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MÄRKTE USA/Etwas fester mit Erholung bei Tech-Werten erwartet

DJ MÄRKTE USA/Etwas fester mit Erholung bei Tech-Werten erwartet

DOW JONES--Mit leichten Aufschlägen dürfte die Wall Street zur Wochenmitte in den Handel starten. Vor allem bei den Technologiewerten dürfte es nach dem kräftigen Rücksetzer am Vortag zu einer leichten Erholung kommen. Der Future auf den Nasdaq-100 erhöht sich um 0,6 Prozent, nachdem die Nasdaq-Indizes am Dienstag um bis zu 3,3 Prozent eingeknickt waren. Der Terminkontrakt auf den S&P-500 steigt um 0,4 Prozent.

Mit den jüngsten Turbulenzen im Technologie-Sektor stehen die Ergebnisse von Micron Technology für das dritte Quartal nach der Schlussglocke besonders im Fokus - einem der weltweit größten Hersteller von Speicherchips. Das Unternehmen gilt als wichtiger Indikator für KI-bezogene Ausgaben, da seine Chips in Rechenzentren und fortschrittlichen Computersystemen genutzt werden. Die Aktie legt vorbörslich um 3,9 Prozent zu, nachdem sie am Vortag um gut 13 Prozent eingebrochen war. Die Papiere von Intel erholen sich um 1,4 Prozent und Nvidia klettern um 0,6 Prozent.

Die vorbörslich veröffentlichten US-Konjunkturdaten setzen keinen Impuls. Das Defizit in der US-Leistungsbilanz ist im ersten Quartal 2026 gestiegen. Eine halbe Stunde nach Sitzungsbeginn folgen dann noch die Neubauverkäufe für Mai. Für Bewegung könnten dagegen die Ergebnisse des Bankenstresstests der US-Notenbank nach der Schlussglocke sorgen.

Bei den Einzelwerten fällt die Fedex-Aktie vorbörslich um 6,9 Prozent. Fedex hat im vierten Geschäftsquartal dank höherer Versandtarife und -volumina einen höheren Umsatz verzeichnet. Der Gewinn ging allerdings leicht zurück. Belastend sei vor allem die Margenentwicklung. Der Ausblick ist nach Einschätzung der Analysten von Morgan Stanley wegen mehrerer struktureller Änderungen in der Finanzberichterstattung des Unternehmens schwer zu bewerten.

Für die Alphabet-Aktie geht es um 0,6 Prozent nach oben. Die Google-Muttergesellschaft wird ab Montag in den Dow Jones Industrial Average aufgenommen. Platz machen muss dafür Verizon Communications (-0,5%).

Cerebras Systems fallen um 8,7 Prozent, obwohl der KI-Chiphersteller besser als erwartete Ergebnisse für das dritte Quartal gemeldet hat. Die Erwartungen waren vor der Veröffentlichung sehr hoch, da es sich um den ersten Bericht des Unternehmens seit dem Börsengang im Mai handelte.

SK Hynix will mit der geplanten Zweitnotiz an der Wall Street mehr als 29 Milliarden US-Dollar einnehmen. Ausländische Investoren sollen die Expansionspläne des südkoreanischen Chipkonzerns finanzieren, der von der hohen Nachfrage nach technisch führenden Halbleitern im Zuge des weltweiten KI-Booms profitiert. Das Unternehmen plant mit einem Handelsstart am 10. Juli.

Dollar legt weiter zu - Ölpreise fallen erneut

Der Dollar setzt seine Aufwärtsbewegung fort, der Dollar-Index gewinnt 0,3 Prozent. Weiter stützt die Aussicht auf steigende Zinsen durch die Fed im weiteren Jahresverlauf. "Die erwartete Straffung könnte die Dollar-Stärke weiter antreiben und die Anleiherenditen auf einem erhöhten Niveau belassen", sagt Bas Kooijman von DHF Capital S.A. Die PCE-Inflationsdaten, der bevorzugte Inflationsindikator der Fed, würden am Donnerstag im Mittelpunkt stehen, und ein starker Wert könnte die Erwartungen für eine Zinserhöhung im September zementieren, so der Vermögensverwalter. Die Rendite zehnjähriger Anleihen verliert nach den jüngsten Gewinnen 5 Basispunkte auf 4,45 Prozent.

Die Ölpreise fallen weiter. Der Preis für ein Barrel Brent reduziert sich um 3,1 Prozent auf 74,66 Dollar. Händler verweisen auf Anzeichen, dass sich der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus allmählich wieder normalisiert, da internationale Behörden von verbesserten Sicherheitsbedingungen berichten. Dazu kommen die US-Sanktionsausnahmen für iranische Ölverkäufe, welche die Erwartungen an einen kräftigen Anstieg des regionalen Rohölangebots verstärkt haben.

Für den Goldpreis geht es um weitere 2,4 Prozent auf 4.010 Dollar nach unten. Neben dem anhaltend starken Dollar belastet auch die Aussicht auf steigende Zinsen das zinslose Edelmetall.

=== 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,17 -0,03    4,21      4,17 
5 Jahre           4,22 -0,04    4,27      4,22 
10 Jahre          4,45 -0,05    4,50      4,44 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:02 
EUR/USD          1,1330  -0,5  -0,0051     1,1381   1,1382 
EUR/JPY          183,22  -0,3  -0,6300     183,85  183,8600 
EUR/CHF          0,9213  -0,0  -0,0002     0,9215   0,9213 
EUR/GBP          0,8613  -0,1  -0,0006     0,8619   0,8622 
USD/JPY          161,68  +0,1   0,1100     161,57  161,5500 
GBP/USD          1,3149  -0,4  -0,0054     1,3203   1,3198 
USD/CNY          6,8106  +0,3   0,0206     6,7900   6,7894 
USD/CNH          6,8169  +0,3   0,0223     6,7946   6,7938 
AUS/USD          0,689  -0,4  -0,0024     0,6914   0,6931 
Bitcoin/USD      62.819,79  +0,7   430,74    62.389,05 62.410,49 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         71,02  -3,0   -2,19      73,21 
Brent/ICE         74,66  -3,1   -2,42      77,08 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.010,01  -2,4   -98,34    4.108,35 
Silber           58,80  -5,2   -3,23      62,03 
Platin         1.583,05  -4,2   -68,75    1.651,80 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/mgo

(END) Dow Jones Newswires

June 24, 2026 08:51 ET (12:51 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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