Schwerin (ots) -
Medien berichten heute, dass Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus die Abschaltung des Kohlekraftwerks Rostock fordert und hierfür Unterstützung aus Baden-Württemberg verlangt. Demnach solle das Kraftwerk möglichst vor dem gesetzlich vorgesehenen Kohleausstieg vom Netz gehen. Hierzu erklärt der Vorsitzende der CDU-Fraktion Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters:
"Wer Rostocks Kraftwerk abschalten will, macht Heizen teurer und Versorgung unsicher. Die Forderung nach einer vorzeitigen Abschaltung des Kraftwerks Rostock ist energiepolitisch unverantwortlich und sozial blind. Wer heute das Aus für das Kraftwerk fordert, muss den Menschen auch ehrlich sagen, wie die entstehende Versorgungslücke geschlossen werden soll. Das Kraftwerk war allein im vergangenen Jahr ein halbes Jahr lang am Netz und hat gezeigt, dass es weiterhin eine wichtige Rolle für die Versorgungssicherheit unseres Landes spielt. Gerade in Zeiten schwankender Stromerzeugung aus Wind und Sonne und einer spürbar schwierigen Energieversorgung im Allgemeinen braucht Mecklenburg-Vorpommern verlässliche Kapazitäten als Absicherung.
Besonders befremdlich ist, dass Minister Backhaus die Fernwärmeversorgung tausender Rostockerinnen und Rostocker offenbar völlig ausblendet. Die bei der Stromerzeugung entstehende Abwärme wird heute für die Fernwärme genutzt und sorgt für eine bezahlbare Versorgung vieler Haushalte. Fällt das Kraftwerk weg, müsste diese Wärme in erheblichem Umfang durch Gasanlagen ersetzt werden. Das würde die Kosten für Verbraucher spürbar erhöhen und ist damit alles andere als sozial. Mir fehlt jedes Verständnis dafür, in so einer Situation derartige Luxusdebatten vom Zaun zu brechen, zumal Mecklenburg-Vorpommern durch den aufwachsenden Marineschiffbau hoffentlich wieder an industrieller Kapazität zulegt, was Energiemehrbedarfe nach sie ziehen könnte. Ich erwarte von Frau Schwesig, dass sie ihren Minister zurückpfeift.
Umweltschutz gelingt nicht durch symbolpolitische Abschaltforderungen, sondern durch einen langfristig geplanten, verlässlichen und bezahlbaren Umbau unserer Energieversorgung. Wer Versorgungssicherheit, Industriestandort und soziale Verantwortung ernst nimmt, darf ein solches Kraftwerk nicht ohne Not vom Netz nehmen. Mecklenburg-Vorpommern braucht eine sichere Energieversorgung und keine ideologischen Debatten. Die Landesregierung sollte sich darauf konzentrieren, tragfähige Lösungen zu entwickeln, anstatt ständig Unruhe zu stiften."
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Pressestelle
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von Mecklenburg-Vorpommern
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19053 Schwerin
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Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/182588/6300519
Medien berichten heute, dass Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus die Abschaltung des Kohlekraftwerks Rostock fordert und hierfür Unterstützung aus Baden-Württemberg verlangt. Demnach solle das Kraftwerk möglichst vor dem gesetzlich vorgesehenen Kohleausstieg vom Netz gehen. Hierzu erklärt der Vorsitzende der CDU-Fraktion Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters:
"Wer Rostocks Kraftwerk abschalten will, macht Heizen teurer und Versorgung unsicher. Die Forderung nach einer vorzeitigen Abschaltung des Kraftwerks Rostock ist energiepolitisch unverantwortlich und sozial blind. Wer heute das Aus für das Kraftwerk fordert, muss den Menschen auch ehrlich sagen, wie die entstehende Versorgungslücke geschlossen werden soll. Das Kraftwerk war allein im vergangenen Jahr ein halbes Jahr lang am Netz und hat gezeigt, dass es weiterhin eine wichtige Rolle für die Versorgungssicherheit unseres Landes spielt. Gerade in Zeiten schwankender Stromerzeugung aus Wind und Sonne und einer spürbar schwierigen Energieversorgung im Allgemeinen braucht Mecklenburg-Vorpommern verlässliche Kapazitäten als Absicherung.
Besonders befremdlich ist, dass Minister Backhaus die Fernwärmeversorgung tausender Rostockerinnen und Rostocker offenbar völlig ausblendet. Die bei der Stromerzeugung entstehende Abwärme wird heute für die Fernwärme genutzt und sorgt für eine bezahlbare Versorgung vieler Haushalte. Fällt das Kraftwerk weg, müsste diese Wärme in erheblichem Umfang durch Gasanlagen ersetzt werden. Das würde die Kosten für Verbraucher spürbar erhöhen und ist damit alles andere als sozial. Mir fehlt jedes Verständnis dafür, in so einer Situation derartige Luxusdebatten vom Zaun zu brechen, zumal Mecklenburg-Vorpommern durch den aufwachsenden Marineschiffbau hoffentlich wieder an industrieller Kapazität zulegt, was Energiemehrbedarfe nach sie ziehen könnte. Ich erwarte von Frau Schwesig, dass sie ihren Minister zurückpfeift.
Umweltschutz gelingt nicht durch symbolpolitische Abschaltforderungen, sondern durch einen langfristig geplanten, verlässlichen und bezahlbaren Umbau unserer Energieversorgung. Wer Versorgungssicherheit, Industriestandort und soziale Verantwortung ernst nimmt, darf ein solches Kraftwerk nicht ohne Not vom Netz nehmen. Mecklenburg-Vorpommern braucht eine sichere Energieversorgung und keine ideologischen Debatten. Die Landesregierung sollte sich darauf konzentrieren, tragfähige Lösungen zu entwickeln, anstatt ständig Unruhe zu stiften."
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