DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Deutschland stoppt milliardenschweres F126-Fregatten-Projekt
Deutschland hat das milliardenschwere F126-Fregatten-Projekt gestoppt. Das Verteidigungsministerium beschloss nach eigenen Angaben, einen Auftrag über sechs maßgeschneiderte F126-Fregatten nicht weiterzuverfolgen. Stattdessen sollen acht Meko A-200-Fregatten vom deutschen Schiffbauer TKMS gekauft werden. Dabei handelt es sich um ein einfacheres, aber bewährtes Design. Während der Verhandlungen stellte sich heraus, dass die Gesamtkosten für den Bau der sechs Fregatten von 10 Milliarden Euro auf schätzungsweise 18 Milliarden Euro steigen würden, wie das Ministerium am Mittwoch mitteilte.
Belgiens Geschäftsklima steigt im Juni
Das belgische Geschäftsklima hat sich im Juni aufgehellt. Wie die Belgische Nationalbank (BNB) mitteilte, stieg der Index um 0,9 Punkte auf minus 12,4 Punkte. Das Geschäftsklima verbesserte sich deutlich in der Bauwirtschaft und im Handwerk sowie - in geringerem Maße - bei den unternehmensbezogenen Dienstleistungen. Zum zweiten Mal in Folge sank das Geschäftsklima in der verarbeitenden Industrie leicht.
US-Rohöllagerbestände stärker gesunken als erwartet
Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 19. Juni stärker verringert als erwartet. Sie fielen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 6,088 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten lediglich einen Rückgang um 4,1 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 8,263 Millionen Barrel reduziert. Die Benzinbestände nahmen nach EIA-Angaben um 2,064 Millionen Barrel zu. Analysten hatten dagegen ein Minus von 1,3 Millionen Barrel erwartet, nachdem die Vorräte in der vorangegangenen Woche um 0,906 Millionen gesunken waren.
Defizit in der US-Leistungsbilanz im ersten Quartal gestiegen
Das Defizit in der US-Leistungsbilanz ist im ersten Quartal 2026 deutlich gestiegen. Nach vorläufigen Berechnungen betrug das Defizit 226,8 Milliarden US-Dollar. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten nur mit einem Passivsaldo von 210,6 Milliarden Dollar gerechnet. Wie das US-Handelsministerium berichtete, wurde das Defizit im vierten Quartal 2025 auf 221,1 Milliarden Dollar revidiert, nachdem zunächst ein Minus von 190,7 Milliarden Dollar genannt worden war.
Neubauverkäufe in den USA im Mai gefallen
Die Verkäufe neuer Häuser sind im Mai gesunken. Die Verkäufe neuer Einfamilienhäuser fielen im Mai auf 580.000, nach 626.000 im April. Vom Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten im Konsens mit 632.000 Verkäufen im Mai gerechnet. Die Schätzung für die zum Verkauf stehenden neuen Häuser habe im Mai bei 496.000 gelegen, verglichen mit 485.000 im April, teilte das Handelsministerium mit.
Kanada Fabrikverkäufe steigen im Mai voraussichtlich um 1,1 Prozent
Die Aktivität im kanadischen verarbeitenden Gewerbe hat im vergangenen Monat weiter zugenommen. Eine erste Schätzung deutet auf einen leichten Umsatzanstieg hin und stützt damit die aufkeimende Erholung eines Sektors, der von Handelsunsicherheit und Zöllen stark getroffen worden war.
Kanada will mit Arktis-Projekten Rohstoffpotenzial des Nordens heben
Kanada hat am Mittwoch seine Bemühungen zur wirtschaftlichen Entwicklung in der Arktis verstärkt. Die Regierung signalisierte, dass sie den Vorschlag für eine rund 800 Kilometer lange Fernstraße durch den Norden und ein Exportterminal für den Versand kritischer Mineralien ins Ausland unterstützen will. Die Projekte sind der jüngste Schritt der liberalen Regierung von Premierminister Mark Carney, um Infrastrukturprojekte zu beschleunigen.
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June 24, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
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