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MÄRKTE ASIEN/Zaghafte Stabilisierung folgt auf Technologieausverkauf

DJ MÄRKTE ASIEN/Zaghafte Stabilisierung folgt auf Technologieausverkauf

DOW JONES--Eine zaghafte Stabilisierung an den asiatischen Aktienmärkten nach dem Ausverkauf bei Technologiewerten am Vortag prägt das Bild am Mittwoch. Während der besonders heftig unter die Räder geratene Kospi in Südkorea sich hoch volatil zeigt und zwischen positivem und negativem Terrain pendelt, geht es in Japan weiter abwärts. An den übrigen Börsen der Region tut sich derweil nicht viel. Laut Analysten hat ein Bericht in Südkorea die massiven Verluste am Vortag im Technologiesektor verstärkt, denn in diesem wurde die Expansion der KI-Speicherproduktion heimischer Hersteller in Frage gestellt. "Erneute Sorgen über die Bewertungen von KI-Aktien haben die globalen Aktienmärkte über Nacht belastet", merken CBA-Analysten an.

Denn mit Taiwan Semiconductor Manufacturing verliert ein Branchenriese mit 3,4 Prozent in Taipeh erneut deutlich, wobei sich die Aktie am Vortag dem Ausverkauf weitgehend entziehen konnten. Andere Sektortitel erholen sich dagegen etwas. Das volatile Umfeld dürfte die Aufmerksamkeit verstärkt auf die Geschäftszahlen des Speicherchipherstellers Micron Technology richten, der nach Börsenschluss in den USA am Mittwoch berichten wird. Insgesamt suchen Marktteilnehmer Antworten auf die Frage, ob es eine KI-Blase gibt oder die Bewertungen gerechtfertigt sind. Es mehren sich die skeptischen Stimmen.

Der südkoreanische Kospi steigt um 1,3 Prozent, hat aber auch schon über 1 Prozent im Minus gelegen. Samsung Electronics erholen sich um 4,2 Prozent - gestützt durch einen Bericht, wonach das Unternehmen möglicherweise ein Aktienrückkaufprogramm ankündigen könnte. Im Chipsektor fallen SK Hynix um weitere 3,7 Prozent.

Der Nikkei-225 zeigt sich ebenfalls hoch volatil und gibt nun 1,2 Prozent auf 68.963 Punkkte ab. Aus den Meinungsäußerungen auf der vergangenen Sitzung der Bank of Japan geht eine wachsende Besorgnis über die Inflation hervor. Zudem wird die Notwendigkeit betont, die Zinssätze in einem stetigen Tempo anzuheben. Japanische Aktien könnten bis zum Jahresende stärker steigen als bisher angenommen, so die Strategen der Bank of America. "Die Haupttreiber sind eine stärker als erwartet gestiegene Expansion der KI-Nachfrage und eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass die Straße von Hormus offen bleibt", urteilen die Analysten.

In China tut sich derweil nicht viel: Der HSI in Hongkong stagniert und der Shanghai-Composite gibt 0,3 Prozent ab. Die Zentralbank hat zum dritten Mal in Folge einen schwächeren Renminbi-Mittelwert gegenüber dem US-Dollar festgestellt - trotz ausländischer Kritik an einer möglichen Unterbewertung des Renminbi.

Der australische S&P/ASX-200 steigt um 0,1 Prozent. Der Leitindex hatte zuletzt aufgrund schwacher Rohstoffaktien nachgegeben, Technologietitel spielen in diesem Index keine große Rolle. Der Anstieg der australischen Verbraucherpreise hat sich im Mai abgeschwächt. Die Kerninflation zog jedoch weiter an. Der Verbraucherpreisindex stieg in den zwölf Monaten bis Mai um 4,0 Prozent. Damit lag die Rate unter den 4,2 Prozent für das Jahr bis April und den 4,6 Prozent im März. Die Notenbank dürfte über weitere Zinserhöhungen nachdenken, heißt es im Handel.

Indonesien hat indes seinen Status als Schwellenland behalten und ist einer Abstufung durch den Indexanbieter MSCI entgangen. Damit dürfte ein Kapitalabfluss aus Indonesien abgewendet werden, vor dem Analysten gewarnt hatten. Ohne eine drastische Wende in der Politik hin zu einem anlegerfreundlicheren Kurs bezweifeln Analysten jedoch, dass die größte Volkswirtschaft Südostasiens ihren Status in den Augen ausländischer Marktteilnehmer wiedererlangen könne. Denn der Indexanbieter MSCI hat seine Entscheidung nur verschoben.

=== 
INDEX            zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    8.795,30  +0,1    +0,9      08:00 
Nikkei-225        68.962,97  -1,2    -       08:00 
Topix 500 (Tokio)     3.094,54  -0,9   +16,3      08:00 
Kospi (Seoul)       8.313,28  +1,3   +97,3      08:30 
Hang-Seng (Hongkong)   23.344,67  +0,0    -8,9      10:00 
Shanghai-Composite     4.096,14  -0,3    +3,2      09:00 
Straits-Times (Singapur)  5.214,74  +0,2   +12,2      11:00 
IDX Comp. (Indonesien)   6.008,01  -1,5   -30,5      10:00 
KLCI (Malaysia)      1.688,64  +0,5    +0,5      10:00 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %   00:00    Di, 9:40 % YTD 
EUR/USD           1,1364  -0,2   1,1381     1,1416  -3,2 
EUR/JPY           183,61  -0,1   183,85     184,41  -0,2 
EUR/GBP           0,8610  -0,1   0,8619     0,8627  -1,2 
USD/JPY           161,54  -0,0   161,57     161,52  +3,1 
USD/KRW          1.539,30  +0,4  1.532,51    1.538,10  +6,9 
USD/CNY           6,8016  +0,2   6,7900     6,7844  -2,7 
USD/CNH           6,8054  +0,2   6,7946     6,7872  -2,4 
USD/HKD           7,8410  +0,0   7,8405     7,8400  +0,8 
AUD/USD           0,6910  -0,1   0,6914     0,6950  +3,6 
NZD/USD           0,5654  -0,2   0,5667     0,5686  -1,8 
BTC/USD          62.605,74  +0,4 62.389,05    62.876,85 -28,6 
 
ROHÖL            zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex           72,67  -0,7   -0,54      73,21 
Brent/ICE           76,48  -0,8   -0,60      77,08 
 
Metalle           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.064,31  -1,1   -44,04    4.108,35 
Silber            61,08  -1,5   -0,95      62,03 
Platin           1.633,65  -1,1   -18,15    1.651,80 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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June 24, 2026 01:10 ET (05:10 GMT)

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