicklung von schwachen Fundamentaldaten: Die britische Industrieproduktion habe im Monatsvergleich einen unerwarteten Rückgang von 0,4 Prozent verzeichnet, was die Sorgen vor einer wirtschaftlichen Stagnation verschärft habe. Im Mai habe die Gesamtinflation aufgrund hoher Energieimporte wieder leicht auf 2,8 Prozent angezogen. Das Pfund habe im Vergleich zum Euro spürbar an geldpolitischer Attraktivität verloren. Gestern habe sich die Situation wieder gedreht, weil der Euro allgemein schwächer geworden und die Erkenntnis durchgesetzt worden sei, dass die Zinsen trotz der gesenkten Inflationsprognose für längere Zeit auf erhöhtem Niveau bleiben müssten. ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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